MEIN FUSSBALL mit dem Kapitän des TSV Bassum

Mathis Hoffmann - sein „Albtraum“ heißt Harf

Zidane-Trikot, Padel-Schläger und Badelatschen: Bassums Innenverteidiger und Kapitän Mathis Hoffmann auf der Anlage des TC Weyhe in Melchiorshausen.
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Zidane-Trikot und Padel-Schläger: Bassums Innenverteidiger und Kapitän Mathis Hoffmann auf der Anlage des TC Weyhe in Melchiorshausen.

Er mag Padel und Neapel – und trägt Zidanes Frisur. Mathis Hoffmann vom Bezirksligisten TSV Bassum ist der nächste Kandidat in unserer Lokalsportserie „Mein Fußball“. Der 29-Jährige erinnert sich auch noch ganz genau, wer sein unangenehmster Gegenspieler war.

Bisherige Kandidaten in der Lokalsportserie „Mein Fußball“: Björn Isensee (SV Heiligenfelde).

Bassum – Bei Mathis Hoffmann (29) juckt es in den Füßen. Wie wohl alle anderen Amateurfußballer möchte auch der Kapitän des Bezirksligisten TSV Bassum endlich wieder ordentlich Gas geben auf dem Platz. Demnächst soll es beim TSV losgehen mit der Vorbereitung auf die neue Saison. „Wenn wir anfangen, möchte ich aber auch richtiges Training machen können – mit Körperkontakt und Zweikämpfen“, betont der Innenverteidiger. Bevor er wieder richtig aktiv wird, verrät Hoffmann noch allerhand Interessantes und Skurriles aus seiner bisherigen Karriere – im Rahmen unserer Lokalsport-Serie „Mein Fußball“.

Name: Mathis Hoffmann

Verein: TSV Bassum

Alter: 29

Größe: 1,85 Meter

Position: Innenverteidiger

Beruf: Speditionskaufmann in Bremen

Meine Hobbys: Neben dem Fußball steht bei mir Padel-Tennis beim TC Weyhe in Melchiorshausen ganz oben.

Mein Spitzname: ,Mamphis‘ – der ist irgendwann mal entstanden, vermutlich von meinem Vornamen abgeleitet. Ich glaube, mein Teamkollege Tobias Cordes hat ihn mir gegeben – aber das ist so lange her . . .

Meine größte Stärke: Hoch und weit schießen – denn hoch und weit bringt Sicherheit . . .

Meine größte Schwäche: Die Geschwindigkeit. Ich bin keine Schildkröte, gehöre aber auch nicht zu den Schnellsten.

Meine Lieblingstore
Eigenes: Ein 60-Meter-Freistoß im Freundschaftsspiel gegen den SC Weyhe. Der Torwart stand zu weit vor seinem Tor – und ich habe es einfach mal versucht.
Aus dem Profibereich: Da gibt es sehr viele schöne – eines fällt mir aber immer direkt ein: Olivier Giroud hat für Arsenal gegen Crystal Palace mal mit einem „Scorpion Kick“ getroffen.

Mein schönster Sieg: 2014, letzter Spieltag der Kreisliga – wir haben als Tabellenzweiter den Dritten Kirchdorf empfangen. Das Spiel war sehr gut besucht, das weiß ich noch. Wir haben letztlich mit 1:0 gewonnen, sind ein paar Tage später mit der Mannschaft nach Mallorca geflogen und haben dort den Aufstieg gefeiert.

Mein bestes Spiel: Echt schwierig selbst einzuschätzen – es gab einige gute, aber mindestens genauso viele schlechte. Oder sogar noch mehr schlechte . . . Wenn ich mal nur auf die Zahlen achte, dann nehme ich ein A-Jugend-Spiel gegen Mörsen. Beim 11:3-Sieg habe ich als Abwehrspieler sechs Tore geschossen.

Meine bitterste Pleite: Wir haben in der A-Jugend ein Bezirkspokal-Finale gegen BW Neuhof in der Verlängerung mit 2:4 verloren – das war echt bitter.

Mein bester Mitspieler: Steffen Bönsch – kein Torjäger oder Vorbereiter, aber der ekelhafteste (im positiven Sinne) Gegenspieler im Training – einer, der immer 100 Prozent gibt und sich für nichts zu schade ist. Er wird aber eindeutig zu oft getunnelt und sollte sich dringend ein Netz kaufen, wenn es wieder losgeht.

Mein härtester Gegner: Ich hatte das Glück, dass ich unter Frank Fischer im zweiten A-Jugend-Jahr in Bassum schon komplett in der ersten Herren dabei sein durfte. Wir haben in Vilsen gespielt; und ich durfte/musste Wilken Harf, der seine Karriere in Vilsen ausklingen ließ, in Manndeckung nehmen – beziehungsweise ihm hinterherlaufen. Er war mir, trotz seines Alters, in allen Bereichen weit überlegen und hat bis heute Eindruck bei mir hinterlassen. Ich war 17, er so Mitte 30. Kein Kopfballduell gewonnen, am Boden auch wirklich ganz wenige Duelle – nur konditionell konnte ich punkten. Dennoch haben wir mit 2:1 gewonnen – ich habe sogar nach einem Freistoß von Sven Plaumann das 1:0 erzielt. Somit war’s nicht ganz so schlimm . . .

Meine Lieblingsschuhe: „Adidas Predator“ (Größe 44).

Mein wichtigster Pokal: Im Herrenbereich leider keiner, in der A-Jugend der für den Titel des Bezirksligameisters mit dem TSV Bassum.

Mein Lieblingsverein: Werder Bremen, der FC Barcelona und der SSC Neapel. Ich mag offensiven Fußball. In Neapel war ich schon zweimal. Ich bin ein großer Fan der Stadt und mag den Spielstil der Mannschaft. Von Barcelona bin ich eher Sympathisant – auch schöner Fußball und eine tolle Stadt. Generell bin ich nicht so der Strandurlauber, sondern lieber in Städten unterwegs.

Mein Lieblingsspieler: Zinedine Zidane – ein Wahnsinnsfußballer. Ich habe mir auch direkt die Frisur abgeguckt und zugelegt . . .

Mein Lieblingsfanartikel: Ein Zidane-Trikot von Real Madrid, etwa zehn bis 15 Jahre alt. Das habe ich mal zum Geburtstag bekommen. Auch wenn ich „Barca“ eigentlich lieber mag: Bei Zidane mache ich eine Ausnahme.

Mein Stadionhighlight: Aktuell der letzte Besuch – wir waren mit ein paar Leuten im Januar 2020 in Düsseldorf. Werder hat in einem wirklich schlechten Spiel mit 1:0 gewonnen.

Mein Lieblingsfilm: Die Doku „Schweinsteiger – von Anfang bis Legende“ und der Film „Goal“ über das US-Talent Santiago Munez.

Mein Lieblingslied: „Ich hab’ den Jürgen Drews gesehen“ von Micky Krause – das ist seit Jahren unser TSV- Lied, das wir oft singen.

Mein schrägstes Erlebnis: Wenn ich mich richtig erinnere, wurde unser damaliger Torwart mal mitten im Spiel von seiner Freundin zur Rede gestellt – inklusive versuchter Ohrfeige. So etwas hatte ich vorher noch nicht erlebt, gesehen oder gehört. Es ging aber wohl ganz glimpflich aus. Namen lassen wir mal lieber raus, die Person/Personen erkennen sich sicherlich auch so problemos wieder . . .

Meine „Macke“: Abergläubisch bin ich nicht, aber ich habe eine bestimmte Routine entwickelt: Vom Umziehen bis zum Aufwärmen hat alles seine Reihenfolge.

Mein EM-Titelfavorit: Deutschland! Zugegeben, die Gruppenspiele waren – bis auf Portugal – nicht so dolle. Aber sie haben sich gegen Ungarn irgendwie weitergemogelt und nun ab dem Achtelfinale die leichtere Seite im Turnier-Tableau. Außerdem sind Mats Hummels und Thomas Müller als erfahrene Leader zurück. Sie können vorweggehen.

Alles im Blick: Bassums Kapitän Mathis Hoffmann (links).

Zur Serie „Mein Fußball“

Wer kennt sie nicht, die beliebten Freundebücher aus Schule und Kindergarten? Mittels dieser Büchlein, die meistens in der ganzen Gruppe nach und nach die Runde machten, lernte man die anderen Kinder noch besser kennen – und erfuhr, was sie mögen. Und was nicht. Mit unserer neuen Rubrik wollen wir exakt da ansetzen. Allerdings geht es nicht um das Lieblingsessen, die Lieblingsfarbe oder den Lieblingssuperhelden – sondern um Sport. Genauer gesagt um Fußball. Spieler aus unserer Region verraten in „Mein Fußball“ ihre ganz persönlichen Highlights. Ihre besten Spiele. Ihre schönsten Tore. Ihre bittersten Niederlagen. Ihre unangenehmsten Gegenspieler. Ihre schönsten Stadionerlebnisse. Und so weiter. Und so weiter.

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