Mannschaftsführerin Ina Thalmann: „Damit haben wir nicht gerechnet“

Historischer Sieg: Diepholzer Kreis-Team holt sich Standartentitel

Der KPSV Diepholz mit Mannschaftsführerin Ina Thalmann (v.l.), Vanessa Mohrmann, Anja Kreitel-Haberhaufe, Martha-Luise Schwantz, Tomke Oeckermann, Sara Bergmann und Hilke Quast gewann den Standartenwettkampf beim Landesturnier.
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Der KPSV Diepholz mit Mannschaftsführerin Ina Thalmann (v.l.), Vanessa Mohrmann, Anja Kreitel-Haberhaufe, Martha-Luise Schwantz, Tomke Oeckermann, Sara Bergmann und Hilke Quast gewann den Standartenwettkampf beim Landesturnier.

Westergellersen/Diepholz – Der Kreispferdesportverband Diepholz hat beim Hannoverschen Landesturnier HA.LT in der Lüneburger Heide den Standartenwettkampf auf Kreis- und Regionsebene gewonnen. Damit hat sich das Team selbst überrascht. Einzelmedaillen gewannen in Westergellersen Claire Wegener (RV Lembruch) und Philipp Quast (RV Heiligenfelde). „Der Sieg im Standartenwettkampf war ein absolutes Highlight, damit haben wir gar nicht gerechnet“, freute sich Mannschaftsführerin Ina Thalmann. Schon in der Mannschaftsdressur legten Tomke Oeckermann (RFV Maasen-Sulingen), Hilke Quast (RV Heiligenfelde), Martha-Louise Schwantz (RV Heiligenrode), Vanessa Mohrmann (RFV Maasen-Sulingen), Sara Bergmann (RFV Maasen-Sulingen) und Anja Kreitel-Haberhaufe (RFV Maasen-Sulingen) vor. „Reiter und Pferde waren spitze“, sagte Thalmann. Das sahen die Richter ebenfalls so und setzten das Team mit der Wertnote 8,2 auf Rang eins.

Auch in den Einzelaufgaben für den Standartenwettkampf, einer L-Dressur auf Kandare geritten, einem L-Zeit-Springen und dem A-Geländeritt, bewährten sich die Pferdesportler aus dem Kreis Diepholz. „Sie haben tolle Runden hingelegt. Das zeigt, dass wir pro Disziplin die richtigen Paare ausgewählt haben“, erklärt Ina Thalmann.

Vor 67 Jahren habe der Kreispferdesportverband Diepholz das letzte Mal den Standartenwettkampf gewonnen, hat Ina Thalmann recherchiert. Zwar sei der Verband auch in der Vergangenheit bei der Landesmeisterschaft der Verbände dabei gewesen, aber eher unregelmäßig und nicht so erfolgreich. „Meist scheiterte es an den Geländereitern“, erläutert die Mannschaftsführerin. Über feste Hindernisse zu reiten, trauten sich viele nicht zu.

Heiligenfelderin Hilke Quast springt ein

„Wir sind so ein großer Kreis, da kann es nicht sein, dass wir nicht am Start sind“, erklärte Ina Thalmann. Darum nahm sie die Sache in die Hand. Fast wäre es wieder an den Geländereitern gescheitert. „Eigentlich sollte für uns Friedrich Quast im Gelände starten. Er wurde dann aber vom Bundestrainer zur EM-Sichtung Pony-Vielseitigkeit eingeladen.“ Woher sollte also ein Ersatzreiter kommen? Spontan sei dann seine Mutter Hilke Quast eingesprungen. „Das ist nicht selbstverständlich“, unterstreicht Thalmann. Familie Quast ist zwar pferdesport- und geländebegeistert, trotzdem sei Hilke Quast schon seit ein paar Jahren keine Turnierreiterin mehr, und der letzte Geländeritt sogar schon über zehn Jahre her. Außerdem hatte sie auf der Landesmeisterschaft noch ihren Sohn Philipp zu unterstützen.

Am Ende strahlte Familie Quast dann gleich doppelt: Hilke Quast über die Mannschaftsschärpe und Sohn Philipp auf Witt Terra über den Vize-Meistertitel bei den Pony-Springreitern. Die Goldmedaille bei den Pony-Springreitern sicherte sich Claire Wegener vom RV Lembruch auf Harry, die außerdem Silber auf Caspar blue bei den Junioren gewann.

Im Wettbewerb um die Ponystandarte landete das Diepholzer Team auf Rang acht. „Wir hatten uns nichts ausgerechnet, die Ponyreiter sind alle noch sehr jung“, erklärt Ina Thalmann. Trotzdem hätten Leni Thalmann (RV Heiligenfelde), Romy Schröder (RV Sudweyhe), Maja Werner (RRV Schwarme) und Philipp Quast (RV Heiligenfelde) ihre Sache gut gemacht.

Das Hannoversche Landesturnier habe bei allen Beteiligten einen bleibenden Eindruck hinterlassen. „In dem riesigen Stadion auf die Ehrenrunde zu gehen, war ein Erlebnis“, verdeutlicht Ina Thalmann. An drei Tagen hatte der Pferdesportverband Hannover ein sportliches Prüfungsangebot geschnürt, das endlich wieder die Titelkämpfe aller Altersklassen und die drei Disziplinen Dressur, Springen und die Pony-Vielseitigkeit an einem Ort vereinte.

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