Platz zwei erobert

TSV Heiligenrode bezwingt Angstgegner RSV Braunschweig 8:3

+
Freute sich über zwei Auswärtssiege in der Tischtennis-Damen-Oberliga: Nele Puls, Spitzenspielerin beim TSV Heiligenrode. Trotz des zweiten Platzes sagt die 21-Jährige: „Ein Aufstiegsaspirant sind wir für mich dennoch nicht.“

Heiligenrode - Alle Achtung, der TSV Heiligenrode mausert sich in der Tischtennis-Oberliga der Damen immer mehr zu einem ernsthaften Aufstiegsanwärter: Erst triumphierten Spitzenspielerin Nele Puls und Co. beim Angstgegner RSV Braunschweig überraschend deutlich mit 8:3, dann im Spitzenspiel beim Tabellendritten SSV Neuhaus verdient mit 8:4.

Keine Frage, als neuer Tabellenzweiter darf Heiligenrode mittlerweile ungeniert vom zweiten Aufstieg in Folge träumen. Zumindest die Vizemeisterschaft und die damit verbundene Regionalliga-Relegation rückt immer näher.

RSV Braunschweig - TSV Heiligenrode 3:8: „Braunschweig liegt uns nicht. Ich bin mir nicht sicher, ob wir da bestehen können“, stand Heiligenrodes Nummer eins Nele Puls der Respekt vor dem RSV-Ensemble im Vorfeld deutlich ins Gesicht geschrieben. Selten dürfte sich Puls aber wohl so gerne geirrt haben. Denn: Das Kreisteam machte von Beginn an kurzen Prozess mit dem Tabellenfünften. Ein Grund: Neben dem Traumduo Puls/Melanie Schneider verfügt Heiligenrode mittlerweile in Nathalie Jokisch/Ricarda Hubert über ein zweites formidables Doppel. Daher kam die schnelle 2:0-Führung nicht von ungefähr und stellte die TSV-Weichen frühzeitig auf Sieg. Zumal die Gäste auch im Einzel eine aufstiegswürdige Leistung ablieferten.

Insbesondere Puls trumpfte einmal mehr in herausragender Manier auf und verließ am Ende ungeschlagen die Braunschweiger Halle. Folgerichtig war sie es auch, die den RSV final auf die Bretter schickte. Gewohnt nervenstark holte Puls gegen Kristina Jeske einen 0:2-Satzrückstand auf und meißelte durch ein 12:10 im fünften Durchgang das schneidige 8:3 in Stein.

SSV Neuhaus - TSV Heiligenrode 4:8: „Dieses Wochenende lief für uns wirklich genial“, strahlte TSV-Ass Nele Puls nach dem Sprung auf Rang zwei. Für Heiligenrodes Nummer eins aber trotzdem kein Grund, vom zweiten Aufstieg in Folge zu träumen: „Daran glaube ich immer noch nicht. Wenn wir am Ende auf dem

Melanie Schneider siegt in fünf Sätzen

dritten Platz landen sollten, wäre das schon richtig cool.“ Stimmt, doch die Vizemeisterschaft wäre sogar noch cooler und mit Leistungen wie in Neuhaus wäre sie auch absolut verdient.

Wie schon in Braunschweig sorgten zwei gewonnene Doppel für einen Traumstart, und auch im Einzel gaben die Gäste durchweg den Ton an. Allen voran Heiligenrodes herausragendes Spitzenduo Puls/Nathalie Jokisch: Gegen die gewiss nicht schwachen Neuhauserinnen Linda Kleemiß und Lisa Krödel erspielte Heiligenrodes oberes Paarkreuz eine makellose 4:0-Bilanz, sodass der TSV-Triumph nie ernsthaft in Gefahr geriet.

Sogar einen der ganz seltenen Puls-Patzer konnten sich die Gäste locker leisten. Obwohl die 21-Jährige beim Stand von 7:3 hauchdünn an Marlene Andres scheiterte, zeigte das Kreisteam keine Nerven. Warum auch? Schließlich hatte der Tabellenzweite mit Melanie Schneider noch eine bärenstarke Nummer drei in der Hinterhand. Ihr etwas überraschender Fünfsatzsieg über SSV-Spitzenspielerin Kleemiß zum 8:4-Endstand hievte Heiligenrode endgültig auf Platz zwei und machte so das Wochenende laut Puls „perfekt. Das hat richtig Spaß gemacht. Aber ein Aufstiegsaspirant sind wir für mich dennoch nicht.“ Wenn sich der sympathische Youngster da mal nicht täuscht… - drö

Das könnte Sie auch interessieren

Leipzig und Augsburg mit Mühe im Pokal weiter

Leipzig und Augsburg mit Mühe im Pokal weiter

Flutkatastrophe in Indien trifft Hunderttausende

Flutkatastrophe in Indien trifft Hunderttausende

Syker Gourmetfestival

Syker Gourmetfestival

Weyher Ortsschildlauf

Weyher Ortsschildlauf

Meistgelesene Artikel

Bremer SV zieht den Brinkumern früh den Zahn

Bremer SV zieht den Brinkumern früh den Zahn

Werder startet in die Tischtennis-Bundesliga - Abschlussdoppel als Neuerung

Werder startet in die Tischtennis-Bundesliga - Abschlussdoppel als Neuerung

Dino Maielis Rote Karte hat Folgen – 1:2

Dino Maielis Rote Karte hat Folgen – 1:2

Tobias Hall hat sich beim TuS Sudweyhe zu einer festen Größe entwickelt

Tobias Hall hat sich beim TuS Sudweyhe zu einer festen Größe entwickelt

Kommentare