„Exil-Brinkumer“ kassieren beim 0:1 gegen Schwachhausen erste Kunstrasen-Schlappe

Der Heiligenrode-Nimbus ist nur noch Vergangenheit

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Brinkums Tobias Cordes (rechts) hatte gestern in der 60. Minute Pech, dass sein Schuss nur ans Lattenkreuz klatschte. ·

Brinkum - Von Gerd TöbelmannDer Kunstrasenplatz in Heiligenrode war für die Gegner des Fußball-Bremen-Ligisten Brinkumer SV bisher stets eine uneinnehmbare Festung. Bis gestern, bis zum Match gegen den TuS Schwachhausen. Trotz drückender Überlegenheit brachte der BSV den Ball nicht über die Linie, während den Bremern eine halbe Chance reichte, um den Platz als 1:0 (1:0)-Sieger zu verlassen. Somit wartet Interimstrainer Dennis Offermann nach dem 2:2 bei OSC Bremerhaven weiterhin auf seinen ersten Sieg.

„Leider gibt es für Ballbesitz keine Punkte. Wir haben das Spiel zu 80 Prozent kontrolliert, aber eben keine Tore geschossen. Chancen waren genügend vorhanden“, meinte Offermann nach der Partie enttäuscht.

Es war gestern ein Spiel der Marke „wir hätten noch zwei Stunden spielen können und hätten nicht getroffen.“ Es war diese unsägliche Mischung aus Pech und Unvermögen, die Brinkum als volle Breitseite erwischte.

Pech hatte unter anderem Tobias Cordes, der in der 60. Minute alles richtig gemacht hatte, doch sein Schuss endete am harten Lattenkreuz anstatt ins weiche Netz zu trudeln.

Bei einer weiteren großen Möglichkeit durch den eingewechselten Dimitri Khoroshun (55.) parierte Schwachhausens Keeper Dirk Mergard prächtig – kein Vorwurf an den Schützen.

In die Kategorie „das hätte ein Tor sein müssen“ fielen die Abschlüsse von Kai Tönsmeyer (75.) und Steffen Röpke (90.+2). Tönsmeyers Kopfball aus drei Metern fiel Mergard genau in die Arme. Ebenso verhielt es sich bei Röpke, der in der Nachspielzeit freistehend aus sechs Metern nur ein Schüsschen abließ und den TuS-Keeper damit nicht beeindrucken konnte.

Ach ja. Das Gegentor entsprang auch nicht gerade einer zwingenden Aktion der Gäste. Nach einer Linksflanke hatte der ansonsten fehlerfreie Brinkumer Außenverteidiger Tom Witte alle Zeit der Welt, um den Ball zu klären. Stattdessen verließ er sich aber offenbar aufs Eingreifen seines Keepers Mathis Peters. Der jedoch tat ihm nicht den Gefallen. In Wittes Rücken schlich sich Martin Janke davon, machte den wohl längsten Schritt in seinem Leben und bugsierte den Ball aus spitzem Winkel ins Netz (35.).

Brinkum indes hatte im ersten Abschnitt außer Ballbesitz nichts Gutes zu bieten. Ein Kopfball von Dennis Jordan, der über den Balken ging, war noch die beste Möglichkeit (10.). Aber wie gesagt: Der BSV hätte wohl noch bis zum Sonnenuntergang ohne Erfolg spielen können.

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