Melchiorshausen fertigt Sebaldsbrück nach guter Leistung mit 6:0 ab

Ein halbes Dutzend Tore nach dem „Behrens-GAU“

Torschützen unter sich: Während Nils Ruscher einmal traf, langte Kapitän Sascha Otten (rechts) gleich doppelt zu. Auch der Japaner Matsuo Yuki (li.) freute sich mit. ·
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Torschützen unter sich: Während Nils Ruscher einmal traf, langte Kapitän Sascha Otten (rechts) gleich doppelt zu. Auch der Japaner Matsuo Yuki (li.) freute sich mit. ·

Kreis-Diepholz - Von Gerd TöbelmannMELCHIORSH. · Es war das Spiel eins nach dem Super-GAU. Es war das Spiel eins nach dem Schockstarre auslösenden Kreuzbandriss von Top-Torjäger Lars Behrens. Aber es war auch Spiel eins mit der Gewissheit, dass es Fußball-Landesligist TSV Melchiorshausen auch ohne seine „Lebensversicherung“ packen kann. Nach wirklich feiner Leistung schickten die Blau-Weißen den ATSV Sebaldsbrück mit einer 6:0 (1:0)-Klatsche auf die Heimreise.

Klar, dass Trainer Mike Barten hinterher ein Stein vom Herzen fiel: „Es war schön zu sehen, dass wir auch ohne Lars gewinnen und darüber hinaus noch schönen Fußball spielen können. Das war heute sicherlich eines unserer besten Spiele in dieser Saison. Ich habe den Jungs vorher gesagt, dass wir uns jetzt nicht hängen lassen dürfen, nur weil ein Spieler nicht mehr da ist.“

Und seine Jungs hatten offenbar ganz genau zugehört, denn die Gastgeber dominierten das Match bei Schmuddelwetter gleich von Beginn an. Für Behrens stand Nils Ruscher neben Felix Cohrs als Stürmer in der Startelf – und machte seine Sache sehr gut. Ausfälle gab es am Samstag ohnehin nicht zu verzeichnen. Was auf dem unebenen Platz eigentlich kaum möglich ist, das passierte: Es waren diverse Flachpasskombinationen zu sehen, die Melchiorshausen in den letzten Jahren viel zu oft vermissen ließ. Dazu trug auch bei, dass die Außenverteidiger-Youngster Nils Kaiser (19) und Nico Sperling (19) einen tollen Job machten. In den beiden Innenverteidiger-,,Haudegen“ Manoel Arnhold (34) und Kolja Sternke (33) hatten sie aber auch gute Dirigenten.

Und im Mittelfeld war Sascha Otten endlich mal der Chef. Gewohnt zweikampfstark ging der Kapitän weite Wege, trieb sein Team immer wieder an – und köpfte in der 29. Minute nach Flanke von Ruscher auch das wichtige 1:0.

Sebaldsbrück hatte im ersten Abschnitt nur eine Chance durch Mustafa Celik, doch Keeper Jens Ruscher parierte. Immer wieder stauchte ATSV-Malocher Daniel Engelhardt (kam vor eineinhalb Jahren aus Weyhe) sein Team zusammen, doch es half nichts.

Im Gegenteil: In der zweiten Halbzeit kam es für die Bremer sogar noch knüppeldick, denn Melchiorshausen traf fast aus allen Lagen. Cohrs (53./Kopfball nach Tettenborn-Flanke), Ruscher (61./Rechtsschuss aus 18 Metern), Sternke (65./nach Schmötzer-Flanke), Jan Schmötzer (81./Vollspann aus 18 Metern) und erneut Otten (84./Schuss aus 18 Metern) machten das halbe Dutzend zum nicht erwarteten 6:0-Endstand perfekt.

Sebaldsbrück zeigte am Samstag nur eine, aber gerade im Bremer Verband nicht sehr oft gezeigte positive Eigenschaft: Trainer Cengiz Cakir goss bei drohender Hektik nicht noch Öl ins Feuer, sondern beruhigte seine Spieler und ermahnte sie, sich total auf Fußball zu konzentrieren und Gegenspieler sowie Schiedsrichter in Ruhe zu lassen. Weiter so!

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