Für ihre Abschiedstour aus der Kreisliga benötigen die Aufsteiger vom SV Heiligenfelde satte drei Stunden

Humba im Schützenfestzelt

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Heiligenfeldes Aufsteiger (oben v. l.): Fabian Ripke, Merten Klusmann, Jannis Könenkamp, Patrick Kuder, Betreuer Manfred Hinrichs, Florian Jamer, Christian Gerlach (mit Tobias Dickmann auf dem Rücken), Roman Obst, Frank Janshen (mit Gerrit Bolte auf dem Rücken), Timo Spannhake, Eric Stöver, Physiotherapeutin Frauke Spalkhaver, Trainer Frank Fischer, (unten v. l.) Co-Trainer Rene Rohlfs, Björn Isensee, Jannick Hoffmann, Torben Schmidt, Richard Tischer, Daniel Buchheister, Steffen Bosse und Nils Honscha. ·

Heiligenfelde - Den Weg von Dickel nach Heiligenfelde schafft selbst ein Bus in einer knappen Stunde. Die Aufstiegsfeierer des SV Heiligenfelde benötigten am Sonntag drei.

Nach dem entscheidenden 3:0 in der Fußball-Kreisliga beim SV Dickel machte ihr Bus Station beim Schützenfest in Neubruchhausen. „Da gab es durchaus Applaus für uns, trotz der großen Rivalität der Ortschaften“, freute sich Coach Frank Fischer, die Stimme gestern Vormittag noch etwas heiser.

Nach der Humba im Festzelt ging es weiter ins heimische Dorfgemeinschaftshaus – für Fischer bis 22.30 Uhr, für die Spieler bis kurz nach Mitternacht. „Ein bisschen Gas wollten wir uns noch für die Schlussfeier am nächsten Sonntag aufheben“, sagte Fischer. Einige Unverdrossene zogen jedoch weiter: wieder nach Neubruchhausen.

„Mir geht‘s miserabel“, stöhnte Kapitän Christian Gerlach zwölf Stunden später. Der Torwart stand gestern Morgen um acht Uhr für Versuche in seinem Studienfach Biologie im Uni-Labor. Thema: Lebensraum Boden. Wie praktisch, dass der 29-Jährige Erfahrungswerte vom Vortag einfließen lassen konnte – wie die Zugabe von Bier zum Beispiel Flora und Fauna eines Fußballplatzes beeinflusst.

Dass auch der Aufenthalt in Dickel letztlich länger dauerte als zunächst angenommen, hatte seinen Grund in einem Vorfall des Vorjahres. Das Hinspiel war abgebrochen worden, weil Dickels Florian Kückelmann einen epileptischen Anfall erlitten hatte. Heiligenfeldes Physiotherapeutin Frauke Spalkhaver hatte sich um den Spieler gekümmert, bis der Notarzt eintraf. „Da haben uns die Dickeler fürs Rückspiel zu Steak, Bratwurst und Bier eingeladen“, sagte Fischer. „Das war eine runde Sache. Die haben hier ordentlich gefeiert“, berichtete Dickel-Coach Oliver Marcordes. Der Tag, an dem es Steak, Bratwurst und Bier gab, hätte für die Heiligenfelder natürlich auch auf kein günstigeres Datum fallen können. · ahe

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