Melchiorshausen muss auf 2:0 erhöhen, verliert aber 1:2

Hoffmann: „Der muss reingehen, keine Frage“

Statt des womöglich entscheidenden 2:0 hieß es für Markus Hoffmann (l.) und Melchiorshausen 1:2.

Kreis-Diepholz - Von Dennis SchottMELCHIORSHAUSEN · Markus Hoffmann war der letzte, der in die Kabine ging. Nach dem Schlusspfiff blieb der Melchiorshauser Akteur noch eine Weile am Mittelkreis stehen und rief sich noch einmal die Situation ins Gedächtnis, die aus der 1:2 (1:0)-Niederlage gegen den VfL 07 wahrscheinlich einen Sieg gemacht hätte.

Es war jene Szene in der 56. Minute, in der Hoffmann selbst den vermutlichen Siegtreffer auf dem Fuß hatte. Der TSV Melchiorshausen führte zu diesem Zeitpunkt mit 1:0, als Hoffmann schön von Jan-Christian Schröder bedient wurde und nur noch VfL-Keeper Stefan Frantzen vor sich hatte, aber aus elf Metern am Tor vorbeischob. „Keine Frage, der muss reingehen“, sagte Melchiorshausens Mittelfeldakteur selbstkritisch. Und auch TSV-Coach Markus Hoßfeld fügte an: „Machen wir das 2:0, gehen wir als Sieger vom Platz.“

Dabei besaßen die Gastgeber nicht nur diese eine hochkarätige Chance, die Bahnen vorentscheidend auf Sieg zu lenken. Denn unmittelbar vor dem Pausenpfiff hatte „Nicki“ Schröder eine nicht minder gute Gelegenheit, als er auf Vorlage von David Wieloch den Ball über das Tor haute (45.). Zwei Chancen, die das Kräfteverhältnis korrekt wiederspiegelten. Zwar war es in den ersten 20 Minuten hüben wie drüben ein äußerst zäher Kick, doch das aktivere Team war der TSV Melchiorshausen, der nach einem zunächst verweigerten Abseitstor von Schröder (23.) verdientermaßen die Führung erzielte. Einen Freistoß von Oliver Riekers konnte VfL-Torwart Frantzen nur abklatschen lassen, so dass Jan Schmötzer den Ball nur noch über die Linie schieben musste (36.).

Bis auf eine Möglichkeit von VfL-Akteur Charles Ehiogie (63.) hatte der TSV Melchiorshausen die Partie um den umsichtigen Libero Oliver Riekers im Griff, ehe drei Minuten das Spiel auf den Kopf stellen sollten. „Es war wie beim Flipper. Wir haben den Ball einfach nicht rausgekriegt“, schilderte Hoffmann das 1:1 von Ferdi Uslu, bei dem Libero Riekers den Ball nicht konsequent genug geklärt hatte. „Wir selbst haben den Gegner zurück ins Spiel gebracht, und es sind immer individuelle Fehler, die uns das Genick brechen. Das Dumme ist nur: Es ist jedes Mal ein anderer. Wenn es immer der gleiche wär‘, wüssten wir ja woran oder an wem es liegt“, seufzte TSV-Coach Hoßfeld. Als kurz darauf nach einer Ecke auch noch das 2:1 durch Marco Slawinski fiel, war ein an sich gewonnen geglaubtes Spiel endgültig verloren. „Das war ein Sechs-Punkte-Spiel. Wenn du zur Halbzeit führst, so gute Chancen hast, musst du gewinnen“, wusste Markus Hoffmann – und verschwand in die Kabine.

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Meistgelesene Artikel

Luca Köhnken allein im Löwen-Kasten

Luca Köhnken allein im Löwen-Kasten

Luca Köhnken allein im Löwen-Kasten
Halten die Serien von Mangaonkar und Wingelsdorf?

Halten die Serien von Mangaonkar und Wingelsdorf?

Halten die Serien von Mangaonkar und Wingelsdorf?
Kai Bredemeyer hat große Lust auf den TuS Kirchdorf

Kai Bredemeyer hat große Lust auf den TuS Kirchdorf

Kai Bredemeyer hat große Lust auf den TuS Kirchdorf
Doch kein Doppelpack für die Löwen

Doch kein Doppelpack für die Löwen

Doch kein Doppelpack für die Löwen

Kommentare