7:9-Niederlagen gegen Bad Pyrmont und Hüpede-Oerie / Verbandsliga schon weit weg

Heiligenrode doppelt geschockt

Jörn Brosowsky war im Einzel in guter Form – aber das reichte Heiligenrode nicht. - Foto: Westermann

Heiligenrode - Rabenschwarzes Wochenende für Tischtennis-Landesligist TSV Heiligenrode: Erst zogen Spitzenspieler Jens Oehlmann & Co. beim PSV Bad Pyrmont hauchdünn mit 7:9 den Kürzeren, dann scheiterte das Kreisteam einen Tag später ebenfalls mit 7:9 an der Spvg. Hüpede-Oerie. Laut Heiligenrodes Kapitän Andre Meyer ein erheblicher Dämpfer im Aufstiegsrennen: „Mit solchen Leistungen brauchen wir nicht von der Verbandsliga zu träumen. Jetzt dürfen wir uns kaum noch Patzer leisten.“

PSV Bad Pyrmont - TSV Heiligenrode 9:7: Eines war bereits im Vorfeld sonnenklar: Angesichts des nahezu unbezwingbaren Pyrmonter Spitzenduos Marcin Kubiak/Tomasz Golian durfte Heiligenrode keinen einzigen Zähler verschenken. Doch genau das taten die Gäste gleich zu Beginn, als beim Stand von 1:1 Schulz/Meyer das dritte Doppel gegen Münchgesang/Brix trotz einer 2:0-Satzführung noch in den Sand setzten. „Das hätte uns nie passieren dürfen. Eine ganz schwache Leistung von Schulle und mir“, maulte Meyer.

Dieser unnötige Fehltritt sollte sich für den TSV am Ende bitter rächen. Denn: Im oberen Paarkreuz gab es für Heiligenrode erwartungsgemäß rein gar nichts zu holen und an Position drei ließ sich Pyrmonts Nummer drei Robert Nadrowski ebenfalls nicht in die Suppe spucken. Acht Punkte waren somit bereits futsch, so dass die makellosen Einzelleistungen von Meyer und Jörn Brosowsky im unteren Paarkreuz sowie die beiden Erfolge von Stefan Schulz und Viktor Mittelstädt über Steffen Münchgesang den unvermeidlichen Heiligenroder Knockout lediglich hinauszögern konnten. Spätestens im Abschlussdoppel musste das Kreisteam auf die Bretter gehen – und fiel auch folgerichtig. Chancenlos scheiterten Oehlmann/Mittelstädt an Kubiak/Golian zum bitteren 7:9.

TSV Heiligenrode - Spvg. Hüpede-Oerie 7:9: Mit der Pleite beim unangenehm zu spielenden Kurort-Team hätte Heiligenrode wahrscheinlich sogar noch leben können – nicht aber mit dem Fiasko einen Tag später gegen Hüpede. Doch erneut hatten sich die Hausherren die Niederlage selbst zuzuschreiben. So verpassten Schulz/Meyer durch das unnötige 1:3 gegen Dangers/Klingebiel die vorzeitige 3:0-Entscheidung, im oberen Paarkreuz patzte das TSV-Duo Jens Oehlmann/Andre Nieber jeweils überraschend gegen Emrah Özlü und bekam zudem von Hüpedes Edelexzentriker Rudolf Varga die Grenzen aufgezeigt. Darüber hinaus konnte Mannschaftsführer Meyer beim Stand von 6:7 gegen Emrah Colovic im Entscheidungssatz einen 8:4-Vorsprung nicht ins Ziel retten. „Am Ende hat er jeden Ball getroffen“, seufzte Meyer.

So kam es, wie es kommen musste: Zwar brachte „Brösel“ Brosowsky Heiligenrode noch einmal heran, aber wie am Vortag standen Oehlmann/Mittelstädt im Abschlussdoppel auf verlorenem Posten – diesmal gegen Özlü/Beichert, die eigentlich nicht unbedingt als unbezwingbare Kombination gelten. Entsprechend ernüchternd fiel das Fazit von Meyer aus: „Das war eindeutig zu wenig. Nur Stefan Schulz war mit zwei Siegen in Topform. Viktors Leistung ging auch noch, da er gegen Horst Dangers sieben Matchbälle abgewehrt hat, aber 0:4 im oberen und 2:2 im unteren Paarkreuz reicht gegen Hüpede halt nicht.“ Und mit ähnlichen Leistungen dürfte es für Heiligenrode auch nicht zum Aufstieg reichen. - drö

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