Henze ist alarmiert, verfällt aber nicht in Panik – und sieht aktuell keinen Grund für eine Fußballpause

Andreas Henze
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Andreas Henze

Heiligenrode, Schwarme, Sulingen, Barnstorf: Die Orte, an denen die Corona-Pandemie Auswirkungen (wie Spielabsagen) auf den Amateurfußball hat, verteilen sich über den gesamten Landkreis Diepholz. „Das sehe ich mit Sorge, da es sich so weit erstreckt. Wir sind gewarnt“, sagt Andreas Henze, Vorsitzender des Fußballkreises, „aber wir verfallen nicht in Panik“. Er sei „froh, dass unsere Vereine sehr, sehr vorsichtig sind und bei Zweifeln lieber absagen.“ An erster Stelle stehe die Gesundheit, betont der Bassumer, „erst an zweiter oder dritter Stelle der Fußball.“

Henze sieht die aktuell nicht gerade positive Entwicklung und meint: „Die Dynamik ist da. Es wird in den nächsten Wochen und Monaten verstärkt zu Absagen und Verlegungen kommen.“ Die Anfang September begonnene Saison wegen generell steigender Coronazahlen und zunehmender Spielabsagen im NFV-Kreis Diepholz nun zu unterbrechen, ist laut Henze jedoch bislang nicht erforderlich: „Wir haben genügend Puffer in die Spielpläne eingebaut und können zum Beispiel auch mal für drei Wochen aussetzen – momentan ist das aber nicht nötig.“ Ebenso kein Thema sei in der jetzigen Situation ein kompletter Abbruch der Saison, deren Austragung sich die Vereine mehrheitlich so gewünscht hatten: „Das sehe ich nicht.“

Bei den vorsorglichen Absagen hebt Henze hervor, dass der Kreis eine nicht so strenge Linie fahre wie auf Bezirks- oder Verbandsebene. „Wenn bei uns vorsichtshalber abgesagt wird, weil es Verdachtsfälle gibt, wird das Spiel verlegt. Ist der Gegner damit nicht einverstanden, prüfen wir, inwieweit die Absage gerechtfertigt ist.“ Da besteht die Gefahr, dass Clubs dieses Vertrauen missbrauchen und mit dem Hinweis auf Corona-Verdachtsfälle absagen, wenn sie gerade mal keine Mannschaft vollbekommen. „Wir appellieren an die Eigenverantwortung der Vereine, genau abzuwägen, ob eine Verlegung notwendig ist“, sagt Henze.

Tritt oberhalb der Kreisebene ein Verein wegen Corona-Verdachtsfällen nicht an, müsse er sich laut Henze mit seinem Gegner einigen – was nicht immer klappt. Siehe Bezirksligist TSV Bassum, der auf die Partie bei der TSG Seckenhausen verzichtete. Die TSG wiederum unterstrich, sie habe – in puncto Sicherheit und Hygiene – alles für eine Austragung getan und werde nicht verlegen. Ob Bassum nun automatisch mit 0:5 verliert, entscheidet sich heute. „Das werden wir besprechen“, kündigte Bezirksligia-Staffelleiter Axel Rose gestern an und ergänzte: „Wir werden uns an die Spielordnung halten.“ Klingt nicht gut für Bassum. Dem Verband seien jedoch laut Rose ein wenig die Hände gebunden, „wenn nicht wirklich verbrieft ist, dass es einen Kontakt zu einem Infizierten gegeben hat“.  mr/wie

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