Harsche Schiri-Schelte nach verweigertem Elfmeter / Bassum verliert 0:4

Langreder platzt der Kragen

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Kein schöner Abend für Bassums Mark Schröder. Der Torhüter kassierte gegen Spitzenreiter TSV Wetschen vier Tore.

Bassum - Von Arne Flügge. Es lief die 51. Minute und der TSV Bassum im Heimspiel der Fußball-Bezirksliga gegen den TSV Wetschen einem 0:2 hinterher. Dann riss Wetschens Lars Schulze im Strafraum den Bassumer Oliver Meyer um. Ein klarer Strafstoß, den Schiedsrichter Marcel Thalmann (TSV Bramstedt) aber verweigerte – am Ende gewann Wetschen noch hoch mit 4:0 (2:0).

Bassums Trainer Thomas Langreder wollte sich gar nicht mehr einkriegen. „Der Schiri hat das Spiel entschieden. Das war ein 3000-prozentiger Elfmeter. So etwas geht einfach nicht. Das kann ich nicht akzeptieren“, wetterte der TSV-Coach in Richtung Thalmann. Auch Wetschens Co-Trainer Sebastian Schmidt, der an diesem Abend noch einmal für den Tabellenführer verantwortlich zeichnete, räumte ein: „Bassum hätte diesen Elfmeter bekommen müssen.“ Umso bitterer für die Gastgeber, da Wetschen gerade den Faden etwas verloren, Bassum den Kampf endlich angenommen hatte. „Wenn da das 2:1 fällt, kann es noch mal eng werden“, sagte Schmidt.

Allerdings hatte sich der TSV Bassum den 0:2-Pausenrückstand selbst zuzuschreiben. „Wir haben taktisch nicht klug gespielt, waren zu offensiv“, räumte Langreder ein. Die Folge: Bassum wurde regelrecht überrannt. Nach tollem Pass von Nils Unger markierte Ricardo Tenti das 1:0 (5.). Zwei Minuten später zwang Unger Bassums Wilke Kluge zu einem Eigentor (7.). Und hätten die kombinationsstarken und schnellen Gäste nicht noch Möglichkeiten von Tenti (22./30.) und Steffen Winkler (26.) ausgelassen – das Ding wäre nach einer halben Stunde durchgewesen. „Wir haben eine unheimlich gute Einstellung auf den Platz gebracht. Das war gegenüber den beiden jüngsten Spielen eine Steigerung um 100 Prozent“, lobte Schmidt seine Truppe: „Die Führung war hochverdient.“

Erst jetzt wurden die Bassumer aggressiver, fingen an, sich zu wehren und riefen sich in Erinnerung, dass zum Fußball auch gewonnene Zweikämpfe gehören. Diesen Schwung nahmen sie mit in die zweite Halbzeit und zogen Wetschen damit zunächst den Nerv. „Wir wollten gleich Druck machen, haben das aber nicht geschafft“, merkte Schmidt an, während Langreder lobte: „Wir sind super ins Spiel gekommen.“

Allerdings schaffte es Bassum auch nach dem verweigerten Elfer nicht, klare Chancen zu kreieren. Vor allem, weil Wetschens Innenverteidiger Tobias Grube alles im Keim erstickte, was man hätte ersticken können. So waren die Hausherren nur über Distanzschüsse mehr oder minder gefährlich.

In der 67. Minute sah dann Bassums Kapitän Mathis Hoffmann nach einer Notbremse gegen Hendrik Rahe auch noch die Rote Karte. Es war eine etwas harte Entscheidung, weil Rahe sich den Ball fast unerreichbar vorgelegt hatte. Dennoch stellte Langreder fest: „Da geht Mathis ein bisschen unklug hin.“

In Überzahl schlug Wetschen eiskalt zu: Tenti erhöhte auf 3:0 (79.), nur 60 Sekunden später besorgte Rahe den 4:0-Endstand.

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