Brinkums Torwart in Bremervörde gefordert

Hellbernd gönnt Sadeghi jede Minute

Brinkum - So leicht wie morgen im Spiel beim TSV Bremervörde (18 Uhr) ist es Sven Engelmann in dieser Oberliga-Saison noch nie gefallen, sich für einen Mann im Tor des FTSV Jahn Brinkum zu entscheiden.

Das liegt auch an der eindrucksvollen Leistung von Aschkan Sadeghi beim Coup gegen Schwanewede (27:24). Das liegt aber vor allem daran, dass Hauke Hellbernd morgen einfach nicht da ist – privater Termin anstatt Handballspielen in der Halle des aktuellen Meisters, der sein Aufstiegsrecht im Sommer nicht wahrgenommen hat.

Die Einsatzzeiten des 27- jährigen Hellbernd sind in dieser Saison noch überschaubar, obwohl er aus drei vorherigen Jahren in Brinkum und zwei weiteren in Cloppenburg über insgesamt fünf Jahre Oberliga-Erfahrung verfügt. In der Schweiz spielte er sogar ein Jahr in der „1. Liga“, die allerdings ein wenig schummelt, weil sie nur die dritthöchste Klasse ist.

„Ich lege den Fokus mehr auf die Arbeit (in der Entwicklungsabteilung eines Automobilzulieferers in Bremen, Anm. d. Red.), und ich hätte es bislang ja auch nicht besser machen können als Aschkan, machen wir uns nichts vor“, gönnt Hellbernd seinem Torhüterkontrahenten jede Minute. Zudem hatten sich die Konkurrenten vor dem ersten Anwurf in der Oberliga gegen ihren Trainer ausgesprochen, der ein Wechselspiel geplant hatte. „Ich sehe beide als gleichwertig“, meint Engelmann dann auch. Der Eine (Sadeghi) komme eher über seine Reflexe, der Andere (Hellbernd) tue sich leichter, die Wurfbilder der gegnerischen Schützen zu lesen. Dennoch: Engelmann akzeptierte den Wunsch seiner Torhüter, will aber trotzdem verhindern, dass einer von beiden lange Zeit auf Spielpraxis verzichten muss. Sonst gebe es Probleme, sobald sich ein Keeper verletzt. Oder einer ausfällt, so wie morgen. Gut möglich, dass Hellbernd gegen die heimstarken Gastgeber, die insgesamt bislang jedoch enttäuschten (8:8), seine Chance bekommen hät-

Stelljes sitzt für den

Notfall auf der Bank

te. Denn: „Wenn, wie in Bremervörde, mit Backe gespielt wird, hat Hauke seine Vorteile“, sagt Engelmann. Und die auszuspielen, wäre gegen den hervorstechenden TSV-Rückraum (Adnan Salkic links, Timo Meyn rechts) und den von nur einem Gegenspieler kaum zu beherrschenden, hünenhaften Kreisläufer Marcus Hölling wichtig gewesen.

Ganz allein auf weiter Flur ist Aschkan Sadeghi (27) aber nicht. Sollte deutlich mehr Erfahrung gefragt sein, hält sich sein Torwarttrainer Andreas Stelljes bereit. Der 48-Jährige hat in der vergangenen Saison noch in der zweiten Mannschaft ausgeholfen, Ende Oktober in Fredenbeck rückte er sogar kurz zwischen die Oberliga-Pfosten, weil Sadeghi die Rote Karte gesehen hatte. Aber auch Stelljes zähle auf Sadeghi, erzählt Engelmann: „Für Andreas sind der nächste Tag und auch noch der Montag immer ziemlich schmerzhaft, wenn er vorher gespielt hat.“ Ein Tribut ans Alter. · ahe

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