Mit Coverlady besiegt der Schwarmer den berüchtigten Wall beim Spring-Derby

Hilmar Meyer wirbelt die Weltspitze durcheinander

„Der Knackpunkt ist natürlich der Wall“, sagte Hilmar Meyer nach seinem Weltklasse-Ritt mit Coverlady: „Wenn man da schlecht runter kommt, geht gar nichts mehr.“ Doch der Schwarmer schaffte es und wurde Dritter. ·
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„Der Knackpunkt ist natürlich der Wall“, sagte Hilmar Meyer nach seinem Weltklasse-Ritt mit Coverlady: „Wenn man da schlecht runter kommt, geht gar nichts mehr.“ Doch der Schwarmer schaffte es und wurde Dritter. ·

Kreis-Diepholz - SCHWARME · „Wenn man im schwersten Parcours der Welt Dritter wird, dann ist das natürlich ein ganz besonderer Erfolg und die Freude riesengroß“, versichert Hilmar Meyer, der am vergangenen Wochenende diese sagenhafte Leistung beim deutschen Spring-Derby in Hamburg Klein-Flottbek im Sattel von Coverlady vollbrachte.

Bereits zum sechsten Mal ging der Springreiter vom Reit- und Rennverein Schwarme in diesem Jahr in den legendären Klein-Flottbeker Derby-Parcours, der mit seinen Naturhindernissen allerhöchste Anforderungen an Pferde und Reiter stellt. Auch Coverlady verfügte bereits über Derby-Erfahrung, denn die 13-jährige brandenburgische Stute wurde 2010 Zweite unter ihrem damaligen Reiter Heiko Schmidt.

„Ja, der Parcours liegt ihr einfach, und sie liebt diesen Platz“, bestätigt Meyer, der nach nur zwei Abwürfen im Normalparcours den Bronzerang sicher in der Tasche hatte und viele Weltklasse- Reiter hinter sich ließ. Nur Gilbert Tillmann und Carsten-Otto Nagel blieben fehlerfrei, wobei Tillmann sich dann im Stechen mit einer Sekunde Vorsprung den Derby-Sieg holte.

Ein ausgeklügelter Trainingsplan für Coverlady sowie eine lange Vorbereitungszeit hatten diesen Erfolg möglich gemacht. Hierzu gehörte das Konditionstraining auf der Schwarmer Rennbahn ebenso wie das Training bei Olympiasieger Ludger Beerbaum, der den Derby-Parcours zum Teil nachgebaut hat. Was die Turnier-Einsätze in diesem Jahr betraf, wurde Coverlady sehr geschont, um ganz gezielt nur auf das Derby vorbereitet zu werden. Denn der Parcours mit einer Länge von 1 250 Metern, bestückt mit 17 Hindernissen und 26 Sprüngen, fordert ein Höchstmaß an Vermögen und Kondition.

„Die Basis des Erfolgs ist allerdings absolutes Vertrauen zwischen Pferd und Reiter“, ist sich der 49-jährige Meyer ganz sicher: „Und das nötige Glück darf natürlich auch nicht fehlen. Man kann alles nur Stück für Stück trainieren, denn jedes Hindernis ist schwer und die Bilanz zeigt, dass auch an jedem Fehler gemacht wurden. Der Knackpunkt ist natürlich der Wall. Wenn man da schlecht runter kommt, ist die Distanz zum nächsten Hindernis weg – und dann geht gar nichts mehr.“

Für den Morsumer Ausbildungs- und Turnierstallbetreiber wird nach Rang drei im Derby allerdings noch so einiges gehen in diesem Jahr. Da diese Veranstaltung gleichzeitig eine Etappe der Riders Tour war – eine der höchstdotierten Turnierserien Deutschlands – kassierte er 15 Tour-Punkte, die ihn zu weiteren Teilnahmen an dieser Serie berechtigen. Man darf also auf weitere Starts gespannt sein. · ilk

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