Erste Bundesliga-Niederlage – keine Chance im Spitzenspiel gegen Findorff

Heiligenrode hat es erwischt

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Gegen Thedinghausen traf Heiligenrodes Jessica Pawlowsky zwei Mal, gegen Findorff ging sie leer aus. ·

Heiligenrode - Von Sandra HellmersBeim Spitzenspiel in der Korbball-Bundesliga Nord musste sich der TSV Heiligenrode Abonnementsmeister SG Findorff geschlagen geben. Der TuS Sudweyhe unterlag Gastgeber Oldenbrok, die TSG Seckenhausen-Fahrenhorst feierte zwei Siege.

TuS Sudweyhe - Oldenbroker TV 10:16 (6:7): Der Aufsteiger stellte den TuS mit seinem Rückraumspiel vor unlösbare Aufgaben. „Das ist einfach schwer zu decken; man kann nicht alle Würfe verhindern. Gleichzeitig ist es schwer, in Kontersituationen zu kommen“, erklärte TuS-Coach Alexander Mauz. Ein Zwischenhoch brachte sein Team zur Pause noch einmal heran, doch dann fiel direkt der Treffer zum 6:8. „So rennst du immer dem Rückstand hinterher“, ärgerte sich Mauz.

TSV Thedinghausen - TSV Heiligenrode 3:7 (2:3):In der ersten Halbzeit war Heiligenrodes Trainerin Dagmar Schnelle trotz der knappen Führung alles andere als zufrieden: „Unsere Würfe waren technisch unsauber ausgeführt, dadurch hatten wir viele Randtreffer.“ Nach dem Seitenwechsel reichten starke fünf Minuten mit drei Treffern in Folge, um sich vorentscheidend abzusetzen. Am Ende gewann Heiligenrode deutlich, doch Schnelle war nur mit der Abwehrleistung wirklich zufrieden: „Im Angriff haben wir unsere Chancen nicht gut genug genutzt.“

TuS Sudweyhe - TSV Barrien 14:8 (7:4):„Wir brauchten und wollten diese Punkte unbedingt”, erklärte TuS-Coach Alexander Mauz. Er hatte sein Team auf ein Kampfspiel eingeschworen, und entsprechend wach und motiviert trat Sudweyhe auf. Durch Ballgewinne rollten immer wieder Konter auf den TSV-Korb. Ganz anders Barrien: Gegen die oft körperbetont agierenden und laufstarken Sudweyherinnen war der TSV über weite Strecken überfordert und präsentierte sich zu brav. „Man hat gegen so einen Gegner wenig Chancen, wenn man sich nur auf seine spielerischen Mittel verlässt“, meinte Barriens Trainer Manfred Otto. TuS-Coach Mauz lobte besonders die präzisen langen Pässe der Korbhüterinnen Jana Nullmeyer und Luisa Schlemm.

TSV Heiligenrode - SG Findorff 1:5 (0:2): Im Spitzenspiel des Tages trafen zwei Teams mit bis dahin lupenreiner Weste aufeinander. Zu Beginn verlief die Partie ausgeglichen, doch es war symptomatisch für diesen Heiligenroder Spieltag, wie der erste Treffer zu Stande kam: „Ein zu kurz geratener Wurf unsererseits leitete einen gegnerischen Konter ein“, erklärte Trainerin Dagmar Schnelle, die erneut bei ihrer Mannschaft die sonst so starken Würfe vermisste.

In Halbzeit zwei kam der TSV durch eine Umstellung im Angriff häufig frei zum Wurf, konnte das aber erneut nicht nutzen. „Es war nicht unser Tag – erst in der 28. Minute gelang uns durch Gabi Brosowsky der Ehrentreffer zum 1:4“, meinte Coach Schnelle. Heiligenrode bleibt trotz der Niederlage auf Rang zwei der Tabelle.

TSG Seckenhausen-F. - TV Stuhr 8:6 (4:3):Aufsteiger Seckenhausen präsentierte ein Rückraumspiel, auf das sich Stuhr schnell einstellen konnte. Dafür hakte es beim TVS im Angriff, und zwar vor allem bei der Wurfqualität. Das Trainerteam Corinna Woltemade und Sandra Hellmers musste immer wieder mutlose und unpräzise Abschlüsse zur Kenntnis nehmen. Allerdings: Seckenhausen bot auch eine gute Abwehrarbeit und kontrollierte das Stuhrer Konterspiel. „Wir haben Teamgeist gezeigt; dieses Spiel hat einfach Spaß gemacht“, freute sich Trainerin Camilla Hahn.

TSV Barrien - TV Walle 1875 5:6 (4:2): Noch punktlos gingen die Wallerinnen in dieses fünfte Saisonspiel. Ihr Problem: Die etatmäßige Korbhüterin ist nach der Regeländerung zu groß. Von diesen Umstellungsproblemen wollte auch Barrien profitieren, agierte aber viel zu nervös. „Es ist uns nur selten gelungen, die groß gewachsene Waller Deckungsreihe unter Druck zu setzen“, bemängelte Trainer Manfred Otto. Trotzdem ging es mit einem 4:2 in die Pause. Und anschließend sorgte vor allem die starke Sarah Zieske am Barrier Korb dafür, dass ihre Mannschaft bis zum Schluss im Spiel blieb. Doch am Ende fehlte ein bisschen das Glück und auch der Glaube, um wenigstens einen Zähler einzusacken.

TV Stuhr - SG Findorff 3:13 (1:7): Gegen den Tabellenführer zeigte Stuhr über weite Strecken eine ordentliche Leistung. Aber es zeigte sich auch, dass das junge Stuhrer Team noch zu „grün“ ist und mit unnötigen Fehlern den Gegnern Chancen bietet. Ein Spitzenteam wie Findorff nutzt das sofort gnadenlos aus.

TV Walle 1875 - TSG Seckenhausen-F. 10:13 (5:5):Mit einem wichtigen Arbeitssieg setzte sich Aufsteiger TSG im Tabellenmittelfeld fest. Dabei schien Walle zunächst noch vom Sieg gegen Barrien beflügelt, denn vor der Pause lagen die Bremerinnen meist knapp in Front. „In dieser Phase konnte wir aber immer Anschluss halten“, analysierte Trainerin Camilla Hahn. Erst nach dem Seitenwechsel wendete sich das Blatt. Ein Sonderlob verdiente sich die starke Pia Züdel am TSG-Korb. „Wir haben heute vier wichtige Punkte geholt“, erklärte Trainerin Hahn, die mit sechs Punkten schon einen guten Abstand zur Abstiegszone zur Kenntnis nehmen durfte.

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