Wie Daniel Nadolski seinem Trainer den Wechsel ausredete / „Super Gefühl, das Ding zu drehen“

Hattrick statt heißer Dusche

Ein Tag, an dem fast alles gelang: Hoyas Daniel Nadolski zog in der zweiten Halbzeit der Bezirksliga-Partie gegen Sudweyhe groß auf und erzielte einen Hattrick der „lupenreinen“ Art, wie es im Fachjargon heißt.

Kreis-Diepholz - Von Arne HelmsHOYA · Drei Spiele, drei Tore: Die Bilanz von Daniel Nadolski, Stürmer des Fußball-Bezirksligisten SG Hoya, liest sich hervorragend. Dabei hatte der 22-Jährige einen unglücklichen Start in die Saison erwischt: „Beim 1:1 in Sulingen habe ich zuletzt echt einige Chancen liegen gelassen.“ Am dritten Spieltag stellte er nun alles auf den Kopf, erzielte beim 4:3 gegen Sudweyhe vorgestern einen lupenreinen Hattrick in der zweiten Halbzeit.

„Mein erster im Herrenbereich“, musste Nadolski nicht lange überlegen. 0:1 hatte sein Team zur Pause zurückgelegen, die drei Tore des Stürmers (46./52./74) drehten die Partie zu Gunsten der Gastgeber. Welchen Druck sich der Groß- und Außenhandelskaufmann selbst gemacht hatte, zeigte der ausgiebige und euphorische Jubel kurz nach Wiederanpfiff, als sich fast die gesamte Mannschaft auf den Torschützen stürzte.

„Das war eine große Befreiung, danach lief es fast von alleine. Ein super Gefühl, das Ding zu drehen“, grinste Nadolski nach Spielschluss verschmitzt. Besonders sein dritter Treffer, als er Sudweyhes Keeper Mirko Meyer ausguckte und den Ball über den Innenpfosten ins Tor schob, offenbarte großes Selbstvertrauen. „Der ging wirklich leicht über den Schuh“, bestätigte der Absender. „Mit der Zunge schnalzen“ konnte sein Trainer Jens „Piwi“ Meyer noch weit nach Spielschluss angesichts dieses Tores.

„Daniel hat wie die ganze Mannschaft einen großen Leistungsschub hinter sich“, sagte Meyer, der Nadolski schon seit fünf Jahren kennt und ihn vom Spielmacher zum Stürmer umfunktionierte – „mit seinem starken rechten Fuß ist er zu selten zum Abschluss gekommen“. Dass Nadolski gegen Sudweyhe nach der Pause allerdings überhaupt wieder auf das Feld durfte, war hauptsächlich dem Wohlwollen seines Trainers zu verdanken. „Piwi wollte mich runternehmen. Ich bin dann nochmal auf ihn zu, habe gesagt, dass ich mich trotz der schlechten ersten Halbzeit sicher und gut fühle“, schilderte Nadolski, der genau weiß: „Aber eigentlich ist Piwi da konsequent. Warum er sich dieses Mal umentschieden hat, weiß ich nicht. Aber dass ich dann gleich drei Tore mache, war natürlich sensationell.“

Ein Dank also an das Bauchgefühl des Trainers, der selbst sagte: „In der ersten Halbzeit war Daniel noch ein Schatten seiner selbst.“ Aus diesem trat er im zweiten Durchgang eindrucksvoll heraus. Ein Grund zum Abheben? „Nein, nein. Es freut mich nur, wenn Piwi mal auffällt, dass ich gut spiele“, schloss Nadolski mit einem Augenzwinkern.

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