Zwölfjähriger gewinnt als Ersatzmann beide Einzel beim Heiligenroder 9:6 in Lechstedt

Hippler findet es „echt cool“

So einen Ersatzspieler wünscht sich jedes Team: Der erst zwölfjährige Tobias Hippler gewann im unteren Heiligenroder Paarkreuz beide Einzel. ·
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So einen Ersatzspieler wünscht sich jedes Team: Der erst zwölfjährige Tobias Hippler gewann im unteren Heiligenroder Paarkreuz beide Einzel. ·

Heiligenrode - Der TSV Heiligenrode hält in der Tischtennis-Landesliga weiterhin direkten Kurs in Richtung Aufstiegsrelegation. Mit 9:6 triumphierten Spitzenspieler Dietmar Scherf & Co. nach hartem Kampf beim TTC Lechstedt und festigten ihren zweiten Tabellenplatz. Sehr zur Freude von TSV-Kapitän Christian Dörner: „In der engen Lechstedter Halle ist es nie einfach. Der Sieg war enorm wichtig.“

Bevor es so weit war, mussten die Gäste allerdings mächtig schuften. Dabei hatte zunächst alles nach einem Heiligenroder Spaziergang ausgesehen. Zwar musste nach einem soliden 2:1-Doppelstart Stefan Schulz gegen Harald Bettels passen, doch Dietmar Scherf, Jörn Brosowsky, Andre Nieber, ein bärenstarker Ersatz Tobias Hippler (für Andre Meyer) sowie Christian Dörner konterten umgehend zur scheinbar vorentscheidenden 7:2-Führung.

Doch manchmal trügt der Schein: Erst bekam Scherf im Spitzeneinzel keinen Stich gegen Harald Bettels, dann scheiterte ein von Kreislaufproblemen gepeinigter Stefan Schulz an Stefan Kallohn, und spätestens nach den Schlappen von Nieber und Brosowsky hing der TSV-Erfolg wieder am seidenen Faden. Zum Glück der Gäste hatten sie aber noch ihr glänzend aufgelegtes unteres Paarkreuz in der Hinterhand. Mit all seiner Routine erhöhte Dörner den Vorsprung auf 8:6, so dass Jungfuchs Hippler nun alles klar machen konnte. Diese Chance ließ sich „Hippi“ auch nicht entgehen. Trotz seiner erst zwölf Lenze schon erstaunlich abgezockt auftretend, ließ Hippler Adam Juszczak in vier Sätzen auflaufen, wickelte so das wichtige 9:6 in trockene Tücher und baute nebenbei seine Landesliga-Bilanz auf makellose 4:0-Einzelsiege aus.

Besser könnte das Bewerbungsschreiben für einen Stammplatz in der Ersten wohl kaum aussehen. Kein Wunder, dass Hippler nach seinem erneuten Galaauftritt wie ein Honigkuchenpferd strahlte: „Das ist echt wieder toll gelaufen. Es macht riesigen Spaß, in der Landesliga zu spielen. Besonders, wenn dann auch noch der Erfolg da ist. Ein echt cooles Erlebnis.“ · drö

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