SPIELER DES WOCHENENDES Sulingens Lars Mesloh: Ziel erreicht am 33. Geburtstag

Herzlichen Glückwunsch!

Gibt nicht nur mit Ball eine gute Figur ab: Lars Mesloh vom FC Sulingen. Er „ist auch menschlich ein top Typ“, findet sein Trainerkollege Stefan Rosenthal.
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Gibt nicht nur mit Ball eine gute Figur ab: Lars Mesloh vom FC Sulingen. Er „ist auch menschlich ein top Typ“, findet sein Trainerkollege Stefan Rosenthal.

Sulingen – Ein Stadtderby-Sieg ist immer etwas Schönes. Davon hat Lars Mesloh in seiner langen fußballerischen Karriere schon einige gefeiert. Doch wenn man erst in der zweiten Halbzeit eingewechselt wird, zwei Treffer sowie zwei Tor-Vorlagen zusteuert und am Ende mit einem 7:1-Erfolg belohnt wird, ist es etwas ganz Besonderes. Und genau das gelang Mesloh am Sonntag, als er mit seinem Bezirksligisten FC Sulingen die Landesliga-Reserve des TuS Sulingen fast im Alleingang deklassierte. „Für solche Partien spiele ich Fußball. Aber ganz ehrlich: Ich kann mich nicht daran zurückerinnern, dass mir so etwas zuvor schon mal in einer Halbzeit gelungen ist“, berichtet der Offensivspieler, der heute seinen 33-jährigen Geburtstag feiert.

Und mit seinem starken Auftritt hat sich Mesloh, der bei einer Kirchdorfer Firma als Garantiemanager arbeitet, bereits einen Wunsch erfüllt: „Mein großes Ziel war es immer, irgendwann mal selbst als Spieler des Wochenendes in der Zeitung aufzutauchen.“ Pünktlich zu seinem 33. geht auch dieser Herzenswunsch in Erfüllung.

Doch Mesloh besticht nicht nur durch seine Offensiv-Qualitäten, sondern „ist menschlich einfach ein top Typ“, wie Stefan Rosenthal findet, mit dem er zusammen mit Lukas Koop ein Trainer-Trio bei den Landesliga-C-Junioren der JSG Sulingen bildet: „Auf Lars ist immer Verlass. Ich kann ihn ohne Probleme nachts um drei Uhr anrufen. Auch charakterlich ist er einwandfrei, total engagiert – auch sozial. Wenn wir zum Beispiel eine Spendenaktion für die Tafel initiieren, ist Lars der Erste, der zusagt. Er gibt auf und neben dem Platz immer 110 Prozent. Das schätze ich sehr an ihm.“

Die ersten Erfahrungen im Trainer-Business sammelte der Werder-Bremen-Fan vor drei Jahren: „Damals kam der Verein auf mich zu, fragte, ob ich mir vorstellen könnte, als Coach im Jugendbereich zu arbeiten.“ Er konnte. „Erst habe ich die U 12, dann die U 13 trainiert. Jetzt bin ich seit Anfang der Saison mit Stefan und Lukas für die C-Junioren verantwortlich. Es macht mir sehr viel Spaß.“

Allerdings sieht sich der „Lange“, wie er im Club wegen seiner Körpergröße von 1,96 Meter genannt wird, zukünftig nicht als hauptamtlicher Coach. „Dafür spiele ich noch viel zu gerne selbst Fußball. Ich möchte noch so lange kicken, wie es mein Körper zulässt. Wenn es für die Erste nicht mehr reichen sollte, habe ich kein Problem damit, für die Zweite oder die Altherren aufzulaufen.“

Doch mit der Leistung, die Mesloh aktuell an den Tag legt, ist er aus der ersten Mannschaft kaum wegzudenken, wie sein Trainer Sascha Jäger bestätigt: „Ich schätze Lars sehr. Er hat eine absolute Siegermentalität, ist ein unangenehmer Gegenspieler, der total ehrgeizig ist. Von solchen Spielern gibt es nur wenige. Ich bin sehr froh, ihn in meiner Mannschaft zu haben. Gerade als Typ ist er für uns enorm wichtig.“

Wie ehrgeizig er ist, verdeutlicht auch folgende Aussage. „Wenn ich mal ein Trainingsspiel verliere, habe ich erst einmal eine dicke Krawatte. Das ist bei mir eben so“, erklärt das Geburtstagskind, das bereits seit 2004 für den FC Sulingen aktiv ist. Und genau deswegen wird er von seinem Trainer und seinen Mitspielern so sehr geschätzt.

Insofern kommt für Mesloh ein Vereinswechsel überhaupt nicht in Frage: „Dafür liebe ich den FC Sulingen einfach zu sehr. Der Verein ist für mich wie eine Familie.“

Von Julian Diekmann

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