Heiligenfelde resigniert trotz Niederlagen nicht / Stuhr holt Punkte im Abstiegskampf

Barrien fällt nach Dämpfer auf Platz zwei zurück – 13:14

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Heiligenfelds Christin Gröhler verwandelt einen Strafwurf. Ina Bruns verfolgt die Aktion.

Barrien - Erster Dämpfer für den TSV Barrien: Beim Heimspieltag unterlag der Tabellenführer der Korbball-Bundesliga Nord dem Oldenbroker TV und rutschte vor der Winterpause auf Platz zwei ab. Die TSG Seckenhausen-Fahrenhorst, der TV Stuhr und der TSV Heiligenrode punkteten, der TuS Sudweyhe und der SV Heiligenfelde kassierten zwei Niederlagen.

TSV Barrien - TSG Seckenhausen-Fahrenhorst 4:2 (2:1): Das Spitzenspiel des Tages entwickelte sich zu einer korbarmen, aber spannenden Partie. Vor vollen Rängen gelang dem Tabellenführer eine 2:0-Führung, und dieser Abstand sollte bis zum Schluss Bestand haben. „Wir haben viele Chancen herausgespielt, konnten sie aber zu selten zu Treffern nutzen“, kritisierte TSG-Trainer Torsten Behrens, der aber auch einige Korbwackler der Barrier Korbhüterin erkannte. Barriens Manfred Otto sah einen anderen Grund für die wenigen Treffer: „Beide Teams wollten in erster Linie nicht verlieren und waren nicht bereit, Risiken einzugehen.“ Mit dem Sieg festigte der TSV seine Spitzenposition.

SV Heiligenfelde - TSV Ingeln-Oesselse 11:12 (8:8): Gegen den Mitaufsteiger sollte es für den SVH nun endlich die ersten Punkte beim Abenteuer Bundesliga geben. Und das Spalkhaver-Team präsentierte sich gleich nervenstark. Einen 1:4-Rückstand steckte Heiligenfelde gut weg, hielt das Spiel danach immer eng und ging zeitweise sogar in Front. „Bis drei Minuten vor Schluss war alles gut – es stand 10:10. Und dann war es wie so oft: die Mädels wollen zu viel. Sie sind im Angriff dann nervös, spielen zu hektisch und haben unnötige Ballverluste“, ärgerte sich Trainer Jörg Spalkhaver. Am Ende hatte wie schon im Hinspiel Ingeln-Oesselse die Nase vorn, Heiligenfelde wartet weiter auf die ersten Punkte im Oberhaus.

TSV Barrien - Oldenbroker TV 13:14 (5:6): Manfred Otto und seine Mannschaft ahnten, dass nun eine ganz schwierige Aufgabe auf sie wartete. Die gute funktionierende Oldenbroker Deckung machte sie genauso schwer wie die Wurfstärke des OTV. Doch Barrien machte auch bereitwillig die Tür auf: „Leider unterliefen uns schon in den ersten Spielminuten viele unnötige Ballverluste, die Oldenbrok zu erfolgreichen Gegenangriffen nutzen konnte“, musste Barriens Coach Otto beobachten. Folge: Von Beginn an lief sein Team einem Rückstand hinterher und konnte das Spiel nicht mehr drehen. „Letztlich ein knapper, aber verdienter Sieg für die Mädels aus der Wesermarsch“, befand Otto. Der TSV Barrien rutscht nach dieser Niederlage auf Platz zwei ab, hat aber weiter beste Chancen auf die DM-Qualifikation.

SV Heiligenfelde - TSG Seckenhausen-Fahrenhorst 10:14 (5:7): „Auf die Favoritenrolle müssen wir uns erst mal einstellen“, erklärte TSG-Coach Behrens den aus seiner Sicht holprigen Spielverlauf gegen den punktlosen Aufsteiger. Trotz beständiger Führung konnte sich seine Mannschaft nicht klar absetzen. Der SVH kontrollierte das Konterspiel der TSG sehr gut, allerdings schlichen sich gegen Spielende vermehrt Abspielfehler ein. So setzte es erneut eine Niederlage. „Wir werden aber jetzt mit Sicherheit nicht resignieren – dafür sind wir viel zu heiß darauf, endlich die ersten Punkte in der Bundesliga zu holen“, kündigte Heiligenfeldes Trainer Jörg Spalkhaver an.

TSV Ingeln-Oesselse - TV Stuhr 9:13 (5:6): Nach einer anfänglichen Abtastphase, während der der Aufsteiger mit 2:0 in Führung gehen konnte, kam Stuhr immer besser ins Spiel. Bis zur Pause lag die Führung beim TVS, der diesen Vorsprung in Halbzeit zwei immer weiter ausbauen konnte. Als Ingeln-Oesselse Mitte der zweiten Halbzeit jedoch die gestiegene Stuhrer Fehlpassquote geschickt zum 8:9 nutzte, schien der Sieg wieder ins Wanken zu geraten. Eine deutliche Leistungssteigerung und ein lupenreiner Hattrick von Victoria Wessels brachte Stuhr einen am Ende doch sicheren Sieg ein, der im Kampf gegen den Abstieg doppelt wichtig war.

Oldenbroker TV - TSV Heiligenrode 11:10 (7:6): Zu Beginn traf nur Oldenbrok. So geriet Heiligenrode zunächst deutlich ins Hintertreffen und musste sich zur Pause herankämpfen. Leider ging es so nicht weiter; nach Wiederanpfiff waren es nämlich wieder die Oldenbrokerinnen, die bis zur 31. Minute einen Vier-Körbe-Vorsprung herauswarfen. „Danach gelang unserem Gegner kein Korb mehr, uns aber leider auch nur drei. Schade, dass unser Kampfgeist am Ende nicht mit einem Punkt belohnt wurde“, haderte TSV-Trainerin Dagmar Schnelle mit der am Ende knappen Niederlage.

TuS Sudweyhe - SG Findorff 5:14 (2:10): Nach den letzten Negativerfahrungen nahm Sudweyhes Coach Alexander Mauz eine Veränderung vor. Jugend-Korbhüterin Yvonne Moritz rückte ins Team, dafür konnte Mona Martens zurück ins Feld und dort ihre Stärken ausspielen. Das lief gut, wäre da nicht die unaufmerksame erste Halbzeit gewesen, in der der TuS Sudweyhe vorentscheidend ins Hintertreffen geriet.

„In der zweiten Halbzeit waren wir aber eingespielter und haben unseren Kreis besser verteidigt“, freute sich Mauz über die Steigerung seiner Mannschaft. Er bemängelte aber gleichzeitig weiterhin eine Blockade beim Wurf: „Wir haben genügend Möglichkeiten und müssen daraus einfach mehr machen; mein einziger Vorwurf heute“, erklärte Mauz.

TV Stuhr - TSV Thedinghausen 9:12 (6:7): Beim TV Stuhr fiel Leistungsträgerin Jasmin Tamsen wegen einer Fingerverletzung aus. Trotzdem präsentierte sich ihr Team gegen den DM-Kandidaten weiter verbessert. Über 40 Minuten waren beide Mannschaften auf Augenhöhe. Den Ausschlag gab schließlich eine Phase, in der Stuhr die Thedinghauser Konter nicht kontrollierte und sich die 6:5-Führung in ein 6:9 wandelte. Diesem Rückstand lief der TVS hinterher. Zwar gelang kurz vor Schluss noch das 9:10, doch als Stuhr auf Risiko ging und die Abwehr entblößte, konnte Thedinghausen den Abstand wieder vergrößern.

TuS Sudweyhe - TSV Heiligenrode 9:12 (6:6): „Aus diesem Spiel hätten wir mehr machen müssen“, ärgerte sich Sudweyhes Alexander Mauz. Aber es ist wie verhext: Die zahlreichen, gut herausgearbeiteten Chancen werden einfach nicht genutzt. Heiligenrode hingegen zeigte in der umkämpften Partie vor allem ab Minute 34, wie es geht. Ein Doppelpack von Ann-Cathrin Hagen und der Schlusstreffer von Janina Rickmann schafften klare Verhältnisse und brachten dem TSV den Sieg. Sudweyhe überwintert nun mit vier Punkten auf einem Abstiegsplatz.

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