TSV Heiligenrode ist vor dem Landesliga-Hit gegen Algesdorf gerüstet

Zweiten Platz zementiert

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Heiligenrodes Kapitän Andre Meyer fand das Unentschieden in Sorsum nicht schlimm: „Damit können wir leben.“

Heiligenrode - Ertragreicher Doppelpack für den TSV Heiligenrode in der Tischtennis-Landesliga der Herren: Beim SV Teutonia Sorsum erkämpften Spitzenspieler Stefan Schulz und Co. ein 8:8, und einen Tag später reichte es beim SSV Langenhagen sogar zu einem 9:7-Erfolg. Damit steht Heiligenrode bereits vor dem Hinrunden-Abschluss gegen Spitzenreiter TSV Algesdorf als Tabellenzweiter fest – selbst bei einer Niederlage.

SV Teutonia Sorsum - TSV Heiligenrode 8:8: „Eigentlich hätten wir die Partie auch für uns entscheiden können. Aber insgesamt können wir mit dem Punkt leben“, nahm TSV-Kapitän Andre Meyer den zweiten Heiligenroder Minuspunkt nicht allzu tragisch. Dabei hätte er durchaus ungehalten sein können, da die Gäste in acht Fünfsatzspielen nur zweimal den Tisch als Sieger verließen. Weiterer Wermutstropfen für Heiligenrode: Angesichts eines perfekten 3:0-Doppelstarts lag das Kreisteam zu Beginn eigentlich schon klar auf Siegkurs, ehe vier Einzelpleiten am Stück für Ernüchterung sorgten.

Ein Doppelschlag von Jörn Brosowsky und Andre Meyer brachte den Gästen zwar die Führung zurück, doch wie im ersten Durchgang blieb anschließend Heiligenrodes Spitzenduo Stefan Schulz/Jens Oehlmann glücklos. Schulz scheiterte mit 2:3 an Harald Bettels und Oehlmann unterlag gegen Hendrik Hartz ebenfalls in fünf Sätzen. Und es hätte für den TSV sogar noch schlimmer kommen können, da Viktor Mittelstädt gegen Christoph Schlote schon zwei Matchbälle gegen sich hatte. Zum Heiligenroder Glück behielt der Routinier aber die Nerven und erkämpfte den 6:6-Gleichstand. Den nach einer knappen Schlappe von Jan Grashoff das überragende untere Paarkreuz sogar in einen 8:7-Vorsprung umwandelte. Sollten die Gäste etwa doch noch beide Punkte aus Sorsum entführen? Nein, trotz einer 2:0-Satzführung zogen Schulz/Grashoff gegen Bettels/Hartz den Kürzeren, so dass sich Heiligenrode mit einem Teilerfolg begnügen musste.

SSV Langenhagen - TSV Heiligenrode 7:9: Sichtlich erschöpft vom Kraftakt des Vortages fanden die Gäste zunächst nur mühsam in das Match hinein und gerieten schnell mit 1:3 in Rückstand. Doch Heiligenrode bewies Moral: Angeführt von seiner bärenstarken Nummer drei Viktor Mittelstädt, der sich im Einzel weder von Thomas Lemke noch von Hassan Shah in die Suppe spucken ließ, erfightete sich der TSV Mitte des zweiten Durchgangs eine vielversprechende 7:5-Führung. Aber wie gewonnen, so zerronnen. Nach einer Viersatzschlappe von Jan Grashoff sowie der ersten Saisonniederlage von Mannschaftsführer Andre Meyer (2:3 gegen Justin Bonhage) stand die Partie beim 7:7 urplötzlich wieder Spitz auf Knopf. „Zum Glück hat Brösel anschließend die Nerven behalten und sein Spiel trotz eines 1:2-Satzrückstands noch nach Hause geschaukelt“, atmete Meyer nach dem Fünfsatztriumph seines Teamkollegen Jörn Brosowsky über „Harakiri-Bolzer“ Kai Ahlborn tief durch. Anders als einen Tag zuvor nahmen somit Schulz/Grashoff also einen 8:7-Vorsprung mit ins Abschlussdoppel hinein. Und dieses Polster verlieh dem TSV-Duo offenbar Flügel. Abgezockt ließ die Heiligenroder Kombination Wilke/Ahlhorn in vier Sätzen zum umjubelten 9:7 auflaufen. Sehr zur Freude von Kapitän Meyer: „Die Vizemeisterschaft nimmt immer deutlichere Konturen an. Auf alle Fälle werden wir es in der Rückrunde in eigener Hand haben, uns den zweiten Platz zu schnappen und in der Relegation um den Verbandsliga-Aufstieg zu kämpfen. Damit war vor der Saison echt nicht zu rechnen.“

drö

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