Gilde-Chef und Bezirksverband unterschreiben Erklärung / Bundesliga-Start gesichert

Horst-Dieter Jobst lenkt schweren Herzens ein

Bassum - Von Gerd TöbelmannDieser Gang in die „Höhle des Löwen“ fiel Horst-Dieter Jobst, Chef des Schützenvereins SSGi Bremen-Bassum, sichtlich schwer. „Gerne bin ich nicht hier. Das ist nicht leicht für mich“, sagte Jobst, ehe er in den Räumen des Nordwestdeutschen Schützenbundes eine Vereinbarung mit dem Bezirksschützenverband Grafschaft Hoya unterschrieb (wir berichteten). Das Ergebnis: Die Gilde bleibt Bezirks-Mitglied und bekommt die Bundesliga-Lizenz.

Zuvor lagen beide Parteien monatelang im Clinch. Die Initiative zum Streit war dabei von Jobst ausgegangen. Der Gilde-Vorsitzende hatte seinen Verbandsaustritt verkündet und lag unter anderem mit den Verbandsfunktionären wegen des neuen Landesleistungszentrums in Bassum im Streit. Am Ende kommunizierten beide Parteien nur über ihre Anwälte. Die Sache war unglaublich verfahren.

Doch der Verband saß am längeren Hebel und hätte zum Beispiel verhindern können, dass die Gilde die notwendige Lizenz bekommt, um mit der starken Luftpistolen-Mannschaft Ende Oktober in der Bundesliga Nord an den Start zu gehen. Als Jobst seine Kündigung zurücknehmen wollte, um den Bundesliga-Startplatz zu sichern, machte der Bezirksverband zunächst nicht mit. Wieder waren die Rechtsanwälte an der Reihe und wieder kostete die ganze Sache Zeit, Nerven und Geld. „Das hätten wir uns alles schenken können“, erklärte Bezirks-Boss Heinz Rösseler.

Letztlich lenkte Jobst aber doch ein und unterschrieb eine Erklärung, in der er das bisherige Verhalten des Verbandes auf ganzer Linie akzeptiert. Einem Macher wie Jobst, der es gewohnt ist, Entscheidungen in seinem Sinne zu fällen, muss diese Unterschrift unglaublich schwer gefallen sein. Im Gegenzug akzeptierte der Bezirk die Rücknahme der Gilde-Kündigung.

Kernpunkte der Jobst-Erklärung sind: Die Gilde wird diesbezüglich keine weiteren Rechtsmittel einlegen. Alle Gilde-Mitglieder werden dem Bezirk gemeldet. Der Bezirk hat sich in dem Verfahren immer korrekt verhalten. Für 2012 erhebt die Gilde keine Ansprüche auf Mittel der Sportförderung des Bezirks. Zudem hat sich der Bezirk in Bezug auf das neue Landesleistungszentrums gegenüber Jobst sowie dessen Familie und Firmen immer korrekt verhalten.

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