Herber Verlust für Landesligist TuS Sulingen

Wegen Wnuck: Meyer geht runter

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Manuel Meyer hat den Spaß verloren, für den TuS Sulingen in der Landesliga zu spielen.

Sulingen - Das ist mal ein echter Hammer im heimischen Fußball: Manuel Meyer zieht sich nach dieser Saison aus der Landesliga-Mannschaft des TuS Sulingen zurück, weil er nicht mit dem künftigen Trainer Björn Wnuck kann. „Unter ihm werde ich nicht spielen“, sagt Meyer und erklärt: „Das ist eine alte Geschichte. Wir haben versucht, uns auszusprechen. Das hat aber nicht geklappt.“ Immerhin bleibt der 32-Jährige dem Verein erhalten – als Co-Trainer der U23, die in der nächsten Saison in der Kreisliga spielen wird. Das Traineramt wird dort Sascha Jäger übernehmen.

„Das hatten wir uns alles natürlich etwas anders vorgestellt“, seufzt Thorsten Neumann. Der Teammanager musste schon den Rückzug seines Trainerteams verkraften, das aktuell noch für die Landesliga-Mannschaft und auch die U23 zuständig ist. Coach Walter Brinkmann zieht es nach fünf Jahren beim TuS zum SV Heiligenfelde, Co-Trainer Thorolf Meyer legt eine Pause ein. Zudem kündigte Defensivspezialist Maarten Schops sein Karriereende an. Ein ganz schöner Aderlass. Immerhin gibt es vom Rest der Landesliga-Truppe „nur Zusagen“, versichert Neumann. Der Meyer-Rückzug hat demnach keine Nachahmer gefunden.

„Wir verlieren in Manuel natürlich einen hervorragenden Spieler“, sagt Neumann, betont aber zugleich: „Wir wussten erst nichts von den Problemen der beiden. Und als wir davon gehört haben, dachten wir, das sei zu kitten. Das ist es aber nicht. Immerhin bleibt uns Manuel erhalten.“ In der U23. Dort möchte Meyer allerdings nur im Notfall auflaufen: „Ich will doch keinem jungen Spieler den Platz wegnehmen.“ Aber aufzuhören, das ist auch kein Thema. „Ich habe noch richtig Lust, fühle mich gut – vielleicht spiele ich ja irgendwann wieder in der Ersten.“ Ein Vereinswechsel sei quasi ausgeschlossen, sagt Meyer, der bei einem Sponsor des Clubs arbeitet: „Ich bin ein Grüner, und das möchte ich auch bleiben.“ Vielleicht spart sich der Freistoß-Experte, der Anfang des Jahrtausends bei Borussia Mönchengladbach auf dem Sprung zum Profi war, deshalb auch jegliche Kritik an der Trainerwahl seines Clubs: „Es ist ein Einzelschicksal. Nur weil es einem Spieler nicht passt, muss der Verein doch nicht einen anderen Trainer nehmen. Nach Walter Brinkmann ist Björn vielleicht die beste Lösung für den TuS. Für mich ist es doof gelaufen.“

Welches Problem Meyer mit dem zwei Jahre jüngeren Wnuck hat, darüber möchte der 32-Jährige nicht sprechen. Nur so viel: Es rührt her aus der gemeinsamen Zeit beim BSV Rehden zwischen 2009 und 2012. Danach wechselte Meyer zum TuS und war maßgeblich beteiligt am Höhenflug der Sulinger. Immer wieder lotste er ehemalige Rehdener Kollegen zu seinem Jugendverein – Wnuck hätte er sicher nie empfohlen.

Dieser indes wundert sich noch immer über Meyers Rückzug. „Ich hätte gerne mit ihm zusammengearbeitet. Er hat mir seinen Rückzug auch nicht wirklich begründet“, sagt Wnuck: „Aber ich akzeptiere das. Wenn er nicht will, ist das okay. Reisende soll man nicht aufhalten.“

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