3:2 – Gäste schlagen in den richtigen Momenten zu / Meyer: „Nicht unser Tag“

Heesseler SV zockt TuS Sulingen ab

Häufig einen Schritt zu spät: Tim Rieckhofs (re.) Sulinger gegen den Heesseler SV um den starken Niklas Rohden.
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Häufig einen Schritt zu spät: Tim Rieckhofs (re.) Sulinger gegen den Heesseler SV um den starken Niklas Rohden.

Sulingen – Den Willen wollte und konnte Thorolf Meyer seinen Fußballern nicht absprechen – am Ende reichte das für den TuS Sulingen im ersten Heimspiel der Saison gegen einen abgezockten Heesseler SV aber nicht. „Die Jungs haben es versucht“, bewertete der Trainer das Auftreten seines kämpfenden Landesligisten am Samstagnachmittag, „im Endeffekt war es aber zu wenig. Wir haben es nicht richtig erzwungen, der letzte Punch fehlte.“

Genau wie ein guter Start ins Spiel – den erwischten vor knapp 60 Zuschauern nämlich nur die Gäste. Jan Spies flankte von der rechten Seite auf Niklas Rohden, der für Samet Gülle auflegte. Und der Stürmer traf flach aus knapp 20 Metern zum 1:0 (10.). An einem guten Tag hätte Sulingens Torwart Eric Schröder den Einschlag wohl verhindert. Ähnlich wie beim zweiten Gegentor eine Minute später. Wieder attakierte der HSV die linke TuS-Abwehrseite, auf der Maurice Krüger den gesperrten Jona Hardt vertrat. Joel Ofosuas Flanke landete bei Wilke Buschmann, der klug mit dem Kopf zurücklegte, und erneut war es Gülle, der vollstreckte, dieses Mal per Kopfball – 2:0.

Die Sulestädter ließen sich also in der Anfangsphase etwas vom offensiver als erwartet auftretenden Gegner überrumpeln, und „die Tore haben ihnen natürlich in die Karten gespielt“, befand „Toto“ Meyer. Dessen Team hingegen „musste erst wieder Ruhe reinbekommen“, und das gelang nach einer knappen halben Stunde. Chris Brüggemann belohnte die Leistungssteigerung dann nach einem beherzten Antritt von Niklas Klare per Flachschuss – 1:2 (36.).

Auch nach dem Wechsel präsentierten sich die Gastgeber willig, „mit Elan“ (Meyer), hatten durch Julian Fehse (47.) und Tim Rieckhof (48.) gleich zwei vielversprechende Abschlüsse. Doch wieder schlugen die Heesseler zu, nachdem Pierre Neuse gegen Manuel Owsianski im Strafraum das Bein zu hoch gehabt hatte. „Sein Kopf war zwar recht niedrig“, meinte der „Übeltäter“ später, „aber den kann man geben.“ Zwar hielt Schröder den Elfmeter von Gülle, Rohden staubte jedoch ab (52.). Wieder mussten die Sulinger also einem Zwei-Tore-Rückstand hinterherlaufen, und der HSV konnte sich nun auf seine Defensive und sein starkes Umschaltspiel konzentieren, das ihm beinahe in der 55. Minute das 4:1 eingebracht hätte. Rohden schoss jedoch an den linken Außenpfosten.

Auf der anderen Seite musste dann ein Standard herhalten. Niklas Klare köpfte eine Ecke von Fehse ein (63.). Der Glaube wuchs nun wieder bei den Platzherren, und Meyer setzte von außen Impulse. Mit einem Dreifachwechsel (69.) und einer Systemumstellung von 4-3-3 auf 3-4-3 stellte er sein Team offensiver ein. Doch die Heesseler verteidigten geschickt, schmissen sich in jeden Ball. Und erhielten für jede noch so kleine gelungene Aktion donnernden Beifall von der Bank und der kleinen mitgereisten Entourage. Die großen Chancen blieben in der Schlussphase aus, der TuS fand kein Mittel mehr – und musste den Platz mit einer Niederlage verlassen.

„Das geht schon so in Ordnung“, stellte Meyer etwas ernüchtert fest: „Heute war einfach nicht unser Tag.“

Von Felix Schlickmann

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