Heiligenroder Damen 7:7 im Verbandsliga-Hit gegen Engelbostel 

Kleinert nach dem Krimi: „Nerven nicht im Griff“

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Gegen Engelbostel gewann Heiligenrodes Nele Puls sogar gegen eine ehemalige Bundesliga-Spielerin. 

Heiligenrode - Tabellenführung verteidigt: Obwohl die Tischtennis-Damen des TSV Heiligenrode beim 7:7 im Verbandsliga-Gipfeltreffen gegen den MTV Engelbostel-Schulenburg den ersten Punktverlust akzeptieren mussten, liegen sie weiterhin auf dem ersten Platz. Einen Tag später machte es das Kreisteam nämlich wesentlich besser und baute durch den 8:1-Kantersieg über Hannover 96 IV sein Punktekonto nach fünf Partien auf 9:1-Zähler aus.

TSV Heiligenrode - MTV Engelbostel-Schulenburg 7:7: Dieses Spitzenspiel war den Namen wert: Gleich neun Partien wurden erst im fünften Satz entschieden, wovon satte sechs an die Gastgeberinnen gingen. Trotzdem wertete Heiligenrodes Nummer zwei Denise Kleinert das Remis als „gefühlte Niederlage. Dem Spielverlauf nach hätten wir 8:4 oder 8:5 gewinnen müssen.“ Sicherlich möglich, doch auch eine TSV-Niederlage wäre denkbar gewesen, da Heiligenrode beide Doppel hauchdünn ins Ziel rettete, und anschließend Nele Puls ebenfalls erst nach einem Kampf auf Biegen und Brechen mit 3:2 über Li-Ming Xu triumphierte. „Eine ganz starke Leistung von Nele. Immerhin ist Xu eine ehemalige Bundesliga-Spielerin“, lobte Kleinert ihre Teamkollegin.

Der 3:0-Traumstart war somit für Heiligenrode perfekt, aber die Gäste zeigten sich unbeeindruckt. Bis zum Stand von 4:4 punktete lediglich noch Abwehrbollwerk Ricarda Hubert für den TSV, so dass die Entscheidung vertagt wurde. Besonders ärgerlich für Heiligenrode: Sowohl Melanie Schneider (unerwartete Fünfsatzschlappe gegen Sarah Falczyk) als auch Kleinert (nach 2:0-Satzführung und 6:2-Führung im dritten Durchgang gegen Xu noch 2:3) verpassten es dabei, Engelbostel vorzeitig auszuknocken. „Hätten wir nur eins von den beiden Spielen gewonnen, wären wir durch gewesen“, seufzte Kleinert.

So aber blieb es spannend – und zwar bis zum Schluss. Erst legten Schneider und Hubert nach Fünfsatz-Schlachten zum 6:4 vor, dann konterte die überragende MTV-Spitzenspielerin Kateryna Bashmakova zum 5:6-Anschluss. Aber Heiligenrode blieb am Drücker. Gewohnt cool stellte Puls durch ein 3:0 über Kateryna Somova den Zwei-Punkte-Abstand wieder her und servierte Kleinert den Gesamtsieg praktisch auf dem Silbertablett. Aber diese griff nicht zu. Auch dank einer gehörigen Portion Pech (beim Stand von 9:9 im fünften Durchgang glückte Kontrahentin Falczyk ein Kantenball) scheiterte Heiligenrodes Nummer zwei haarscharf an der nominell schwächsten Gästespielerin.

„Das ist eher ein Punktverlust für uns“

„Ich hatte leider meine Nerven nicht gut genug im Griff“, ärgerte sich Kleinert. Kurz darauf wuchs ihr Unmut sogar noch an, da sich das TSV-Quartett nach der erwartungsgemäßen Niederlage von Hubert gegen Xu mit einem Teilerfolg begnügen musste. „Das ist für uns eher ein Punktverlust“, maulte Kleinert nach dem 7:7.

TSV Heiligenrode - Hannover 96 IV 8:1: Den Frust des verpassten Sieges spielte sich Heiligenrode allerdings schon einen Tag später von der Seele. Gegen die Gäste aus Hannover geriet der TSV nie in Gefahr und musste lediglich eine knappe Dreisatzniederlage durch Julia Aust gegen Lucy Icking hinnehmen – 8:1. 

drö

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