Handballer zu Gast in Bremervörde / Engelmann: „Dürfen nicht in Trott verfallen“

Brinkumer haben noch ein Hühnchen zu rupfen

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Der Mittelfuß hält: Brinkums Außenspieler Maik Bhola scheut trotz seines wochenlangen Ausfalls kein Duell.

Brinkum - Sven Engelmann fahndet noch. Ein Allheilmittel für die Hüftsteifheit seiner Verbandsliga-Handballer hat er noch nicht gefunden. „Vitaminspritzen wären schön“, scherzt der Trainer vom FTSV Jahn Brinkum: „Nein, wir haben zuletzt im Training viel Beinarbeit gemacht.“ Mit einer erhöhten Intensität – Zeitdruck wurde in den Übungseinheiten simuliert – möchte Engelmann seine Abwehr vor dem Auswärtsspiel beim TSV Bremervörde II (Sonntag, 15.15 Uhr) auf Trab bringen.

Denn zuletzt kassierten die Brinkumer zweimal mehr als 30 Gegentore – 25:32 in Edewecht und 29:32 in Langen. „Wir müssen im Umschaltverhalten aufmerksamer werden, dürfen da nicht in einen Trott verfallen“, fordert der 48-Jährige. Vielleicht kommt dafür die Partie in Bremervörde gerade recht. Denn die Gastgeber stellen mit 144 Toren die zweitschlechteste Offensive der Liga. Es könnte sich allerdings um eine Milchmädchenrechnung handeln: In der vergangenen Saison kassierten die Brinkumer nämlich ordentlich in Bremervörde – mussten mit einer 27:31-Pleite im Gepäck die Heimreise antreten. „Da wir zudem auch zu Hause verloren hatten, haben wir mit ihnen noch eine Rechnung offen“, sagt Engelmann. Aber nicht nur die beiden Pleiten gingen dem Jahn-Trainer gegen den Strich: „Sie haben mit einer extrem aggressiven 6:0-Deckung gespielt, gingen dabei aber auch brutal zu Werke.“

Nach vorne wissen die Gastgeber jedoch mit filigranen Mitteln zu überzeugen. „Es ist eine junge, schnelle, ballsichere und homogene Mannschaft“, lobt Engelmann. Deshalb ist er „überrascht“, dass der TSV derzeit mit lediglich zwei Siegen (beide zu Hause) in sechs Begegnungen auf dem vorletzten Tabellenrang platziert ist.

Torgaranten waren bei den Bremervördern zuletzt Linksaußen Lars von Kamp und Spielmacher Felix Weber. Allerdings ist es unsicher, ob beide spielen, da sie auch schon im Oberliga-Team in dieser Saison aufliefen. Ebenfalls sollten die Brinkumer Siebenmeter vermeiden. Denn Sören Stelling zeigt sich extrem sicher von der Strafwurflinie. Allerdings hatten die Hausherren zuletzt einige Ausfälle zu verkraften. Im Rückraum fehlten Torsten Junge, Sven Wilkens und Lars Petersen krankheitsbedingt, Abwehrspezialist Roman von Kamp verletzte sich zuletzt beim 22:29 in Marienhafe.

Bei den Brinkumern stehen Fragezeichen hinter den Einsätzen von Torben Schierenbeck (Schulterprobleme) und Sebastian Beckmann. Matthias Schneider (studiert in Frankfurt) wird dagegen wohl die Reise in den Landkreis Rotenburg mit antreten können. Auch Kreisläufer Meik Schäfer (zuletzt Meniskusprobleme) und Linksaußen Maik Bhola (Mittelfußbruch auskuriert) sind dabei. „Bei Maik Bhola merke ich kaum, dass er länger gefehlt hat“, sagt Jahn-Coach Engelmann: „Er zieht kein bisschen zurück. Allerdings ist es normal, dass ihm derzeit noch ein wenig die Grundschnelligkeit fehlt.“

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