Handball-Schiris der HSG Barnstorf/Diepholz wollen sich in Dritter Liga etablieren

Bei Ahmad und Ulbricht zeigt der Daumen nach oben

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Die beiden Handball-Schiedsrichter Rehman Ahmad (l.) und Michel Ulbricht von der HSG Barnstorf/Diepholz wollen sich zunächst einmal in der Dritten Liga etablieren.

Barnstorf - Von Matthias Borchardt. Sie sind jung, ehrgeizig, hungrig, talentiert und wollen hoch hinaus: Die Rede ist von den Handball-Schiedsrichtern Rehman Ahmad und Michel Ulbricht von der HSG Barnstorf/Diepholz, die den Aufstieg in die Dritte Liga geschafft haben. Sie sind nach den Bundesliga-Referees Pawel Fratczak und Paulo Ribeiro vom TuS Wagenfeld das zweithöchste Gespann im Kreis Diepholz.

Im bisherigen Saisonverlauf haben der 28-jährige Michel Ulbricht und der 27-jährige Rehman Ahmad sieben Frauen- und fünf Männer-Spiele in der Dritten Liga geleitet. Highlight der bislang zwölf Drittliga-Einsätze war die Männer-Partie zwischen OHV Aurich und dem Stralsunder HV (22:27). „Das war schon etwas Besonderes, vor 1150 Zuschauern zu pfeifen“, sagt Ulbricht rückblickend.

Insgesamt sechs Beobachtungen hat das heimische Schiri-Duo in der Serie 2014/2015, danach fällt eine Entscheidung, ob es in der dritthöchsten Klasse bleiben darf. „Die Punkte zeigen einem den Weg auf“, weiß Ahmad. Die ersten zwei Beobachtungen fielen positiv aus. Ulbricht verfolgt mit seinem Partner zunächst nur ein Ziel: „Wir wollen uns in der Dritten Liga etablieren.“

Seit 2006 pfeifen Ahmad und Ulbricht im Gespann. Sie fingen in der Kreisliga an, arbeiteten sich in den folgenden Jahren kontinuierlich nach oben, haben in der Serie 2013/2014 Erfahrungen in der A-Jugend-Bundesliga gesammelt. Außerdem können sie auf drei Spielzeiten in der Oberliga zurückblicken. Eines haben sie im Vergleich zur vierthöchsten Klasse bereits bemerkt. „Die Vor- und Nachbereitung der Spiele in der Dritten Liga ist viel intensiver“, verrät Industriekaufmann Ulbricht, der in seiner Freizeit gern Squash und Fußball spielt und gelegentlich auch ins Fitness-Studio geht. Das sieht auch Ahmad so: „Die Dritte Liga ist ein großer Sprung.“

„Wir lassen im

Spiel viel laufen“

Beide Unparteiische sind dem Handball eng verbunden. Ulbricht begann bei den Minis der SG Diepholz, ging danach in den verschiedenen Jugendmannschaften als Außenangreifer oder Kreisläufer auf Torejagd. Gelegentlich wirkt der 28-Jährige gemeinsam mit Ahmad in der Dritten der HSG Barnstorf/Diepholz in der Regionsoberliga mit. Letzterer kam mit sechs Jahren zum Handball. Zunächst spielte er im Rückraum, später dann im Tor. Ahmad lebt in Diepholz, arbeitet als Physiotherapeut und sammelt in seinem Beruf Erfahrungen mit den Regionalliga-Fußballern des BSV Rehden.

Beide Schiedsrichter ergänzen sich, keiner sticht heraus. „Wir bereiten uns immer neu vor, sind nicht berechenbar“, sagt Ahmad. Und Ulbricht ergänzt: „Wir kennen uns gut, Streitereien gibt es auch einmal, die sind aber schnell vergessen.“ Er nennt eine Stärke des Duos: „Wir lassen im Spiel viel laufen.“ Dies ist sicherlich förderlich für den Handball, denn es gibt auch Unparteiische, die fast jede Aktion unterbinden – und ein Spiel so kaputt pfeifen.

Die Dritte Liga soll für Ahmad und Ulbricht, die dem DHB-C-Anschlusskader angehören, nicht das Ende der Fahnenstange sein. Ahmad blickt hoffnungsvoll nach vorn: „Wir stellen uns der Herausforderung, geben unser Bestes und arbeiten an uns. Ein weiterer Aufstieg ist ein Thema – wir sehen ja bei Pawel Fratczak und Paulo Ribeiro, was geht.“

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