Trainerwechsel bei Fußball-Bezirksligist SC Twistringen / Einer ist enttäuscht, einer freut sich

Hegerfeld geht, Müller kommt

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Marco Hegerfeld

Twistringen - So schnell kann das gehen. Es ist noch nicht mal zwei Wochen her, dass Fußball-Bezirksligist TSV Wetschen verkündete, nur noch bis Sommer mit Trainer Stefan Müller zusammenzuarbeiten.

Und jetzt hat der 51-Jährige schon eine neue Aufgabe für die kommende Saison. Er übernimmt Wetschens abstiegsbedrohten Bezirksliga-Konkurrenten SC Twistringen – und dem dortigen Trainer Marco Hegerfeld ergeht es nun so wie kürzlich Müller. Hegerfeld wurde am Dienstagabend mitgeteilt, dass der Verein künftig mit einem anderen Coach plant. „Es war keine Entscheidung gegen Marco, sondern für Stefan“, erklärte Twistringens Spartenleiter Stefan Funke ganz diplomatisch.

Müller hat im Fußballkreis vor Wetschen bereits den Barnstorfer SV, den BSV Rehden, den FC Sulingen, die SG Diepholz und den TuS Wagenfeld trainiert. Er genießt einen hervorragenden Ruf. Und dem Reiz, einen solchen Mann zu bekommen, konnten die SCT-Verantwortlichen offensichtlich nicht widerstehen. Man sei im Twistringer Spartenvorstand „sehr zufrieden“ mit dieser Lösung, meinte Funke: „Stefan kennt die ganze Szenerie.“

Der neue Trainer kann sich bestens in den noch amtierenden Coach hineinversetzen. „Das ist keine schöne Situation für Marco, da fühlt man mit. Mir selbst ging es doch nicht anders“, sagte Müller gestern. Hegerfeld ist „sehr, sehr enttäuscht“, dass er den SCT nach nur einem Jahr wieder verlassen muss: „Das ist momentan schwer auszudrücken. Twistringen ist nicht irgendeine Station für mich, ich wohne auch hier im Ort. Ich bin mit der Mannschaft absolut im Reinen – und ich dachte, wir könnten hier vernünftig etwas aufbauen.“

Dass es dazu nicht mehr kommt, hat sich zumindest angedeutet. Es habe in der Rückrunde das eine oder andere Krisengespräch gegeben, verriet Hegerfeld. Eine vorzeitige Trennung wurde jedoch nicht vollzogen, stattdessen bleibt der 39-Jährige bis Saisonende. Von sich aus die Brocken hinzuschmeißen, kommt für Hegerfeld, dessen Trainer-Zukunft völlig offen ist, „überhaupt nicht in Frage. Bockig zu sein, bringt doch nichts. Wir haben hier gemeinsam ein Ziel: den Klassenerhalt. Das ist möglich, dafür geben wir Vollgas.“

Für Müller schließt sich mit seinem neuen Engagement gewissermaßen ein Kreis. „Ich bin in Twistringen geboren“, sagte der 51-Jährige. Er habe sich eigentlich auf eine Fußballpause eingestellt, doch dann kam der Anruf vom SCT – und er entschied sich schnell. „Man merkt doch, ob man eine gemeinsame Linie findet“, meinte Müller, der auch bei einem Abstieg in die Kreisliga kommt: „Da muss ich doch mit gutem Beispiel vorangehen.“ Das Ziel sei es aber, den SC Twistringen, bei dem fast alle Spieler für die kommende Saison bereits zugesagt haben, in der Bezirksliga zu etablieren. · mr

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