Rehdens Trainer Uwe Brunn stellt sich vor dem Spiel gegen Hildesheim vor seine Mannschaft

„Ich möchte nichts dramatisieren“

Björn Wnuck (r.) und seine Teamkollegen genießen das Vertrauen von Trainer Uwe Brunn.

Kreis-Diepholz - REHDEN (dsc) · Man könnte von einem wegweisenden Spiel sprechen. Man könnte sagen, wenn der BSV Rehden den Anschluss an das obere Drittel der Oberliga halten will, dann ist ein Heimsieg gegen den punktgleichen VfV Borussia Hildesheim heute (Anstoß, 18 Uhr) absolute Pflicht. Wohlgemerkt: Man könnte . . .

Uwe Brunn, der Trainer des BSV Rehden, indes verwehrt sich solchen Gedankenspielen, was passieren würde, wenn nun auch nach dem vierten Spiel hintereinander kein dreifacher Punktgewinn zu Buche stehen würde und vorerst mit dem grauen Mittelfeld geliebäugelt werden müsste. „Ich möchte nichts dramatisieren“, will der BSV-Coach von einem angeschlagenen Selbstvertrauen, von einer sich anbahnenden Krise oder dergleichen nichts wissen. An der Ausrichtung, jedes Spiel gewinnen zu wollen, hat sich nichts verändert – und wird sich auch nichts verändern. „Ich steh‘ wie eine Eins hinter der Mannschaft, und ich vertrau‘ ihr voll und ganz“, so die solidarischen Worte von Brunn, der noch einmal bekräftigt: „Wir halten absolut zusammen.“

Bei aller sportlicher Rivalität ist eine gewisse Solidarität auch zwischen den heutigen Kontrahenten vorhanden. Nachdem Hildesheims Ex-Manager und Vorstandsmitglied Martin Eggers in der vergangenen Woche bei einem Verkehrsunfall tödlich verünglückt war und heute beigesetzt wird, baten die Gäste um eine Verlegung des Spiels. Ursprünglich war die Partie nämlich zwei Stunden vorher angesetzt gewesen. „Dem Wunsch sind wir natürlich nachgekommen. Wir haben auch angeboten, das Spiel auf Sonntag zu verlegen, aber dann haben wir uns doch auf Samstag 18 Uhr geeinigt“, erklärt Rehdens Trainer.

Ob die Gäste dies mit Punkten für die Rehdener zu honorieren wissen, ist jedoch abwegig. „Hildesheim zeichnet sich durch Geschlossenheit aus, nicht durch Einzelspieler“, berichtet Brunn über die sportlichen Attribute des Gegners, der die Qualifikation zur eingleisigen Oberliga direkt schaffte. „Aber wir wollen gar nicht so sehr auf Hildesheim schauen, sondern auf uns“, sagt der BSV-Coach, der seine Mannschaft im Vergleich zu den zurückliegenden Partien nur punktuell verändert. Wie genau, darüber bewahrt er noch Stillschweigen. Auf Maarten Schops und Mehmet Koc (beide rotgesperrt) wird Brunn jedenfalls nicht zurückgreifen, Ersatzkeeper Marcel Westerman dagegen ist wieder fit. Einen Radikalumbruch strebt Brunn sowieso nicht an. „Auch wenn wir die letzten zwei Spiele verloren haben, waren wir nicht immer die schlechtere Mannschaft. Uns fehlt im Moment halt auch das Quäntchen Glück“, sagt Brunn.

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