9:5-Sieg reicht zur Verbandsliga-Relegation

Heiligenroder Punktlandung

Heiligenrode - Von Carsten DrösemeyerWas für eine Dramatik: Um sich die Vizemeisterschaft und damit das Ticket zur Aufstiegsrelegation zu sichern, benötigte Tischtennis-Landesligist TSV Heiligenrode gegen den TTC Adensen-Hallerburg unbedingt einen Sieg, der nicht knapper als 9:5 ausfallen durfte.

Gegen den Tabellensiebten eigentlich eine machbare Aufgabe, doch Spitzenspieler Dietmar Scherf und Co. strapazierten die Nerven der rund 50 Zuschauer aufs Äußerste und zitterten sich erst nach einem wahren Wechselbad der Gefühle exakt mit 9:5 ins Ziel.

Bei gleichem Spielverhältnis reichten somit die mehr gewonnenen Spiele, um den VfL Grasdorf vom zweiten Platz zu verdrängen. Entsprechend groß war die Freude beim TSV-Youngster Tobias Hippler: „Eine geile Sache. Jetzt müssen wir aber auch die Relegation gewinnen. Schließlich sind wir alle heiß auf die Verbandsliga.“

Heiß waren die Heiligenroder schon bereits gegen Adensen – allerdings auch reichlich nervös. Dabei lief zunächst alles nach Plan. Durch eine geschickte Doppelumstellung (das eigentliche Paradedoppel Scherf/Schulz fungierte als Doppel zwei) erkämpften die Hausherren eine schnelle 2:0-Führung, die Meyer/Brosowsky nach Abwehr eines Matchballes sogar wenige Augenblicke später zu einem 3:0-Traumstart veredelten. Alles im grünen Bereich? Nicht wirklich. Nacheinander zogen Dietmar Scherf, Stefan Schulz sowie Andre Nieber den Kürzeren und auch Andre Meyer wandelte beim 8:10 im Entscheidungssatz gegen Philipp Matzke bedenklich nah ein einer Niederlage. Doch Meyer kämpfte wie ein Löwe, wehrte beide Matchbälle ab und zwang Matzke am Ende durch einen Kantenball aus der Ballonabwehr heraus mit 12:10 in die Knie.

Für Entspannung sorgte dieser Zittersieg allerdings nicht. Einem klaren 3:0 von Hippler gegen Klaus Ritterbusch standen Schlappen von Jörn Brosowsky sowie Scherf zum 5:5-Zwischenstand gegenüber, so dass jede weitere Niederlage das Aus bedeutet hätte.

Genau danach sah es kurze Zeit später auch aus, als Schulz gegen Aime Lungela im fünften Satz mit 6:10 zurück lag. Das endgültige Ende der Heiligenroder Verbandsliga-Träume? Mitnichten. Schulz egalisierte zum 10:10, wehrte anschließend einen weiteren Matchball

„Unfassbar. Damit habe

ich nicht gerechnet“

ab und triumphierte unter dem ohrenbetäubenden Jubel der Zuschauer mit 13:11. „Unfassbar. Damit hatte ich echt nicht mehr gerechnet“, schüttelte „Schulle“ ungläubig mit dem Kopf. Und es kam noch besser: In vier Sätzen ließ Nieber Philipp Matzke ins Leere laufen, so dass es Meyer und Hippler in der Hand hatten, die TSV-Vizemeisterschaft einzutüten. „Hippi“ gab sich dann auch keine Blöße und fertigte Daniel Könecke relativ problemfrei ab – nur noch ein Spiel fehlte. Doch genau dieses schien nicht zu kommen, da Meyer gegen Björn Könecke bereits mit 1:2-Sätzen und 9:10 zurück lag. Aber an diesem Tag trug der Tischtennis-Gott ein Heiligenroder Trikot. Meyer spielte drei Traumbälle nacheinander, lief dann im fünften Satz richtig heiß und bezwang Könecke mit 11:9. Der Rest war Jubel und eine Feier, die selbst in den frühen Morgenstunden noch kein Ende gefunden hatte.

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