Startnummer 27

HSG Barnstorf/Diepholz: Handballer sind das Aushängeschild

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Startnummer 27: HSG Barnstorf/Diepholz ist im Handball nach wie vor das Maß aller Dinge im Kreis Diepholz, wurde in der vergangenen Saison Oberliga-Zweiter und spielt auch jetzt wieder vorn mit.

Diepholz - Im Sport gilt das geflügelte Wort, dass es leichter sei, an die Spitze zu kommen, als diese dann auch zu halten. So gesehen kommt den Handballern der HSG Barnstorf/Diepholz eine ganz besondere Rolle zu, denn seit Jahren, ja fast Jahrzehnten ist die HSG das Aushängeschild dieser Sportart im Kreis Diepholz. Das war natürlich auch im Jahr 2015 nicht anders.

Den Rest der vergangenen Serie in der Oberliga Nordsee hatte dabei Mario Mohrland als Trainer zu verantworten. Und das gelang dem 38-Jährigen äußerst gut. „Bis zum letzten Spieltag hatten wir noch die Chance zum Aufstieg. Wir haben wirklich eine gute Saison gespielt“, blickt der Pädagoge zurück. Da kann man nicht widersprechen, denn im Jahr 2015 der abgelaufenen Saison erlaubte sich die HSG nur einen einzigen Minuspunkt. Eine ähnliche Ausbeute vor der Jahreswende – und die Barnstorfer würden jetzt in der 3. Liga spielen. Also dort, wo die HSG immer hinwollte.

Dabei lobte Mohrland seine Mannschaft in den höchsten Tönen: „Alle waren bereit, alles aus sich herauszuholen. Auch dann, als Habenhausen eigentlich schon enteilt war. Aber wir haben sie echt gejagt.“ Nach dem beeindruckenden Sieg in der Bremer Höhle des Löwen wurde es noch einmal richtig eng im Titelkampf, obwohl es die HSG aus eigener Kraft nicht mehr schaffen konnte. Mohrland erinnert sich noch genau an den letzten Spieltag am 9. Mai: „Wir hatten gerade in Schwanewede gewonnen und mussten nun auf einen Habenhauser Ausrutscher in Elsfleth warten. Der schien auch möglich, denn als wir fertig waren, führte Elsfleth, und es waren dort noch acht Minuten zu spielen. Am Ende hat es Habenhausen dann noch mit 25:23 gedreht.“ Platz zwei war letztlich auch deshalb so wertvoll, weil Mohrland große Teile der Saison ohne die Brüder Kamil und Mateusz Chylinski (beide verletzt) auskommen musste. „Gerade auf der Mittelposition musste ich immer wieder improvisieren“, blickt Mohrland zurück.

Im Sommer gab es den Wechsel auf der Kommandobrücke: Für Mohrland übernahm der aus Neerstedt geholte Dag Rieken das Traineramt. Der Anspruch, wieder um den Titel mitzuspielen, war da, aber die Liga ist mit Drittliga-Absteiger SV Beckdorf (ohne Punktverlust) oder auch dem aufgerüsteten TV Bissendorf (zwei „Miese“) vielstärker einzuschätzen. Rieken, 46 Jahre alt und wie Mohrland ebenfalls Lehrer, gibt sich bei derzeit sieben Minuspunkten und Platz drei keinen Illusionen hin: „Der Zug nach ganz oben scheint abgefahren zu sein. Beckdorf und Bissendorf werden den Aufstieg unter sich ausmachen. Wir hätten gegen Schwanewede nicht unentschieden spielen und gegen Neerstedt nicht verlieren dürfen.“

Aber auch Rieken hat viel Lob für seine Truppe übrig, in der Kamil Chylinski nun wieder eine vollwertige Kraft ist: „Der Wille zur Arbeit ist da. Es sind nie weniger als 15 Mann beim Training. Das kannte ich so aus Neerstedt nicht.“ Für Rieken ist jede Einheit aber auch eine Herausforderung, ,,denn ich habe intelligente Spieler, die Inhalte auch schon mal hinterfragen“.

Dass die Barnstorfer jetzt einen Gang zurückschalten, scheint ausgeschlossen. Mit dem Aufstieg wird es vermutlich nichts werden, aber am Nimbus der besten Mannschaft des Kreises wird wohl auch in den nächsten Jahren kein anderes Team rütteln können.

töb

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