Über seine Rückkehr zum SC Twistringen

Torjäger Dikollari: „Ich möchte keineswegs chillen“

So kennt man ihn seit Jahren: Saimir Dikollari enteilt seinem Gegenspieler und läuft allein aufs Tor zu. Foto: Schlickmann
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So kennt man ihn seit Jahren: Saimir Dikollari enteilt seinem Gegenspieler und läuft allein aufs Tor zu.

Brinkum/Twistringen – Wer mit Saimir Dikollari (36) telefoniert, kann sich vorstellen, dass er mit Uwe Küpker (60) auf einer Wellenlänge liegt. Sowohl der Stürmer des Brinkumer SV als auch der Trainer des Fußball-Bezirksligisten SC Twistringen sind Freunde des offenen Wortes, der ausführlichen Ausführungen. Ab Sommer werden sie sich verstärkt gemeinsamen Gesprächen widmen können. Denn Dikollari wird unter Trainer Küpker für den SCT auf Torejagd gehen – wie bereits 2009/2010 in der damaligen Bezirksoberliga. Wir sprachen mit dem Goalgetter über die Beweggründe seiner Rückkehr und seine Ziele.

Herr Dikollari, nach zehn Jahren schließt sich der Kreis, Sie kommen im Sommer zurück nach Twistringen. Was hat den Ausschlag gegeben?

Auch wenn ich damals nur sechs Monate in Twistringen gespielt habe, war es für mich einfach eine extrem prägende Zeit. Der Kontakt zu Uwe Küpker ist auch danach nie abgerissen, wir haben uns nie aus den Augen verloren. Ich hatte jetzt zehn Jahre in Uphusen und Brinkum eine super Zeit; aber nun bin ich in der Situation, dass ich mich sportlich noch breiter aufstellen möchte.

Das heißt, Sie wollen als spielender Co-Trainer den Übergang zum Chefcoach in Spe einleiten?

Ich glaube einfach, dass ich sportlich für mich in den vergangenen Jahren das Maximum rausgeholt habe. Jetzt möchte ich einen kleinen Cut machen. Das heißt aber nicht, dass ich hier chillen möchte. Keinesfalls. Im ersten Jahr in Twistringen wird mein Fokus darauf liegen, Spieler zu sein und den Jungs von meiner Erfahrung etwas abzugeben.

Wie wollen Sie das konkret angehen? Und wie bewerten Sie das Potenzial beim SCT?

Twistringen hat einen super Unterbau. Ich glaube, dass da perspektivisch sehr viel möglich ist, der Verein gehört nach meinem Empfinden einfach in die Landesliga. Ich bin jemand, der sich immer hohe Ziele setzt, auch wenn ich weiß, dass es auf dem Weg dahin immer Zwischenritte braucht. Ich möchte jetzt einfach herausfinden, inwiefern ich junge Spieler dazu bringen kann, noch mehr aus sich herauszuholen, noch mehr zu investieren. Denn eines ist klar: Erfolg ist nur mit Disziplin und harter Arbeit möglich.

Lang ist’s her: Schon vor zehn Jahren trug Saimir Dikollari das SCT-Trikot – wie hier beim 1:0-Sieg gegen Bezirksoberliga-Kontrahent SF Ricklingen.

Da spricht schon der Trainer Dikollari. Welche Ziele hat der Spieler Dikollari noch?

Ganz klar: Erst einmal ist es so, dass ich schon noch als Spieler auf dem Platz Spuren hinterlassen möchte. Und da denke ich jetzt im Moment nur an den Brinkumer SV. Ich habe eine starke Verbundenheit zum Club, und ich möchte die Saison mit dem bestmöglichen Resultat beenden. Das heißt: Wir wollen den zweiten Platz noch angreifen.

Nach erfolgreichen Jahren in der Oberliga und Bremen-Liga wundern sich wahrscheinlich einige, dass Sie nun so früh ihr Jawort einem abstiegsbedrohten Bezirksligisten gegeben haben. Zumal Sie derzeit mal wieder die 20-Tore-Marke angreifen.

Das Projekt reizt mich einfach. Für mich ist es eine spannende Geschichte, dass das Twistringer Team so jung ist. Viele mögen sich vielleicht wundern, warum ich liga-technisch einen Schritt zurück mache. Aber es ist ein Schritt, der für mich auf persönlicher Ebene und bezüglich meiner perspektivischen Ausrichtung als Trainer einfach passt. Ich möchte beim SCT ein Teil des Ganzen werden – und gemeinsam werden wir versuchen, hier etwas aufzubauen.

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