Jan-Dirk Gießelmann wird Zweiter in Hamburg

Pferdewechsel macht das Derby speziell

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Jan-Dirk Gießelmann wurde Zweiter in Hamburg. Real Dancer war dabei das beste Pferd im Finale mit Pferdewechsel. 

Hamburg - Mit einem zweiten Platz krönte sich Dressurreiter Jan-Dirk Gießelmann aus Barver das Derby-Wochenende in Hamburg-Klein Flottbek. Beim 60. Deutschen Dressur-Derby erreichte der 34-Jährige vom RV Wagenfeld am Sonntag im Finale mit Pferdewechsel hinter der Finnin Emma Kanerva das zweitbeste Ergebnis. Das beste Pferd unter den drei Finalisten im Grand Prix war Gießelmanns Real Dancer.

„Das Turnier ist ziemlich einzigartig“, stellt Jan-Dirk Gießelmann heraus. Die lange Historie des Spring- und Dressur-Derbys schwinge überall mit. Jahr für Jahr lockt das Top-Ereignis an fünf Turniertagen um die 90.000 Besucher und die Weltelite des Pferdesports in die Hansestadt. Das seit 1920 ausgetragene Deutsche Spring-Derby genießt Kultstatus. Mit seinen besonderen Hindernissen wie etwa dem Großen Wall, Pulvermanns Grab oder den Holsteiner Wegesprüngen ist der legendäre Parcours von Beginn an unverändert. Der Pferdewechsel im Finale macht das Dressur-Derby so speziell. „Das gibt es nicht so oft“, erklärt Jan-Dirk Gießelmann.

In der Qualifikationsprüfung am Donnerstag hatten der Pferdewirtschaftsmeister und sein 14-jähriger Wallach mit 72,304 Prozent Rang zwei erreicht. Damit war ihnen neben der Finnin Emma Kanerva und der Australierin Kristy Oatley ein Startplatz im Finale der besten Drei sicher. 

Gießelmann erwischte dort mit seinem Hannoveraner von Rubin-Royal/De Niro abstammend den besten Start und erreichte mit 74,233 Prozent das beste Einzel-Ergebnis des Tages. Dann hieß es Pferde wechseln. „Man steigt auf, verschnallt die Bügel und hat fünf Minuten Zeit, sich auf das fremde Pferd einzustellen.“ Viel ausprobiert werden könne da nicht und schon gar nicht die achtminütige Aufgabe komplett durchgeritten werden. „Die Zeit reicht lediglich, um zu fühlen, wie reagiert das Pferd“, erläutert der Berufsreiter.

„Ein erfahrenes und lektionssicheres Pferd“

Mit Emma Kanervas Hannoveraner Hengst Heartbreaker erreichte Jan-Dirk Gießelmann 70,333 Prozent und mit Kristy Oatleys Oldenburger Stute Qualia wie die Australierin 66,100 Prozent. „Die Stute ist noch neu im internationalen Sport“, erläutert er. Sich am konstantesten auf die unterschiedlichen Pferde einzustellen, gelang es der in Schenefeld tätigen Grand-Prix-Ausbilderin Emma Kanerva.

Das beste Pferd des Dressur-Derbys war Gießelmanns Real Dancer. „Er ist ein erfahrenes und lektionssicheres Pferd“, sagt der Sportler über den 14-jährigen Vierbeiner, den er selbst ausgebildet hat.

Für 2018 visiert der Dressurreiter mit Real Dancer als nächstes die Deutsche Meisterschaft an. Wenn es dort gut liefe, wäre ein Start beim Weltfest des Pferdesports in der Aachener Soers denkbar. Erneut einen Nationenpreis mitzureiten wäre auch eine Option. - sor

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