Startnummer 11: Jens Oehlmann

Jens Oehlmann

Jens Oehlmann

Heiligenrode - Von Carsten Drösemeyer. Keine Frage, die Verpflichtung von Jens Oehlmann hat sich für Tischtennis-Landesligist TSV Heiligenrode schon längst als echter Glücksgriff erwiesen: Seit drei Jahren schlägt der 22-Jährige für das Zugpferd des Diepholzer Kreises auf und entwickelte sich schnell zum absoluten Leistungsträger. An Position fünf begann der Fernwerk-Mechaniker damals, ehe er dank konstant starker Leistungen in dieser Saison sogar erstmals als Spitzenspieler grüßte.

Zwar muss Oehlmann seine Spitzenposition zur Rückrunde wohl an Andre Nieber abtreten, aber auch dank seiner gelungenen Performance („Im Einzel hätte es mit fünf Siegen etwas besser laufen können, doch dafür komme ich im Doppel mit Viktor Mittelstädt auf eine 10:2-Bilanz.“) darf sich Heiligenrode als Tabellenzweiter weiterhin berechtigte Hoffnungen auf die Verbandsliga-Rückkehr machen.

Laut dem variablen Angriffsspieler auch das erklärte Ziel des TSV: „Schon letzte Saison sind wir nur knapp gescheitert. Diesmal klappt es dann hoffentlich. Entweder wir holen den Zwei-Punkte-Rückstand auf Bledeln noch auf, oder wir packen es über den Umweg der Relegation. Letztes Jahr sind ja auch alle drei Teilnehmer am Ende in der Verbandsliga gelandet.“

Doch selbst bei einem erneuten Scheitern würde Oehlmann Heiligenrode wohl erhalten bleiben. Schließlich fühlt er sich laut eigener Aussage „pudelwohl“ beim TSV: „Ich habe den Wechsel nach Heiligenrode noch keine Sekunde bereut. Sportlich läuft es gut, und im Team verstehen wir uns auch super.“ Klingt also nicht nach einem schnellen Abschied. Aber warum verschlug es den Hannoveraner eigentlich in den Diepholzer Kreis? Ganz einfach, der Liebe wegen. „Meine Freundin wohnt ja in Weyhe-Lahausen. Also habe ich mir nach der Ausbildung hier in der Nähe einen Job gesucht, bin in Bassum fündig geworden und zu ihr gezogen“, erläutert Oehlmann. Und warum schlug der Youngster seine Zelte beim TSV Heiligenrode auf? Auch ganz einfach, wie „Oehli“ erklärt: „Ich habe ja schon mit dem VfB Peine in der Verbandsliga gegen Heiligenrode gespielt und kannte die Spieler also schon etwas. Deshalb habe ich nach meinem Umzug mal beim TSV zum Training vorbei geschaut, und es hat sofort gepasst.“

Was laut Heiligenrodes Kapitän Andre Meyer übrigens für beide Seiten gilt: „Jens ist sportlich wie menschlich ein Gewinn für uns.“

Nur eine Leidenschaft von Oehlmann dürfte auch bei Meyer für Kopfschütteln sorgen. Neben Fußball-Bundesligist SV Werder Bremen (im Norden keine ganz unübliche Wahl) hat der 22-Jährige noch einen zweiten Lieblingsverein, und zwar den SV Sandhausen.

„Ich bin wohl der nördlichste Fan von Sandhausen“, lacht Oehlmann. „Bekannte meiner Eltern kommen von dort und haben mich einfach mal mitgenommen. Irgendwie gefiel es mir da auf Anhieb. Mittlerweile bin ich sogar richtig oft bei Spielen von Sandhausen in der zweiten Bundesliga dabei. Es macht einfach Spaß.“

Ähnlich wie beim TSV Heiligenrode, wo Jens Oehlmann bereits nicht mehr wegzudenken ist.

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