Startnummer 36

Tischtennis-Mannschaft des TV Stuhr gelingt der Aufstieg

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Stuhrer Siegertypen (hinten v.l.): Florian Krabbe, Volker Böhner, Torsten Kandelhard und Dariusz Piotrowski sowie (Mitte v.l.): Timo Blum und Klaus Krabbe. Vorn ist Marvin Böhner zu sehen.

Stuhr -  Der TV Stuhr schickt sich langsam aber sicher an, dem TSV Heiligenrode als Zugpferd des Tischtennis-Kreises Diepholz Konkurrenz zu machen: Noch rangieren die Heiligenroder Herren als Landesligist zwar eine Spielklasse über dem TVS, doch immerhin trennen den Aufsteiger in der Bezirksoberliga nur zwei Punkte vom zweiten Platz und der damit verbundenen Aufstiegsrelegation.

Eine rasante Entwicklung, die man vor einiger Zeit wohl selbst in Stuhr kaum für möglich gehalten hätte. Noch vor fünf Jahren dümpelte das Team aus der Gemeinde Weyhe in der 2. Bezirksklasse herum, ehe sich mit der Verpflichtung von Volker Böhner urplötzlich der Erfolg einstellte. Angeführt vom routinierten Aufschlagspezialisten schaffte Stuhr erstmalig den Sprung in die 1. Bezirksklasse und zählte fortan zu den deutlich besseren Adressen der hiesigen Region.

Zumal der TVS das Glück hatte, nach Böhner auch noch den langjährigen Drittliga-Akteur Klaus Krabbe für sich gewinnen zu können. „Mein Sohn Florian hat ja von Kindesbeinen an in Stuhr gespielt und rückte gerade in die erste Herren. Mal mit ihm in einer Mannschaft spielen zu können, war natürlich für mich ein großer Anreiz. Zumal sich meine ehemalige Mannschaft aus Delmenhorst aufgelöst hatte und ich auch noch in der Nähe der Stuhrer Halle wohne“, schildert Krabbe senior seine Beweggründe für das Anheuern beim TV Stuhr.

Spätestens jetzt war mit dem Team natürlich zu rechnen, was der souveräne Meistertitel in der 1. Bezirksklasse schnell bestätigen sollte. Trotzdem stand das TVS-Projekt nur zwei Jahre später fast schon vor dem Aus. Denn: Trotz weiterer hochkarätiger Verstärkungen durch Torsten Kandelhard und Dariusz Piotrowski scheiterten Krabbe und Co. zweimal nacheinander am anvisierten Bezirksoberliga-Aufstieg.

Doch noch wollten sich die Stuhrer laut ihrer Nummer eins nicht geschlagen geben: „Wir haben uns vor der vergangenen Serie gesagt, dass es diesmal klappen muss, oder wir lassen es. Auf Dauer wäre die Bezirksliga für unsere Truppe einfach zu niedrig gewesen.“ Ohne Zweifel wäre sie das – aber im dritten Anlauf wurde Stuhrs Beharrlichkeit ja auch belohnt. In souveräner Manier nutzte das Kreisteam seine selbst auferlegte letzte Chance, zog in der gesamten Saison lediglich gegen den SC Uchte den Kürzeren und stieg mit beeindruckenden 38:2 Punkten in die Bezirksoberliga auf.

Ein toller Erfolg, der laut Spitzenspieler Krabbe aber noch nicht das Ende der Fahnenstange darstellen muss: „In dieser Saison werden wir Gümmer wohl wahrscheinlich nicht mehr abfangen können, aber auf Sicht sollte vielleicht sogar die Landesliga möglich sein. Schließlich haben wir in Marvin Böhner, Malte Wibbing oder Jacob Martin hoffnungsvolle Nachwuchstalente in der Hinterhand. Wenn wir die gut in den Herrenbereich integrieren, könnten wir in der Zukunft mit der Ersten Landesliga und der Zweiten Bezirksliga spielen.“

Stolze Ziele, die Heiligenrode in Alarmbereitschaft versetzen sollten. Geht Stuhrs Höhenflug weiter, erscheint eine Wachablösung zumindest nicht unmöglich.

drö

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