Heeslingens Offensive komplett abgemeldet

1:0: Vorn trifft Brüggemann – und hinten lässt Sulingen nichts zu

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Der Knipser des TuS Sulingen: Chris Brüggemanns viertes Saisontor bescherte dem Oberliga-Aufsteiger am Samstag den vierten Sieg. Dank einer starken Abwehrleistung und Brüggemanns Treffer reichte es gegen den Heeslinger SC zu einem 1:0.

Sulingen - Vielleicht hätte der Heeslinger SC sogar eine Stunde länger spielen können – womöglich hätte der Oberliga-Vierte noch immer nicht getroffen. Dafür zeigte der TuS Sulingen am Samstagnachmittag auf seinem Kunstrasenplatz einfach eine zu gute Defensivleistung: kompakt, konzentriert, kompromisslos. Um aber die Spannung für die 193 Zuschauer beizubehalten, beließ es die Mannschaft von Trainer Maarten Schops nur bei einem 1:0 (0:0)-Sieg – trotz bester Chancen.

„Das stimmt“, räumte Chris Brüggemann als Schütze des Siegtores ein: „Wenn wir nachgelegt hätten, hätten wir am Ende mehr Ruhe gehabt. Aber ich freue mich jetzt nur über sechs Punkte aus den letzten zwei Spielen, darüber, dass für uns wieder die Null stand – und über die Super-Abwehrarbeit.“

Dem konnte Schops nur zustimmen: „Alle haben super verteidigt“, urteilte der TuS-Coach hinterher: „In den 90 Minuten hatte Heeslingen einen Torschuss. Ich muss der Mannschaft ein großes Lob für die Art und Weise und den Willen aussprechen, mit dem sie hier heute aufgetreten ist.“ Das hatte dem Belgier schon beim jüngsten 2:0 in Uphusen gefallen – und wohl auch deshalb hatte er fast dieselbe Startelf aufgeboten. 

Nur Kapitän Dennis Neumann kehrte nach seiner Hochzeitsreise zurück ins Team des Aufsteigers, dafür fehlte Rajann Leymann, der sich nun in den Urlaub verabschiedet hatte. Neben Innenverteidiger Neumann stand zum zweiten Mal nach dem Auftritt beim TBU der gelernte Stürmer Atsushi Waki im Abwehrzentrum – und dort könnte er sich festgespielt haben: „Atsushi hat seine Sache in diesen beiden Spielen super gemacht“, lobte Schops den Japaner: „Wenn ich heute etwas auszusetzen habe, dann allenfalls an unserer Chancenverwertung.“

Schon nach 92 Sekunden hatte Mehmet Koc – diesmal Zehner hinter Stürmer Hussein Saade – die erste Gelegenheit, als er einen Weitschuss über den zu weit vorn postierten SC-Keeper Arne Exner, aber auch über den Querbalken setzte. Nach einer kurzen Phase allgemeiner Sulinger Verunsicherung samt einigen Fehlpässen hatte Saade mit einem knapp daneben gesetzten Kopfball nach Maß-Flanke Brüggemanns Pech (11.), Brüggemann selbst zielte nach weitem Einwurf von Richard Sikut ebenfalls nur um Zentimeter vorbei (12.). Doch der nächste Versuch des 19-Jährigen passte, nachdem er von halbrechts Heeslingens Linksverteidiger Sebastian Sautner davongesprintet war und flach ins lange Eck abgeschlossen hatte (17.) – 1:0!

„Das war ein schöner Ball von Basti“, bedankte sich Brüggemann für Sebastian Elvers’ Pass, der ihm den vierten Saisontreffer bescherte.

Die Führung gab dem Aufsteiger Sicherheit: Saade zwang Exner mit sattem Schuss aus 17 Metern zur Glanzparade (20.) und setzte seinen nächsten Kopfball nach Freistoß von Jona Hardt nur um Zentimeter zu hoch an (31.). Hardts nächster Freistoß von rechts rauschte knapp über die Latte (41.). Die Führung zur Halbzeit – hochverdient.

Nach dem Wechsel hätten Koc (51./aus spitzem Winkel vorbei geschlenzt), Saade (57./stark im Nachsetzen, aber neben das leere Tor geschossen) und Brüggemann (58.) erhöhen müssen. Pierre Neuse scheiterte nach Zuspiel von Koc am glänzend reagierenden Exner (68.), in der Schlussphase verpassten Brüggemann (85.) und Koc (87.) nach Ecken von Hardt. „Da hätten wir früher alles klarmachen müssen“, haderte Schops, „denn einer dieser langen Bälle von Heeslingen hätte immer mal durchgehen können.“ Es passierte aber nicht, weil die Defensive der Sulinger fehlerlos arbeitete – auch der eingewechselte Sören Sandmann, zuletzt in Uphusen krank ausgefallen, nun aber mit einer soliden letzten knappen halben Stunde. Und vorn machten die später gebrachten Pascal Löhmann und Jan-Christoph Thom mehrere Bälle fest, was Sulingen weitere Minuten näher an den Sieg brachte.

Wer also von der Bank aufs Feld kam, funktionierte ebenfalls. „Das ist schön für das Trainerteam“, gestand Schops: „Die Mannschaft hat unser Vertrauen, aber das muss sie sich Woche für Woche neu erarbeiten.“

Von Cord Krüger

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