Brinkums Trainer Frank Thinus fordert ein Überdenken der Einstellung

„Hätten wir, hätten wir – hätten wir gibt’s nicht“

Brinkums Trainer Frank Thinius sieht viel Potenzial in seiner Mannschaft, fordert aber eine bessere Einstellung. ·
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Brinkums Trainer Frank Thinius sieht viel Potenzial in seiner Mannschaft, fordert aber eine bessere Einstellung. ·

Brinkum - Von Arne FlüggeIm letzten Heimspiel der Hinrunde will sich Bremen-Ligist Brinkumer SV morgen (14.00 Uhr) gegen den direkten Tabellennachbarn TSV Wulstorf Luft im Abstiegskampf verschaffen und damit den Grundstein für eine bessere Rückrunde legen. Warum die Brinkumer bislang hinter den Erwartungen zurückgeblieben sind und was Trainer Frank Thinius jetzt von seinen Spielern erwartet, erklärt der 45-jährige Coach im Interview.

Herr Thinius, der letzte Heimauftritt des Brinkumer SV in der Hinrunde, dazu ein sogenanntes Sechs-Punkte-Spiel gegen Wulstorf – worauf können sich die Besucher einstellen?

Thinius:Wir wollen unseren Zuschauern noch einmal etwas bieten. Wir wollen zeigen, was wir können. Es ist ganz wichtig, in diesem Spiel noch einmal drei Punkte einzufahren, damit wir nicht noch in ganz große Nöte kommen. Leider fehlen mir Janek Piontek und Tom Witte verletzungsbedingt. Dennoch müssen wir Wulstorf auf Distanz halten.

Wie wollen Sie das anstellen?

Thinius:Indem wir unsere fußballerischen Qualitäten herausholen und den Gegner auch spielerisch besiegen. Zuletzt beim 3:2 gegen Burg war’s doch nur Abstiegskampf pur. Jetzt müssen wir auch andere Mittel finden. Und: Wir haben es schon in so manchem Sechs-Punkte-Spiel versäumt, die Big Points zu setzen. Das wollen und müssen wir jetzt besser machen.

Vor der Saison hatten Sie einen personellen Umbruch zu bewältigen. Wie schwer war es, eine schlagkräftige Truppe zu formen.

Thinius:Das war unser Problem. Es dauerte, bis die Mannschaft ihren Rhythmus gefunden hatte. Wir mussten oftmals in der Anfangsformation durchtauschen, um eine Mannschaft zu finden. Daher war der Saisonstart mit drei Punkten nach sechs Spielen schlecht. Mittlerweile sind wir ein verschworener Haufen geworden, doch das müssen wir auch regelmäßig auf dem Platz zeigen.

Eine Einstellungssache?

Thinius: Das ist der Punkt. Wir sind einfach noch viel zu unbeständig. Wenn du erfolgreich sein willst, musst du Spieltag für Spieltag Gas geben und deine Leistung abrufen. Das Potenzial ist fraglos da, doch einige Spieler beschäftigen sich noch zu sehr mit anderen Dingen. Komm’ ich heut’ nicht, komm’ ich morgen – das geht nicht. Und deswegen hinken wir hinterher.

Weil einige Teams nicht so ernst genommen wurden wie die Spitzenmannschaften?

Thinius:Ja. Wir haben gegen Mannschaften wie Habenhausen oder OSC Bremerhaven, die ich mit uns auf Augenhöhe sehe, einfach zu viele Punkte liegen gelassen, weil wir nicht die Einstellung und den Willen gezeigt haben, wie beispielsweise gegen die Top-Teams. Wir müssen diese Geilheit aber in jedem Spiel auf den Platz bringen.

Wie wollen Sie das hingekommen?

Thinius:Es geht nur über die Einstellung. Wir werden uns nach der Hinrunde zusammensetzen, Bilanz ziehen und die Fehler aufarbeiten. Wir müssen endlich Konstanz in unser Spiel bekommen. Und da werde ich auch versuchen, die Jungs bei der Ehre zu packen. Denn Abstiegskampf kann nicht unser Anspruch sein.

Das heißt, Sie sind trotz des großen personellen Umbruchs mit dem Abschneiden bisher nicht zufrieden?

Thinius:Nein, denn ich habe auf mehr gehofft und auch mehr erwartet. Es war ein realistisches Ziel, unter die ersten Acht zu kommen. Das haben wir bisher verpasst. Natürlich gab es auch unglückliche Niederlagen, wie das 1:2 gegen Werder in der 93. Minute. Man kann jetzt sagen: Hätten wir, hätten wir – hätten wir gibt’s aber nicht. Es liegt an uns allein. Wir sind gefordert, unsere Leistung abzurufen.

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