Nach 6:2 in Vilsen erwartet SCT jetzt den TuS Sulingen im Pokal

Ein halbes Dutzend, aber jetzt eine hohe Hürde

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Packendes Duell: Twistringens Nico Timme (li.) überspringt hier Vilsens Christian Mewes klar. ·

Br.-Vilsen - Von Gerd TöbelmannAm Ende wurde es dann überdeutlich: Mit drei Toren in den letzten sieben Minuten setzte sich Fußball-Bezirksligist SC Twistringen in der ersten Runde des Bezirkspokals mit 6:2 (2:1) beim Kreisligisten und Kreispokal-Sieger SV Bruchhausen-Vilsen durch und empfängt in Runde zwei nun am 13.

August den Landesliga-Aufsteiger TuS Sulingen. „Das ist sicherlich zu hoch ausgefallen, aber verdient ist der Twistringer Sieg natürlich“, meinte Vilsens Coach Jörn Meyer nach dem Abpfiff.

Dabei war Meyer vor dem Match durchaus bewusst, „dass wir es schwer haben werden, denn mir fehlt meine torgefährliche Mittelachse aus der Vorsaison.“ Das ist schon milde ausgedrückt, denn den Vilsern sind 45 Tore weggebrochen. Salam Garaf (19 Saisontreffer) und Richard Sikut (8) schlossen sich Landesliga-Aufsteiger TuS Sulingen an; Rateb Safi (18) zog ein Haus weiter und geht jetzt für den Bezirksligisten FC Sulingen auf Torejagd. „Aber hinten sollten wir einigermaßen stehen“, mutmaßte Meyer.

Das klappte gegen Twistringen nicht, denn das 1:2 zur Pause schmeichelte den Gastgebern. Keeper Tobias  Wendt leistete sich am Anfang einige „Böcke“, so dass Dennis Kastendieck nicht um seinen Stammplatz im Kasten fürchten muss. Zudem ließen die Gäste einige Hochkaräter aus. Vor allem Dennis Kuhangel (31./42.) und auch der zusammen mit Trainer Marco Hegerfeld aus Drentwede geholte Niklas Hiller (43.) hätten treffen können. So langte es nur zu Treffern durch Abwehrchef Hauke Neubert (1:0/9.) und den Strafstoßspezialisten Nils Warnke (2:0/19.). Vilsen durfte nach dem 1:2 (45.) durch Tobias Witte sogar noch hoffen.

Erst recht, als Kapitän Jan-Hendrik Schwirz in der 48. Minute frei auf SCT-Keeper Marcel Bavendiek zulief, das Spielgerät aber am linken Pfosten vorbeisetzte. „Ein Querpass wäre schlauer gewesen. Wenn wir das 2:2 machen, geht vielleicht noch etwas“, erklärte Meyer. Kollege Hegerfeld meinte: „Das Gegentor war schon dumm. Mit dem möglichen 2:2 hätten wir Vilsen wieder richtig ins Spiel gelassen. Sowas darf uns eigentlich nicht passieren.“

Für Dennis Kuhangel gab es schließlich aber doch noch Grund zur Freude, denn in der 55. Minute traf er nach Ecke von Andre Lausch per Kopfball zum 3:1 und sorgte damit für die Vorentscheidung. Dies wäre eigentlich auch ein gerechtes Ergebnis gewesen, doch in der Endphase wurde die Vilser Deckung von Minute zu Minute löchriger. Marco Kappermann (83.) und Nico Timme (87.) nutzten das zum 5:1. Marten Köhler verkürzte zwar (90.), doch Kuhangel war der Schlusspunkt zum 6:2 (90. +2) vorbehalten.

„Jetzt haben wir auf unserer Anlage einen echten Härtetest gegen Sulingen. Da kommen hoffentlich viele Zuschauer“, blickte Hegerfeld schon voraus.

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