Trainer der HSG Barnstorf/Diepholz lobt Arbeit seines Ex-Spielers Wolken in Neerstedt

Heute grippegeschwächt zu Dag Riekens alter Liebe

Da schauten die Neerstedter Marcel Kasper (l.) und Marcel Reuter (r.) im Hinspiel nur zu, wie Barnstorfs 30-jähriger Allrounder Bastian Carsten-Frerichs in die Abwehrlücke stieß und frei zum Wurf kam.

Neerstedt - Dag Rieken kehrt gern zurück in die Neerstedter Halle – die Heimat des TV Neerstedt, den er bis 2015 fast sieben Jahre lang trainiert, ihn in die Regionalliga geführt und nach der Rückkehr in der Oberliga zum gefürchteten Handball-Kollektiv ausgebaut hatte.

Inzwischen besucht der Trainer der HSG Barnstorf/Diepholz seinen Ex-Club oft, um nächste Gegner zu beobachten. Denn erstens muss der Wildeshauser dafür nicht weit fahren, und zweitens „ist es schön, auf alte Bekannte zu treffen. Auch zu Björn Wolken habe ich einen guten Draht – wir tauschen uns regelmäßig aus“, sagt Rieken über seinen früheren Spieler und heutigen TVN-Coach: „Er hat die richtigen Maßnahmen ergriffen.“ Rieken ist also gewarnt vor dem heutigen Oberliga-Auftritt seines Tabellenzweiten ab 20 Uhr beim TVN.

Vor allem lobt der 48-Jährige „Björns ruhige Art und die gute Arbeit mit den jungen Leuten“. Auch dadurch sei der Kader des Tabellenzehnten aus dem Kreis Oldenburg inzwischen breiter aufgestellt – unter anderem mit Linkshänder Kyan Petersen im rechten Rückraum sowie den jungen Linksaußen Paul Schröder und Hendrik Legler. „Ein paar der ersten sieben Feldspieler kenne ich aber noch aus meiner Zeit als Trainer“, verdeutlicht der B-Lizenz-Inhaber – und warnt vor den „Konstanten“ Andrej Kunz (44 Tore), Eike Kolpack (37 Treffer) sowie den Brüdern Malte und Marcel Kasper. „Dass Björn Marcel reaktiviert hat, war ein guter Schritt“, urteilt Rieken: „Im Hinspiel gegen uns hatte er nach zwei Jahren Pause noch Probleme, aber inzwischen nicht mehr.“

„Wir sind also auf der Hut“

Davon durfte sich der HSG-Coach am Samstagabend bei seinem jüngsten Abstecher nach Neerstedt überzeugen, als Marcel Kasper vier Tore gegen die SG HC Bremen/Hastedt warf. „Dieses Spiel hätte Neerstedt nicht verlieren müssen – wir sind also auf der Hut“, unterstreicht Trainer Rieken angesichts der knappen 24:26-Niederlage. Unter anderem warnt er vor „der guten Spielstruktur, dem hohen Tempo nach vorn und der aggressiven Deckung“.

Tags zuvor hatte die HSG jedoch ähnlich viel Biss gezeigt und in Edewecht einen wichtigen Sieg eingefahren. „Da haben mir unser Zusammenhalt, die taktische Disziplin und die gute Abwehrarbeit gefallen“, bilanziert der Pädagoge: „Und das, obwohl wir den einen oder anderen Ausfall zu verkraften hatten.“

Viel besser sieht das auch heute Abend nicht aus, denn Martin Golenia muss wegen seines Kreuzbandrisses ebenso zusehen wie Tomas Lenkevicius nach seinem Außenbandanriss im Knie. Torjäger Kamil Chylinski hat seine Schulterblessur zwar auskuriert, lag aber unter der Woche mit einer Grippe flach. Jan Linné plagte sich ebenso mit einer Erkältung herum wie Cedric Quader und Torhüter Frederik Hohnstedt. „Aber Freddy ist ein Kämpfer, er wird grünes Licht geben“, meint Rieken. Andererseits habe Keeper-Kollege Jakob Kasperlik am Ende den Sieg in Edewecht gerettet, und Donatas Biras stünde ebenfalls zur Verfügung.

Für Abwehr-Allrounder und Außenspieler Bastian Carsten-Frerichs gilt das ebenso: Neerstedts Urgestein, der seinem Trainer 2015 vom TVN nach Barnstorf folgte, freut sich ebenso auf die Rückkehr wie sein „Chef“. „Und Bastian hat einen noch kürzeren Weg“, sagt Rieken. 

ck

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