Mitfavorit BSV Rehden früh raus

Und wieder der TuS Sulingen: Landesligist verteidigt Hallenmasters-Titel

+
So sehen Sieger aus: Landesligist TuS Sulingen gewann auch die zweite Auflage des Hallenmasters in Twistringen.

Am Ende wollten sie es mit der Spannung offenbar auf die Spitze treiben. Die Fußballer des TuS Sulingen (Landesliga) und des TSV Wetschen (Bezirksliga) standen verdient im Finale des Hallenmasters in Twistringen – und boten den 400 Zuschauern, die zuvor unter anderem das überraschende Vorrunden-Aus des Regionalligisten BSV Rehden gesehen hatten, in der pickepackevollen Halle am Mühlenacker einen mitreißenden Fight.

Twistringen - Thomas Otte schwärmte hinterher: „Das war ein geiles Finale.“ Nur gab es zunächst keinen Sieger. Nach zwölf Minuten Spielzeit stand es 3:3, das Penaltyschießen musste herhalten. Wetschens Steffen Winkler traf als dritter Schütze den Pfosten, Sulingens Pascal Löhmann versenkte den letzten Schuss zum 5:4. Die Sulinger Titelverteidigung bei der zweiten Hallenmasters-Auflage war perfekt! Der Lohn: 400 Euro Siegprämie und ein stattlicher Henkelpokal. „Das fühlt sich sehr gut an, den Titel nehmen wir gerne mit“, meinte Löhmann, der auch noch eine weitere Auszeichnung bekam – als bester Spieler des Turniers. 

Zum besten Torhüter wurde Jannik Blome vom früh gescheiterten Gastgeber SC Twistringen gewählt, bester Torschütze mit sieben Treffern war Marian Pingel vom FC Sulingen. Ein dickes Lob von TuS-Trainer Walter Brinkmann bekam auch sein baumlanger Sulinger Keeper David Schröder, der in den Penaltyschießen gegen Lokalrivale FC Sulingen (3:2 im Halbfinale) und Wetschen geglänzt und den Weg zum Triumph geebnet hatte. „David ist echt ein Schrank. Wenn der sich vor dir aufbaut und du ihn andribbeln musst, ist das alles andere als einfach“, meinte Brinkmann, der vor allem in den letzten beiden Spielen extrem mitgefiebert hatte – und anschließend hörbar erleichtert war: „Wir waren hier als Landesligist gefordert und haben vor allem zu Beginn cleveren Fußball gespielt. Insgesamt bin ich sehr zufrieden.“ 

Starker Auftritt: Finn Raskopp (links, hier im Halbfinale gegen Heiligenfelde) schaffte es mit dem TSV Wetschen bis ins Endspiel – und verlor dort nur knapp.


Gleiches galt für Trainerkollege Otte, dessen Wetscher im Halbfinale den Bezirkliga-Konkurrenten SV Heiligenfelde ausgeschaltet (3:1) und dann im Endspiel ein 0:2 und kurz vor Schluss ein 2:3 aufgeholt hatten: „Natürlich ist man etwas enttäuscht, wenn es so knapp ist. Aber der Stolz überwiegt.“ Insgesamt war das Hallenmasters – mit drei jungen Sternsingern als Extra-Einlage sowie Lasershow und Spielervorstellung vor den Halbfinals und dem Endspiel – wieder ein voller Erfolg. 102 Tore, knackige Zweikämpfe, viele Emotionen, spannende Spiele. Es war alles dabei. Für den BSV Rehden war allerdings schon nach vier Partien Schluss. Der Regionalligist, der sein Team mit je zwei Spielern aus der Jugend und der Zweiten Herren aufgefüllt hatte, flog – auch wegen des Chancenwuchers in mehreren Spielen – früh raus. 

Doch Interimscoach Michael Hohnstedt nahm es locker: „Der Verlauf war nicht so schön für uns, das ist klar. Aber es war ein Super-Turnier, solche Sachen sind immer wieder schön.“ Das Orga-Team vom SC Twistringen um Hans-Dieter Jurga wird solche Worte sehr gerne hören. „Nach dem Vorjahr haben wir gesagt, dass es schwer zu toppen sein wird. Aber wir haben es getoppt“, resümierte der Twistringer: „Und wir sind rundum zufrieden.“

TuS Sulingen: Rupp wechselt 

Der TuS Sulingen muss ab sofort ohne Marven Rupp auskommen. Der Offensivspieler studiert in Bremen und schloss sich jetzt dem TuS Schwachhausen an, der in der Bremen-Liga hinter dem FC Oberneuland momentan den zweiten Platz belegt. töb

TuS Sulingen richtet Masters 2021 aus

Neuauflage am 2. Januar

Twistringen – Bereits jetzt steht fest, dass das Hallenmasters auch seine dritte Auflage bekommt. Die findet im kommenden Jahr nicht in Twistringen, sondern in Sulingen statt. Der NFV-Kreis Diepholz hatte diesen Wettbewerb ausgeschrieben. Der TuS Sulingen und der TuS Wagenfeld zeigten gesteigertes Interesse. 

„Wir haben uns mit einer Delegation beide Hallen angeschaut und mit den Vereinsvertretern gesprochen“, erklärte Andreas Henze, Vorsitzender des NFV-Kreises Diepholz. Letztlich fiel die Wahl auf den nun zweifachen Masters-Sieger TuS Sulingen. „Die Sulinger um Spartenleiter Ralf Knake waren bestens vorbereitet und haben uns ein detailliert ausgearbeitetes Konzept vorgelegt. Das hat uns letztlich überzeugt, den Sulingern den Zuschlag zu geben“, meinte Henze. Ralf Knake ist natürlich froh, dass er mit seinem Team das Masters ausrichten darf. Als Termin in der Sulinger Edensporthalle ist Samstag, der 2. Januar 2021, vorgesehen. 

Zu den Gründen, warum sich der TuS beworben habe, meinte Knake: „Das ist natürlich auch eine Image-Frage. Wenn man es gut macht, kann man auch den einen oder anderen Euro verdienen. Ich denke, dass wir 450 bis 500 Zuschauer unterbringen können. Bei der Stadt haben wir den Termin jedenfalls schon einmal angemeldet.“ TuS-Trainer Walter Brinkmann freut sich auf die Aufgabe, weiß aber auch: „Die Twistringer haben es wieder sehr professionell gemacht. Das gleiche Niveau zu erreichen, wird anspruchsvoll – eine echte Herausforderung für uns.“ töb/mr

„Es gibt jede Menge Bewerbungen“

Rehden – In dieser Woche wird Heiner Backhaus noch mal beim BSV Rehden vorbeischauen. Um sich persönlich von der Mannschaft zu verabschieden. „So kennen wir ihn“, sagt Michael Hohnstedt, der die Regionalliga-Fußballer des BSV Rehden nach dem plötzlichen Abflug des Cheftrainers zum württembergischen Club SG Sonnenhof Großaspach als Interimscoach betreut. Backhaus weilt aktuell mit dem abstiegsbedrohten Drittligisten, bei dem er nun gemeinsam mit Mike Sadlo das Sagen hat, im Trainingslager in der Türkei – und wenn er zurückkommt, wird es sicher auch noch ein klärendes Gespräch mit BSV-Boss Friedrich Schilling geben.

Inhalt: Die Modalitäten des Winterwechsels vom erst im Sommer verpflichteten 37-Jährigen, der mit Rehden eine tolle Bilanz vorweisen kann (Platz acht mit stolzen 32 Punkten). Ob Backaus eine Ausstiegsoption hatte oder Rehden eventuell eine Ablöse oder Entschädigung aus Großaspach fordern kann und gegebenenfalls wird, wollte Schilling am Rande des Hallenmasters am Samstag in Twistringen nicht kommentieren. Über die Art und Weise des überraschenden Transfers vom eigentlich längerfristig gebundenen Trainer, der sich via Facebook beim BSV bedankt hat, mag der 68-Jährige nach wie vor „nichts sagen“. 

Worüber er aber spricht, ist die Trainersuche, die den BSV nun schon wieder beschäftigt. „Es gibt jede Menge Bewerbungen, per Mail oder Telefon. Die Berater melden sich fleißig“, bestätigte Schilling, der kurz vor Silvester von Backhaus’ Weggang erfahren hatte und „geschockt“ war. Er werde, führte Schilling aus, die Liste der Kandidaten in den kommenden Tagen „in Ruhe abarbeiten und vielleicht auch den einen oder anderen kontaktieren, der hier im Sommer schon im Gespräch war. Da waren noch ein, zwei interessante Namen dabei. Wir werden auf keinen Fall etwas überstürzen.“ 

„Absoluter Teamplayer“: Der bisherige Co-Trainer Michael Hohnstedt springt in Rehden als Interimscoach ein.

Bis ein neuer Chef kommt, übernimmt der bisherige Assistent Hohnstedt – unterstützt von Co-Trainer Nils Weiler – die Mannschaft und startet am Donnerstag mit ihr in die Vorbereitung. Sollte in nächster Zeit kein Backhaus-Nachfolger gefunden werden, könnte es auch sein, dass Hohnstedt das Amt bis zum Saisonende bekleidet. So weit mag der 31-jährige Ex-Profi allerdings noch nicht denken. „Es geht darum, den BSV Rehden weiter bestmöglich zu präsentieren“, betont Hohnstedt, der aktuell seine B-Lizenz macht. 

Dass er eine Trainerlaufbahn anstrebt, daraus macht er keinen Hehl. „Ich habe aber auch kein Problem damit, wenn ich in Rehden erst mal wieder ins zweite Glied rücke – ich bin ein absoluter Teamplayer.“ Die Entscheidung von Backhaus, es ab sofort eine Liga höher zu probieren, kann Hohnstedt nachvollziehen. „Es war natürlich ein harter Schlag und hat hier alle überrascht. Und es ist ihm auch schwergefallen, denke ich. Aber wenn er so eine Chance bekommt, soll er sie nutzen“, meint er: „Schade ist nur, dass er das, was er hier mit aufgebaut hat, nicht weiterführt.“ mr

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Streetfood-Feeling für zu Hause

Streetfood-Feeling für zu Hause

Der Jeep Gladiator lohnt nur für Image und Gelände

Der Jeep Gladiator lohnt nur für Image und Gelände

Trump gegen Greta in Davos: Das Rededuell um den Klimaschutz

Trump gegen Greta in Davos: Das Rededuell um den Klimaschutz

Linsen vor dem Kochen keimen lassen

Linsen vor dem Kochen keimen lassen

Meistgelesene Artikel

Sportlerwahl 2019 im Landkreis Diepholz: Stimmen Sie ab sofort ab!

Sportlerwahl 2019 im Landkreis Diepholz: Stimmen Sie ab sofort ab!

Coach Engelmann macht bei der HSG Stuhr Schluss

Coach Engelmann macht bei der HSG Stuhr Schluss

Interimscoach Thiemann fordert mehr Kampfgeist von seiner HSG Barnstorf

Interimscoach Thiemann fordert mehr Kampfgeist von seiner HSG Barnstorf

TV Stuhr aktuell Zweiter der Fairness-Wertung in Niedersachsen

TV Stuhr aktuell Zweiter der Fairness-Wertung in Niedersachsen

Kommentare