Handball-Oberligist erwartet TV Bissendorf-Holte / Mehrere Spieler angeschlagen

HSG Barnstorf/Diepholz baut auf die Heimstärke

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Der Oberschenkel zwickt: Der Einsatz von Barnstorfs Spielmacher Saulius Liutikas ist gefährdet.

Diepholz - Die Vergleiche zwischen der HSG Barnstorf/Diepholz und dem TV Bissendorf-Holte verliefen zuletzt immer eng und spannend. Das dürfte auch morgen der Fall sein, wenn der Tabellenzweite um 20 Uhr in der Diepholzer Mühlenkamp-Halle den TV Bissendorf-Holte empfängt. „Ich rechne zwar mit einer engeren Partie, aber wir wollen die zwei Punkte in eigener Halle behalten“, sagt Barnstorfs Trainer Mario Mohrland.

In der vergangenen Saison bezwang der letztjährige Vizemeister am letzten Spieltag in einer emotionalen Begegnung die Gäste mit 25:24. Und im Hinspiel dieser Serie knöpften die Bissendorfer den Barnstorfern beim 29:29 einen Punkt ab. 18 Sekunden vor dem Abpfiff rettete Mateusz Chylinski seinem Team mit einem verwandelten Siebenmeter das Unentschieden. Dabei gab die HSG in der Endphase eine 27:24-Führung (52.) aus der Hand. Dieser Punktverlust ärgert Mario Mohrland noch heute. Seine Forderung: „Wir wollen zeigen, dass das 29:29 eine Verkettung dummer Geschichten war.“ So brachte die Gäste eine doppelte Manndeckung gegen Tobias Meyer und Arunas Srederis aus dem Konzept.

Die Hausherren haben sich in dieser Woche im Training mit einer Manndeckung der Rückraumakteure beschäftigt. In solchen Situationen wären die Außenangreifer Finn Richter und Laurynas Palevicius gefordert. „Von ihnen muss dann mehr kommen“, unterstreicht der 38-jährige Diplom-Handelslehrer. Allerdings trifft das auch auf den dritten Rückraumspieler zu. Es ist noch unklar, wer die Spielmacherposition übernimmt, denn Saulius Liutikas hat mit muskulären Problemen im Oberschenkel zu kämpfen. Sollte es beim Litauer nicht gehen, dann könnte Routinier Tomas Lenkevicius abermals in die Bresche springen. Eine weitere Option wäre Raul-Lucian Ferent.

Angeschlagen sind auch Linkshänder Matthias Andreßen (Magenverstimmung), Arunas Srederis (Rückenprobleme – alte Verletzung), Kreisläufer Ulf Grädtke (Sehnenscheidenentzündung im Fuß) und Kevin Heemann (Kniebeschwerden). Da sich der eine oder andere Akteur auch noch mit einer Erkrankung der Atemwege herumschlägt, steht erst kurzfristig fest, wer zum Aufgebot gehört. „Ich lasse nur gesunde Leute spielen“, versichert der HSG-Coach. In Tomas Lenkevicius und Nils Mosel hat er zwei Asse in der Hinterhand.

Mohrland erwartet von seiner Mannschaft eine Steigerung im Vergleich zur jüngsten Begegnung in Petersfehn (32:23): „Wir müssen in der Abwehr mehr arbeiten und das Spiel des Gegners noch schneller unterbrechen. Außerdem gilt es bei den verschiedenen Varianten der Bissendorfer, kühlen Kopf zu bewahren.“ Wichtig ist für ihn auch, dass das Tempospiel über die erste und zweite Welle funktioniert.

Die Bissendorfer haben in der Rückrunde 8:2 Punkte geholt. Lediglich beim Spitzenreiter ATSV Habenhausen kamen sie unter die Räder, bezogen eine 17:31-Packung. Eine Trotzreaktion gegen den Tabellenvorletzten TvdH Oldenburg gab es beim jüngsten 39:32 nur bedingt. Denn der Tabellenzweite kassierte einfach zu viele Gegentore. Kopf der Bissendorfer Mannschaft ist Regisseur Louis Kamp. Er steuerte zum 29:29 in der Hinpartie zehn Tore bei. Leistungsträger sind außerdem Rechtsaußen Matthias Reiser, Kreisläufer Simon Mayer, Rückraumakteur Christian Rußwinkel und Torwart Henrik Milius.

Für die Hausherren gibt es morgen Abend nur ein Ziel: Sie wollen mit der Unterstützung der Zuschauer im zehnten Heimspiel den zehnten Sieg einfahren.

mbo

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