Korbball-Bundesligist verliert Kontakt zur Spitze 

Heiligenrode verschläft gleich in zwei Partien den Auftakt

Heiligenrodes Gaby Brosowsky (re.) setzt sich hier im Bundesliga-Match gegen die SG Findorff durch. - Fotos (2): Westermann
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Heiligenrodes Gaby Brosowsky (re.) setzt sich hier im Bundesliga-Match gegen die SG Findorff durch. 

Bremen - Der Start der Korbball-Bundesliga Nord hatte es in sich für die hiesigen Mannschaften. Der TSV Heiligenrode verlor nach zwei Niederlagen den Kontakt zur absoluten Spitze, auch der TSV Barrien und die TSG Seckenhausen-Fahrenhorst punkteten nicht und stecken wieder mitten im Abstiegskampf. Nutznießer könnte Aufsteiger SV Heiligenfelde sein, der die TSG im direkten Duell klar bezwingen konnte und nun wieder Kontakt zu den Nichtabstiegsplätzen hat.

TSV Heiligenrode - SG Findorff 8:12 (2:8): Mit einem Sieg würde Heiligenrode wieder ganz oben anklopfen und einen großen Schritt Richtung DM-Qualifikation machen. Doch Tabellenführer Findorff erwischte in eigener Halle den deutlich besseren Start. In der ersten Viertelstunde spielten vor allem die Bremerinnen und ging zeitweise mit 5:0 in Front. Erst nach der Pause konnte die Mannschaft von Dagmar Schnelle auf Augenhöhe kommen. Nach einer guten halben Stunde stand es 7:9, und alles war wieder drin – doch dann konnte die SGF in der Offensive wieder mehr bewirken und den Vorsprung erneut aufbauen. „Es sollte einfach nicht mehr reichen“, bedauerte Coach Schnelle.

Oldenbroker TV - SV Heiligenfelde 7:6 (3:3): Das Tabellenschlusslicht zeigte gegen den Zweiten aus Oldenbrok ein gutes Spiel und war vor allem in der zweiten Halbzeit voll auf Augenhöhe. Die konzentrierte Abwehrleistung machte es den treffsicheren Damen von der Unterweser schwer, das Spiel zu entscheiden. Doch das 6:7 zwei Minuten vor Schluss konnte der SVH nicht mehr egalisieren. „Wir haben wieder mal ein sehr gutes Spiel gemacht, und wieder sind wir nicht belohnt worden. Für die Mädels tut es mir schon mehr als leid – immer nah dran, doch sie stehen wieder mit leeren Händen da“, fühlte Coach Jörg Spalkhaver mit.

Heiligenfeldes Christin Gröhler (am Ball) brachte es insgesamt auf zwei Körbe.

TSV Thedinghausen - TSV Heiligenrode 10:6 (5:2): Auch in der zweiten Partie gegen einen Tabellennachbarn reichte es für Heiligenrode nicht für einen Sieg. Und wieder war der Start das Problem. Nach 14 Minuten lag das Schnelle-Team schon 0:5 zurück, konnte nach einer Auszeit das Spiel aber bis zur Pause zunächst wieder besser in den Griff bekommen. Thedinghausen allerdings antwortete nach Wiederanpfiff, den so entstandenen Rückstand konnte Heiligenrode nicht mehr wettmachen. Folge: Ein DM-Platz ist fürs erste futsch, der Start ins neue Jahr ist misslungen. Doch Coach Dagmar Schnelle wusste das einzuordnen: „Das waren zwei schwere Gegner nach der Winterpause, die heute beide in der Anfangsphase wesentlich präsenter waren als wir“, erkannte sie an.

TSG Seckenhausen-Fahrenhorst - SV Heiligenfelde 2:8 (1:4): „Endlich haben wir uns belohnen können“, fielen SVH-Trainer Spalkhaver einige Steine vom Herzen. Seinem Team gelang eine durchgängig starke Leistung. Anders bei der TSG, die sich in der Winterpause einvernehmlich von Coach Torsten Behrens getrennt hatte und bei der ab sofort Anke Lisser an der Seitenlinie steht.

Anke Lisser steht jetzt an der Seitenlinie

Immer, wenn Seckenhausen-Fahrenhorst zu erwachen schien, hatte der Tabellenletzte prompt eine Antwort und stellte den alten Abstand wieder her. Die TSG wollte offenbar oft zu viel und verkrampfte regelrecht. Coach Lisser musste am Ende einiges kritisieren: „Mit der Abwehrleistung können wir zufrieden sein, mit der Trefferquote leider nicht“, resümierte sie.

Oldenbroker TV - TSV Barrien 13:7 (6:4): Gegen den Tabellenzweiten konnte Barrien nur bis zur Pause annähernd mithalten. Dann packte Oldenbrok seine große Stärke aus: traumhaft sichere Distanzwürfe. So geriet Barrien in den ersten Minuten nach der Halbzeitpause vorentscheidend in Rückstand. TSV-Trainer Manfred Otto konnte sich diesmal also nur über eine ordentliche erste Hälfte freuen. „Oldenbrok ist aber auch nicht der Gegner, den wir unbedingt schlagen müssen. Sie haben heute gezeigt, dass sie zu Recht zu den Titelaspiranten zählen“, ordnete Otto die Niederlage ein.

T SG Seckenhausen-F. - TSV Thedinghausen 4:16 (0:10): Schon in der ersten Halbzeit zog Thedinghausen der TSG den Zahn. Erst als etwas Spielfluss zustande kam und die ersten Treffer fielen, kam das Lisser-Team deutlich besser in Schwung. Für Punkte reichte es trotzdem nicht. Durch die beiden Niederlagen rutscht die TSG wieder in den Abstiegskampf hinein – nur ein Pünktchen trennt sie noch vom letzten Platz. „Wir werden in den nächsten Wochen konzentriert weiterarbeiten und möchten beim nächsten Spieltag zeigen, was wir als Team leisten können“, zeigte sich Lisser allerdings hochmotiviert für die kommenden Trainingseinheiten.

SV Brake - TSV Barrien 8:5 (2:1): Bis auf einen kurzen Tiefschlaf direkt nach dem Anpfiff, als Brake Barrien mit zwei Kontertreffern überraschte, legte das Otto-Team vor allem hinten ein sehr gutes Spiel hin. Leider lief es vorne nicht so gut – nur ein Treffer zur Pause war zu wenig. Nach dem 2:2-Ausgleich (24.) musste TSV-Korbhüterin Sarah Zieske mit einer Handverletzung passen, Brake ging mit 4:2 in Front, und Trainer Otto stellte auf Pressdeckung um. Doch das reichte nicht mehr, um das Spiel nochmal zu drehen. „Dieses Spiel haben wir in der Offensive verloren“, analysierte Otto, „denn defensiv haben wir viel Einsatz gezeigt, vorne waren wir zu statisch. Schade, da wäre mehr drin gewesen“. Nach der Niederlage gegen die direkte Konkurrenz hängt nun auch der TSV wieder unten drin. 

she

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