Die ist aber nur noch viertklassig / Oldendorf auswärts mit 8:1 vom Tisch gefegt / „Wahnsinn“

Heiligenrode wieder in der Regionalliga

Heiligenrode - Unverhofft kommt tatsächlich oft. Eigentlich hatten die Tischtennisdamen des TSV Heiligenrode ihre Aufstiegsträume bereits längst ad acta gelegt. Die Vizemeisterschaft in der Oberliga schien nicht mehr erreicht werden zu können – und selbst Rang zwei hätte lediglich zur Aufstiegsrelegation berechtigt. Dachte das TSV-Quartett zumindest noch bis einem Tag vor dem Saisonabschluss bei der Spvg. Oldendorf.

Aber falsch gedacht: Durch Rückzüge in höheren Spielklassen standen plötzlich sogar drei Aufstiegsplätze zur Verfügung – und dies ganz ohne Relegation. Heiligenrode musste also „nur“ noch mit einem Unentschieden den dritten Rang verteidigen – und löste diese Aufgabe durch einen 8:1-Kantersieg in überragender Manier. Die Regionalliga kann für die Damen kommen.

Entsprechend groß war die Freude bei Heiligenrodes Nummer zwei Denise Kleinert: „Damit haben wir im Traum nicht mehr gerechnet. Wahnsinn. Jetzt freuen wir uns alle auf die neue Spielklasse.“

Die allerdings lediglich auf dem Papier eine wesentliche sportliche Verbesserung darstellt. Da künftig eine neue 3. Liga zwischengeschaltet wird, agiert Heiligenrode ab der neuen Saison unverändert in der vierthöchsten deutschen Spielklasse.

Und dort fühlt sich das Kreisteam laut Kleinert auch „bestens aufgehoben. Unser letzter Ausflug in die Regionalliga war ja ein ziemliches Desaster. Jetzt dürfte es wesentlich besser laufen. Da können wir auf alle Fälle mithalten.“

Deshalb brannte Heiligenrode auch darauf, die unverhoffte Chance zu nutzen. Von Beginn an wirkten die Gäste im „Endspiel“ um Platz drei wesentlich heißer als Oldendorf und zogen der Spielvereinigung durch zwei gewonnene Doppel früh den Zahn.

Ein regelrechter Wirkungstreffer, dem das TSV-Quartett umgehend noch zwei weitere Tiefschläge folgen ließ. Erst düpierte Kleinert Oldendorfs Spitzenspielerin Gina Henschen, dann rettete sich Nele Puls nach Abwehr von zwei Matchbällen gegen Rica Henschen ins Ziel.

Damit war die Entscheidung bereits gefallen. Die Oldendorferinnen glaubten nun nicht mehr an ihre Chance und ergaben sich ihrem Schicksal. In der Folgezeit musste nur noch Ricarda Hubert gegen Maren Henke passen – alle übrigen Partien gingen an die überglücklichen Gäste – 8:1.

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