Fünfsatz-Krimis gehen an die Gäste

0:3-Pleite für Werder Bremen in der Tischtennis-Bundesliga gegen Post SV Mühlhausen

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Neben Gustavo Tsuboi verlor auch Werders Spitzenspieler Bastian Steger (Bild) seine Partie in fünf Sätzen.

Bremen - Schlechter hätte das Wochenende aus Sicht des SV Werder Bremen definitiv nicht verlaufen können: Erst scheiterten die Bundesliga-Kicker am Samstag dank unfassbar viel Pechs mit 1:2 beim VfB Stuttgart, dann einen Tag später die Tischtenniscracks um Spitzenspieler Bastian Steger mit 0:3 am PSV Mühlhausen. Ein rabenschwarzes Wochenende also für die Grün-Weißen.

Offenbar hatte Glücksgöttin Fortuna an diesem Wochenende einen weiten Bogen um die Hansestadt gemacht. Denn: Auch wenn sich die nackte 0:3-Niederlage deutlich anhört, eigentlich lieferte Werder den zuvor leicht favorisierten Gästen ein Duell auf Augenhöhe. Allerdings fehlte bei Mühlhausen auch Vize-Europameister Ovidiu Ionescu, der nach seinem Einsatz in der Champions-League am Freitag im russischen Orenburg ein leichtes Ziehen im Oberschenkel verspürte und zur Sicherheit geschont wurde. Natürlich ein klarer Vorteil für die Hausherren. 

Doch es gibt halt Tage, da wäre man besser im Bett geblieben. Und einen ebensolchen erwischte ausgerechnet Steger. Sonst eigentlich die Zuverlässigkeit in Person, verspielte der deutsche Nationalspieler gegen Lubomir Jancarik eine komfortable 2:0-Satzführung und zog noch mit 9:11 im Entscheidungssatz den Kürzeren. „Das passiert Basti höchstens einmal pro Saison“, ächzte Bremens Trainer Cristian Tamas: „Leider passte das perfekt zu unserem unglücklichen Auftritt.“

Stimmt auffallend, da dem SVW auch in den nächsten beiden Partien das Pech am Schläger klebte. Zuerst Hunor Szöcs, der gegen Doppel-Europameister Daniel Habesohn ein beherztes Match bot, doch am Ende nach vier äußerst engen Sätzen passen musste. 

Noch bitterer: Direkt im Anschluss lag Bremens Neuzugang Gustavo Tsuboi gegen Steffen Mengel schon mit 2:1-Sätzen in Front und führte im vierten Durchgang ebenfalls bereits mit 4:0. „Aber dann hat Mengel wesentlich besser returniert und Gustavo sofort unter Druck gesetzt“, seufzte Tamas. Die Folge: Mengel triumphierte schlussendlich mit 11:7 im entscheidenden fünften Satz.

Bei nunmehr 4:6-Zählern muss man den Bremer Start also eindeutig als misslungen bezeichnen. Keine Frage, am kommenden Sonntag stehen die Grün-Weißen beim punktlosen Tabellenschlusslicht TTC Indeland Jülich durchaus schon etwas unter Druck. Was Tamas auch gar nicht abzustreiten versuchte: „Wenn wir die Playoff-Plätze nicht frühzeitig aus den Augen verlieren wollen, dann müssen wir Sonntag in Jülich unbedingt gewinnen. 

drö

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