Harmloser Tabellenführer verliert beim TV Stuhr mit 0:3 / Gastgeber „bissiger“

Azzarello zerstört Wetschens perfekte Hinrunde

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Die Stuhrer durften jubeln – vor allem dank Riccardo Azzarello (5. v.l.): Der 21-Jährige traf zweifach und bereitete ein Tor vor. Ganz zum Leidwesen von Wetschens Keeper Kai Winkler (r.), der erst das zweite Mal mehr als zwei Gegentore kassierte.

Stuhr - Von Daniel Wiechert. Riccardo Azzarello war allein auf weiter Flur – gegen drei Wetscher. Doch Stuhrs Stürmer war gallig, lief Benjamin Priesmeier an und erzwang so den Fehlpass. Diese Szene sprach Bände. Der TV Stuhr war gestern einfach geiler auf den Erfolg – gewann letztlich mehr als verdient mit 3:0 (1:0) sein Heimspiel gegen den zuvor ungeschlagenen Bezirksliga-Spitzenreiter TSV Wetschen.

„Heute hat bei uns überhaupt nichts geklappt. Dieses Ergebnis wird uns aber nicht umwerfen“, sagte Wetschens Trainer Thomas Otte: „Die Stuhrer waren heute einfach immer einen Schritt schneller – auch vom Kopf her.“ Dass beim Tabellenführer Nils Unger (Gehirnerschütterung) fehlte und Ricardo Tenti (von Krankheit geschwächt) nur 30 Minuten spielen konnte, ließ Otte nicht als Entschuldigung gelten: „Dann müssen normalerweise andere einspringen.“

Taten sie nicht. Und der 48-jährige TSV-Trainer schien früh zu merken, dass es seine Mannschaft erstmals nach zuvor 14 Begegnungen ohne Niederlage erwischen könnte. So forderte er seine Akteure bereits nach zehn Minuten auf, mehr gesunde Aggressivität ins Spiel zu bringen. Es blieb ein unerfüllter Wunsch.

Denn nach 20 Minuten ergaben sich immer mehr Räume für Stuhr, die die Gastgeber mit Tempo zu nutzen wussten. Zwar scheiterten zunächst Marten Horstmann (20.), Adrian Herrmann (23.) und Fabian Bischoff (24.) mit ihren Versuchen, doch dann rappelte es: Nach einem Wetscher Freistoß kam Azzarello an den Ball und überbrückte das Mittelfeld im Sprint. Der 21-Jährige spielte rechts heraus auf Daniel Horeis, dessen flache Hereingabe verwandelte Fabian Bischoff am zweiten Pfosten stehend – 1:0 (33.). Otte wurde an der Seitenlinie laut, ärgerte sich darüber, dass Rechtsverteidiger Luca Macke die rechte Schiene verwaist gelassen hatte.

„Unsere 1:0-Führung zur Halbzeit war absolut verdient. Wir waren bissiger“, sagte TVS-Trainer Stephan Stindt: „In der Halbzeit haben wir dann aber damit gerechnet, dass Wetschen mit dem Wiederanpiff richtig Gas geben würde.“

Stattdessen zeigten die Stuhrer das, was ansonsten Wetschen auszeichnet – das schnelle Umschaltspiel nach vorne: Horeis erkämpfte sich im rechten Halbfeld den Ball, flankte direkt in den Sechzehner, wo Azzarello volley zum 2:0 (55.) vollendete. „Dieses Tor direkt nach der Halbzeit war für uns natürlich enorm wichtig“, sagte Stindt: „Das Schöne war, dass wir auch danach weiter spielbestimmend blieben.“ Bis auf einen direkten Freistoß von TSV-Kapitän Andre Krause, den TVS-Keeper Kevin Keßler unorthodox zur Ecke klärte, kam von den Gästen nichts. Otte musste sogar noch ein Gegentor verkraften. Fynn Rusche schickte Azzarello auf die Reise, der blieb cool und tunnelte TSV-Keeper Kai Winkler – 3:0 (85.).

„Außer langen Bällen ist Wetschen nichts eingefallen“, sagte TVS-Trainer Christian Meyer. Sein Gegenüber gab zu: „Das schnelle Spiel in die Spitze hat bei uns nicht geklappt. Aber auch, weil die Stuhrer früh gepresst haben.“

Eine Szene trübte aber die Laune bei Meyer und Stindt. Adrian Herrmann hatte in der 76. Minute gegen Lars Schulze nachgetreten und zu Recht die Rote Karte gesehen.

Nachhaltig konnte aber auch dieser Aussetzer die Stimmung im Stuhrer Lager nicht verhageln. TVS-Ersatzkeeper Daniel Bischoff klimperte mit einem Kasten Kaltgetränke vor der Kabine. Und rief wen zuerst zu sich? Richtig, Azzarello.

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