Startnummer 25

Anika Wilms: Stürmerin trumpft mit enormer Schnelligkeit

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Startnummer 26: Anika Wilms (l.)

Heiligenfelde - Keine Frage, am „Fußball-Märchen“ der Kickerinnen des SV Heiligenfelde hat Anika Wilms einen erheblichen Anteil. Stolze 36 Mal beförderte die 18-Jährige in der vergangenen Bezirksliga-Saison das Runde ins Eckige und trug so entscheidend zum zweiten Aufstieg in Folge und somit dem Sprung in die Landesliga bei.

Kein Wunder, dass SVH-Coach Frank-Olaf Jordan große Stücke auf seine Goalgetterin hält: „Anika ist unglaublich wichtig für die Mannschaft. Ihr größter Trumpf ist sicherlich die enorme Schnelligkeit, auf den ersten Metern läuft sie fast jeder Gegenspielerin davon. Zudem ist Anika beidfüßig und kann den Ball auch bei hohem Tempo kontrollieren. Außerdem ist sie im Team unser kleiner Sonnenschein, der immer wieder für gute Laune sorgt.“ Lob, was sich die sympathische Abiturientin zweifelsohne verdient hat. Schließlich zählt „Wilmo“ („Den Spitznamen haben mir meine Mitspielerinnen bestimmt gegeben, um mich zu ärgern.“) beim Fußball sogar eher zu den „Spätberufenen“.

Mit 16 schon Stütze der Damen-Mannschaft

Erst mit elf Jahren schloss sie sich dem SV Heiligenfelde an, nachdem Wilms zuvor lediglich mit ihren Nachbarn gekickt hatte. Doch schnell zeigte sich das große Talent der angehenden Studentin. Schon als 16-Jährige zählte die Sykerin zu den absoluten Leistungsträgerinnen der ersten Damenmannschaft, obwohl sie zu diesem Zeitpunkt gleichzeitig noch für die B-Mädchen auf Torejagd ging. Aber diese Doppelbelastung steckte Wilms mühelos weg und erwies sich als Fixpunkt auf dem Weg zum Kreisligatitel. Genau wie ein Jahr später, als sie zusammen mit Sturmpartnerin Tanita Häfker den Bezirksliga-Abwehrreihen das Fürchten lehrte. Nicht zuletzt dank der konstant starken Leistungen der pfeilschnellen Angreiferin stieg Heiligenfelde als Vizemeister über den Umweg der Relegation in die Landesliga auf und sollte sich dort relativ problemlos halten können.

Für Heiligenfelde ein Riesenerfolg, doch für den ehrgeizigen Youngster muss diese Spielklasse noch nicht das Ende bedeuten. „Irgendwann würde ich schon gerne noch etwas höher spielen“, gibt Wilms zu. Wozu sie auch definitiv in der Lage wäre, aber noch muss sich der SVH keine allzu großen Sorgen machen. Vorerst genießt die 18-Jährige weiterhin den familiären Heiligenfelder Zusammenhalt („Wir verstehen uns alle super innerhalb der Mannschaft und unternehmen auch viel privat zusammen.“) und fühlt sich beim Kreisvertreter bestens aufgehoben. Erst einmal steht für „Wilmo“ der Landesliga-Klassenerhalt auf der Agenda, ehe in ferner Zukunft vielleicht ein höherklassiges Team lockt. Doch dafür müsste sie laut eigener Aussage erst noch ihre wohl einzige Schwäche ablegen. „Mein Kopfballspiel ist wirklich unterirdisch“, schmunzelt Wilms – dürfte bei ihrem Ehrgeiz aber auch dieses Manko im Laufe der Zeit beseitigen können. Schließlich gehört dem Heiligenfelder Rohdiamanten ganz sicher die Zukunft.

drö

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