Austragung auf der Kippe

Am Freitag wird über Pokal-Endrunde im Schach in Kirchweyhe entschieden

Kirchweyhes Hrvoje Stevic holte gegen Solingen den entscheidenden Punkt fürs Pokal-Halbfinale..
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Durch den Sieg von Hrvoje Stevic qualifizierte sich Kirchweyhe für das Pokal-Halbfinale.

Am Freitag fällt für die Schachspieler des SK Kirchweyhe eine wichtige Entscheidung, denn dann wird darüber entschieden, ob die Endrunde im deutschen Pokal tatsächlich am 5. und 6. Dezember in Kirchweyhe ausgetragen werden kann.

Kirchweyhe – Der SK Kirchweyhe hatte im Vorfeld sehr große Anstrengungen unternommen, um das Halbfinale und Finale im Deutschen Schachpokal nach Weyhe zu bekommen. Am 5. und 6. Dezember sollten die Spiele in der Mensa der KGS Kirchweyhe über die Bühne gehen. Neben Ausichter SK Kirchweyhe (Oberliga Nord West) haben sich noch die SG Leipzig (Oberliga Ost A), die OSG Baden-Baden und die SG Deizisau (beide 1. Bundesliga) qualifiziert. Doch die Austragung ist aufgrund der Corona-Pandemie längst noch nicht gesichert.

Am vergangenen Freitag trafen sich die vier Halbfinalisten sowie Thomas Wiedmann (Schiedsrichter und Pokal-Spielleiter) und Gregor Johann (Spielleiter im Deutschen Schachbund) zu einer virtuellen Konferenz. Über den Inhalt sagt Kirchweyhes Spartenleiter Peter Orantek: „Es wurde darüber diskutiert, ob, wie und wann die Spiele über die Bühne gehen können.“

Clubchef Orantek: „Die Vereine wollen alle spielen“

Auf dem Tisch lagen drei Vorschläge, die Wiedmann den Teilnehmern präsentierte. Erstens: Die Absage der gesamten Veranstaltung. Recht schnell votierten die Vereine dagegen. Zweitens: Eine Verlegung der Endrunde auf den 13./14. März oder aber noch weiter nach hinten in den Sommer hinein. „Die Begeisterung der Teams hielt sich in Grenzen“, meinte Orantek. Und drittens: Am ursprünglichen Termin Anfang Dezember wird festgehalten. Kirchweyhes Chef meinte dazu: „Die Vereine wollen alle spielen. Teilweise auch aus finanziellen Gründen, um ihre Sponsoren zu bedienen.“

Danach nahm der 68-Jährige Kontakt zur KGS und auch zum Gesundheitsamt in Diepholz auf, das dem Event zustimmen muss. Da es nur einen teilweisen Lockdown gibt und Schach als Einzelsportart geführt wird, gab die Behörde die Verantwortung an Orantek weiter: „Sie haben sich da schon ein wenig rausgestohlen. Aber das alles hat die Grundlage, dass in Niedersachsen das Gesundheitsamt eine derartige Veranstaltung nicht genehmigen muss.“

Schachspieler aus Kroatien könnten in Kirchweyhe eingesetzt werden

Aber so ganz wohl in seiner Haut fühlt sich Orantek nicht: „Deshalb haben wir heute noch einmal eine Konferenz, auf der wir festlegen wollen, ob es denn nun im Dezember klappt oder nicht. Ich habe für unsere ausländischen Großmeister jedenfalls noch keine Flüge gebucht.“ Zu denen zählen Spieler aus Serbien und der Mongolei, die ohnehin nicht anreisen werden. Eventuell könnte Orantek Spieler aus Kroatien einsetzen.

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