Tischtennis-Verbandsligist nach 7:3 nur 8:8 gegen Bolzum II / Hippler in Topform

Heiligenrode verschenkt Punkt

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Jan Grashoff

Heiligenrode - War das Glas für Tischtennis-Verbandsligist TSV Heiligenrode nach dem 8:8 gegen den SV Bolzum II nun halb voll oder halb leer? TSV-Spitzenspieler Tobias Hippler entschied sich für die zweite Alternative: „Im Vorfeld hätten wir ein 8:8 blind unterschrieben. Aber nach einer 7:3-Führung muss man eigentlich gewinnen. Es war eher ein verschenkter Punkt.“

Naja, eine etwas zu kritische Analyse. Schließlich muss man sich gegen ein Spitzenteam wie Bolzum erst einmal ein derartiges Polster erarbeiten. Doch anders als bei der deutlichen 3:9-Hinspielpleite begann das Kreisteam wie aufgedreht und kam bereits mit zwei gewonnenen Doppeln gut aus den Startlöchern.

Und Heiligenrode setzte nach. Angeführt von einem überragenden Topspieler Hippler, der in begeisternder Manier das bärenstarke Bolzumer Spitzenduo Philipp Sommer/Patrick Schöttelndreier in die Schranken wies, liefen die Hausherren regelrecht heiß und erkämpften durch weitere Einzelerfolge von Stefan Schulz, Viktor Mittelstädt und Jan Grashoff einen 7:3-Vorsprung.

Schon die Entscheidung? Nicht wirklich. Erst scheiterte Dietmar Scherf nach hartem Kampf knapp an Schöttelndreier, dann konnte Stefan Schulz gegen Julian Andreas Villescas ein 10:7 im fünften Satz nicht ins Ziel retten, und spätestens nach der Viersatzschlappe von Andre Meyer gegen Dr. Christopher Tiedje stand das Match wieder Spitz auf Knopf. Zumal Mittelstädt wenig später gegen „Noppenzerstörer“ Arnd Ahlbrecht ebenfalls passen musste – 7:7.

Eine undankbare Aufgabe für Heiligenrodes Youngster Grashoff, ausgerechnet jetzt gegen den Bolzumer Ersatzspieler Stefan Mikus an den Tisch zu müssen. Ohne Druck hätte er den Bezirksliga-Akteur wohl höchstwahrscheinlich paniert – doch nicht unter diesem enormen Druck. Hauchdünn hatte Grashoff das Nachsehen, so dass Heiligenrode erstmalig zurück lag.

Doch das Heiligenroder Schlussdoppel Scherf/Schulz bewies einmal mehr seine Nervenstärke. Der Dreisatztriumph über Sommer/Schöttelndreier rettete dem TSV zumindest noch einen Punkt – 8:8. · drö

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