Eydelstedt verpasst Aufstieg

Hiller, Heine und das Aluminium ärgern Mörsen

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Serdar Uludasdemir (am Ball) sorgte für viel Gefahr, am Ende jubelte aber Eydelstedt mit Siegtorschütze Janick Heine (M.).

Eydelstedt - Von Cord Krüger. Als alles schon fast vorbei war, verzweifelten die Kreisliga-Fußballer des SV Mörsen-Scharrendorf am Gebälk beim SV „Jura“ Eydelstedt: Erst köpfte Serdar Uludasdemir eine Flanke von Bartosz Drozdowski an die Latte, den Nachschuss donnerte Christian Horstmann an den Pfosten (82.).

Schließlich traf Drozdowski noch den Querbalken (89.). Höhnischer Kommentar eines Zuschauers: „Das Aluminium hält in Eydelstedt!“ Doch selbst wenn die Mannschaft von Trainer Friedhelm Famulla statt der 1:2 (1:1)-Niederlage noch einen oder gar drei Punkte mitgenommen hätte – der Aufstiegstraum war angesichts der hohen Führung von Konkurrent SV Bruchhausen-Vilsen (siehe Text oben) ohnehin geplatzt. „Unser Frustsaufen hatten wir schon vorige Woche nach dem 0:1 gegen Okel“, gestand Famulla: „Trotzdem: Ich hatte eine saugeile Zeit mit diesem Verein“, bilanzierte der künftige Coach des Kreisliga-Konkurrenten TSV Lahausen.

„Auf jeden Fall geht jetzt erstmal ein Glückwunsch an die Vilser“, unterstrich Mörsens Spartenleiter Andreas Siegmann fair, „aber was wir heute an Pfosten- oder Lattentreffern hatten, geht auf keine Kuhhaut.“

Und zwar schon vor dem Wechsel. „In der ersten Viertelstunde dachte ich: Das wird ein klares Ding“, räumte Famulla ein. Denn die Partie hatte noch gar nicht richtig begonnen, da köpfte Kay-Simon Sommerfeld eine Flanke von Horstmann in die Maschen. Wiederum Horstmann legte nach 14 Minuten quer auf Sommerfeld, doch der verpasste die Hereingabe haarscharf. Kurz darauf knallte ein Freistoß von Mirsad Stublla an den Pfosten (17.). Ein weiterer Stublla-Freistoß wurde zur Beute von Eydelstedts Torwart Jonas Menck (37.) – und direkt im Gegenzug rächte sich Mörsens Chancenwucher mit dem 1:1 durch Niklas Hiller (38.), der eine Flanke von Hendrik Eickhoff verwertete.

„Der Ausgleich kurz vor der Pause hat uns natürlich in die Karten gespielt“, wusste Eydelstedts Trainer Marco Hegerfeld: „Wenn Mörsen vorher das 2:0 gemacht hätte, wäre das ein lauer Sommerkick geworden.“ So aber ging es rauf und runter. Fünf Minuten nach Wiederanpfiff bediente Uludasdemir den quirligen Sommerfeld mit einer Kopfballverlängerung, der wetzte durch, zog ab – aber Menck lenkte die Kugel an dem Pfosten. Kurz darauf rettete Mörsens Schlussmann Marcel Bavendiek im Rauslaufen gegen Hiller (53.). Eydelstedts Defensive arbeitete nun konsequenter, setzte die Anweisungen von Abwehrchef Tim Rewald um – und kam gefährlich nach vorn. In Minute 60 zu gefährlich für Frank Sander, der sich im Strafraum nur mit einem Foul gegen Hiller zu helfen wusste. Janick Heine trat zum Elfmeter an, Bavendiek hielt den mittig platzierten Schuss, doch Heine nutzte den Abpraller – 2:1 (61.).

Klar, dass die Gäste nun alles nach vorn warfen – begünstigt auch durch die Fußverletzung von Rewald, die für ihn das „Saisonende“, bedeutete, wie der 34-Jährige schmunzelnd feststellte. An der Seitenlinie sah er, wie Hiller bei einem Konter an Bavendiek scheiterte (73.) und Eickhoff knapp vorbei zielte (75.). „Wir hätten früher zur Entscheidung treffen können“, sagte Hegerfeld treffend, „aber insgesamt haben wir es clever gemacht.“

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