Brinkums Kapitän gelingt nach einem Eckball der Siegtreffer gegen Grohn

Heijengas 194 Zentimeter sorgen für „Erlösung“

+
Brinkums Kapitän Jürgen Heijenga (rechts) zeigte den „jungen Wilden“, wie man zu einem dreckigen Sieg kommt. ·

Brinkum - Von Daniel WiechertDer „alte Hase“ musste es für die „jungen Hüpfer“ richten. Brinkums Anfangself im Bremen-Liga-Spiel gegen den SV Grohn hatte ein Durchschnittsalter von 21,8 Jahren. Doch ausgerechnet Jürgen Heijenga, der mit seinen gerade einmal 27 Jahren den Schnitt kaputt machte, erzielte das Tor des Tages beim 1:0 (0:0)-Sieg.

In der 74. Minute schraubte Heijenga seine 194 Zentimeter nach einem Eckball von Jannik Bender in die Höhe, sein Kopfball fand den Weg über einen am Posten positionierten Grohn-Verteidiger ins Tor. „Es war für das ganze Team eine Befreiung“, sagte Heijenga. Mit den drei Punkten hielten die Brinkumer den Kontakt zur SG Aumund-Vegesack auf dem zweiten Tabellenrang.

Doch „es war harte Arbeit für uns“, sagte Brinkums Trainer Dennis Offermann. Schon im Hinspiel (2:3) hatte sich der SV gegen die dicht gestaffelten und um jeden Zentimeter kämpfenden Akteure vom SV Grohn schwer getan. Hinzu kam, dass sich der Rasenplatz am Brunnenweg in einem desolaten Zustand befand, sodass die Brinkumer ihr gepflegtes Kurzpassspiel kaum aufziehen konnten. „Es war schon schwierig auf diesem Geläuf“, so Offermann, „doch in der ersten Halbzeit muss sich mein Team auch vorwerfen lassen, dass die Laufbereitschaft gefehlt hat. Da hätten wir einfach schon bei der Ballannahme dem Gegner auf den Füßen stehen müssen.“ In der Brinkumer Offensive lief zunächst wenig. Dennis Krefta traf in der 23. Minute zwar ins Grohn-Tor – allerdings aus Abseitsposition. Auf der anderen Seite hatte Grohns Kontantinos Katsanos zwei Minuten später die dickste Möglichkeit des ersten Durchgangs, ließ sich aber zu viel Zeit, sodass Brinkums starker Keeper Mathis Peters klären konnte (25.).

Nach dem Seitenwechsel übernahmen die Brinkumer zunehmend die Initiative. Der 22-jährige Krefta setzte sich mit seiner ganzen Körperkraft gegen Angelo Morelli durch, passte von der Grundlinie in die Mitte, doch dem hereinrutschenden Steffen Röpke fehlten Zentimeter, um die Führung zu erzielen (51.). Als sich Gäste-Trainer Roman Opalka schon berechtigte Hoffnungen auf etwas Zählbares machte, wuchtete Heijenga den Ball in die Maschen. „Ich kann meiner Mannschaft keinen Vorwurf machen. Es war eine Ecke zu viel, da sticht Brinkum eben gnadenlos zu“, sagte Opalka. „Dreckig, aber egal“, war Offermanns erste Reaktion nach dem Schlusspfiff. „Grohn hat es heute in der Defensive taktisch sehr gut gelöst“, so der SV-Trainer, „ich glaube, da werden noch ganz andere Mannschaften ihre Probleme bekommen. Mit den drei Punkten bin ich natürlich zufrieden, mit der Leistung kann ich es heute nicht sein.“

Heijenga strahlte dagegen über das ganze Gesicht. Der 27-Jährige spielte mit einem Kinesio-Tape am Ellenbogen, da er das Gelenk nicht voll durchstrecken konnte. Gebracht habe das „Wunder-Band“ nicht wirklich etwas, „aber vielleicht habe ich ja jetzt einen Glückbringer gefunden“, sagte Heijenga schmunzelnd.

Arnold Schwarzenegger fährt Elektro-Auto

Arnold Schwarzenegger fährt Elektro-Auto

Abschied von Roman Herzog: "Geschenk für unser Land"

Abschied von Roman Herzog: "Geschenk für unser Land"

Trotz Aus: Großartige Tage für Mischa Zverev in Melbourne

Trotz Aus: Großartige Tage für Mischa Zverev in Melbourne

Autostudien mit nachwachsenden Rohstoffen

Autostudien mit nachwachsenden Rohstoffen

Meistgelesene Artikel

Arambasic geht das Herz auf

Arambasic geht das Herz auf

Kreisauswahl gewinnt Sichtungsturnier

Kreisauswahl gewinnt Sichtungsturnier

Sogar Kasperlik trifft ins Tor

Sogar Kasperlik trifft ins Tor

Keine Schiris – Zwangpause für Sulingen

Keine Schiris – Zwangpause für Sulingen

Kommentare