Titelverteidiger hat mehr als vier Minuten Vorsprung

26. Silbersee-Triathlon: Jesse Hinrichs kann keiner Wasser reichen

Triathlon kann sooo schön sein: Beim Zieleinlauf die Gerstenkaltschale in der Hand und das kühle Nass noch von oben. Fotos: golenia
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Triathlon kann sooo schön sein: Beim Zieleinlauf die Gerstenkaltschale in der Hand und das kühle Nass noch von oben.

Stuhr - Von Christiane Golenia. Wasser Marsch! So lautete das Motto für über 1 000 Teilnehmer beim 26. swb-Silbersee-Triathlon. Duschen und Schwämme an der Laufstrecke und kaum die Ziellinie überquert, ab unter den Gartenschlauch. Bei bestem Sommerwetter war jede Form der Abkühlung gefragt, und das bereits am Morgen, als die ersten Regionalligastarter auf der olympischen Distanz finishten.

Die Mannschaften der Regionalliga Nord machten auch diesmal am Morgen den Auftakt zu einem langen, stimmungsvollen Triathlontag am Silbersee. Es wurde um jeden Platz und damit Punkt gefightet, insbesondere bei den Triathlöwen Bremen. Die Bremer erkämpften sich erneut den Teamsieg und sind damit auf dem besten Weg zum Aufstieg in die 2. Bundesliga. Der Zieleinlauf endete kurios mit einem Doppelsieg von Fabian Günther (Tri Team Hamburg, 1:54:30 Stunden) vor Namensvetter Fabian Günther (Triathlöwen Bremen, 1:57:52). Bei den Regionalliga-Frauen fehlten Leonie Johanna Wilke (SV Tungendorf-Neumünster, 2:11:05) gerade mal 15 Sekunden zum Streckenrekord. Dahinter erzeilten auch die Zweitplatzierte Lina Schuchmann (2:13:48) vom siegreichen Team des TuS BW Lohne sowie Kimberly Miller (Tri-Team Osnabrück, 2:16:28) ausgezeichnete Zeiten.

In drei weiteren Startgruppen wurden die Landesligateams sowie die Einzelstarter in den 23,9 Grad Celsius warmen Silbersee geschickt. Damit fehlte mitunter der direkte Vergleich sowie der Überblick über die Gesamtplatzierung. Nicht so bei Vorjahressieger Jesse Hinrichs. Der Oldenburger feierte in ausgezeichneten 1:53:46 Stunden mit einem Vorsprung von über vier Minuten einen weiteren überlegenen Sieg. Auf Platz zwei folgte der Aachener Paul Senger vor dem Landesligasieger Björn Timmermann (VfL Wolfsburg). Sein ganz eigenes Rennen absolvierte der Stuhrer Manfred Hinzmann. Als ältester Starter beendete der 80-Jährige seinen 25. Wettkampf am Silbersee unter viel Beifall mit einem zufriedenen Lächeln. Nach dem Finish gönnte er sich nur wenig Erholung, schließlich galt es, Enkel Julian zu betreuen, der nachmittags erstmals im Volkstriathlon startete.

Der Sprinttriathlon schien vom jungen Bremer Talent Niklas Behrens (Bremischer Schwimmverein) beherrscht zu werden. Der 15-Jährige kam mit einer unglaublich schnellen Zeit und Riesenvorsprung von der Radstrecke zurück. Aus bitterem Grund: Beim Einbiegen in die Blockener Straße war der in der Führungsgruppe fahrende Verdener Christian Siedlitzki schwer gestürzt. Durch die Rettungsmaßnahmen wurde der weitere Rennverlauf im Sprinttriathlon beeinträchtigt. Siedlitzki kam mit schweren Schnittverletzungen ins Krankenhaus. Das Führungsfahrzeug hatte aufgrund des Unfalls den Kurs verlassen. Mit ihm war Behrens vorzeitig abgebogen und kam damit nicht in die Wertung.

Lokalmatador Sebastian Mielke holte sich im Sprint den Sieg in der Altersklasse TM 30.

Der Sieg im Sprinttriathlon ging so an den Hamburger Sergio Martin Amat (1:02:22). Tri-Wolf Mario Lawendel gelang drei Wochen nach seinem Ironman und nach stundenlanger Helferarbeit am Vormittag ein beachtlicher vierter Platz. Als Zweiter der Altersklasse TM 60 feierte Vereinskollege Uli Mix eine gelungene Generalprobe für die Deutschen Meisterschaften, die in zwei Wochen beim „Gewoba-Triathlon“ in Bremen ausgetragen werden.

Einen rundum erfolgreichen Tag am Silbersee erlebten die Zwillingsschwestern Frederike und Lea van Beek. Nachdem Frederike van Beek im Trikot der Bremer Triathlöwen schnellste Landesliga-Athletin gewesen war, holte sich Lea (SV Bremen 10) wie im Vorjahr den Sieg im Sprinttriathlon in 1:05:54 Stunden. Die beiden 19-Jährigen waren in diesem Jahr bereits bei der Junioren-DM in Grimma erfolgreich. Bei den nationalen Titelkämpfe in ihrer Heimatstadt werden sie allerdings nicht dabei sein: „Wir machen jetzt erst mal Urlaub.“

Neben den Einzelrennen waren auch die Staffelwettbewerbe mit 75 Teams stark besetzt. Auch in diesem Jahr ließ es sich Lutz Tappert als erster Vorsitzenden des LC Hansa Stuhr nicht nehmen, selbst aktiv dabei zu sein. Doch nicht nur das: Unterstützt vom Weyher Schwimm-Ass Nele Schriefer und Topläufer Sebastian Kohlwes, gelang der Sieg in der Firmenwertung.

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