Hüder schlägt starke Konkurrenz aus Holland / 51-Jähriger segelt nun im Finn Dinghy

Höfener zum dritten Mal Europameister mit der O-Jolle

Von solch einem riesigen Pokal träumt so mancher Sportler: O-Jollen-Europameister Wolfgang Höfener von der Seglervereinigung Hüde hat diesen „Pott“ gewonnen. ·

Kreis-Diepholz - HÜDE · 1987, 2006 und nun 2011: Wolfgang Höfener von der Seglervereinigung Hüde ist zum dritten Mal Europameister der O-Jollen-Segler geworden. „Ich habe mich über meinen dritten EM-Titel gefreut“, strahlt der 51-Jährige beim Blick auf einen riesigen Pokal.

57 O-Jollen-Segler aus drei Nationen (Deutschland, Österreich und Holland) ermittelten in zehn Wettfahrten (ein Streichergebnis) auf der Flensburger Förde ihren Sieger. Bei guten Bedingungen (Windstärke zwei bis vier) beherrschte Wolfgang Höfener das Feld, „obwohl ich zuletzt im Mai 2010 auf einer O-Jolle gesessen hatte“. Beim gelernten Bootsbauer kamen drei erste und drei zweite Plätze in die Wertung. Außerdem erreichte er einmal als Dritter und zweimal als Vierter das Ziel. Sein Streichergebnis war ein sechster Rang.

Der in Hüde lebende Europameister sicherte sich den Titel mit 20 Punkten vor den Holländern Stefan de Vries (30 Zähler) und Ton op de Weegh (51 P.). Auf Platz vier folgte in Person von Martin Hofmann (Düsseldorfer Segel-Club – 69 P.) der nächste deutsche O-Jollen-Segler.

Wolfgang Höfener spürte bei der Siegerehrung Genugtuung, hatte er es der starken Konkurrenz doch noch einmal gezeigt – allen voran Stefan de Vries: „Es ist sehr schön, dass ich diesmal vor ihm gewonnen habe“, unterstreicht der gebürtige Ahlener. Das sah in der Vergangenheit anders aus, denn vor allem bei den deutschen Meisterschaften (2007, 2008, 2009, 2010) stand der Holländer ganz oben auf dem Siegerpodest – und das Ass des SVH belegte meistens den zweiten Platz. Trotzdem betont der heimische Segler: „Auf den Titel brauche ich mir nichts einzubilden.“

Wolfgang Höfener segelt seit dem vergangenen Jahr eigentlich nur noch in der olympischen Bootsklasse Finn Dinghy (Ein-Mann-Jolle). Da hat er sich mittlerweile kontinuierlich gesteigert, nimmt derzeit Platz 26 in der deutschen Rangliste ein, sagt aber dennoch: „Um den Durchbruch zu schaffen, muss ich üben, üben und nochmal üben.“

In dieser Bootsklasse stößt der Hobby-Handballer des TuS Lemförde II an seine körperlichen Grenzen: „Im Vergleich zu den jungen Burschen fehlen mir Kondition und Kraft. Dennoch habe ich in den zwei Jahren eine Menge gelernt.“

Erste Erfolge verbuchte der Fachpfleger für Suchtkranke auch schon im Finn Dinghy. So schaffte er im Rahmen der Travemünder Woche bei einer Ranglisten-Veranstaltung Mitte August von 32 Teilnehmern den acht Platz.

Das nächste Highlight steht bereits vor der Tür: Vom 27. September bis 3. Oktober startet Wolfgang Höfener bei den deutschen Meisterschaften in Travemünde, hier werden alle olympischen Klassen gesegelt. Und dort will der 51-Jährige zeigen, dass er längst noch nicht zum „alten Eisen“ gehört. Immerhin verfügt der dreifache O-Jollen-Europameister über Erfahrung, wie kaum ein anderer Segler. · mbo

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