Dank seines Torwarts gelingt dem TSV Melchiorshausen eine kleine Sensation

Die Hände von Aschoff sind überall

Als niemand mehr damit rechnete, schoss Tobias Klemptner (vorne rechts) gestern den umjubelten Siegtreffer zum 2:1. ·
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Als niemand mehr damit rechnete, schoss Tobias Klemptner (vorne rechts) gestern den umjubelten Siegtreffer zum 2:1. ·

Melchiorshausen - Der 1:5- Blamage gegen den FC Oberneuland II hat Fußball-Landesligist TSV Melchiorshausen gestern Abend eine kleine Sensation folgen lassen. Gegen den 2013 bis dato noch ungeschlagenen VfL 07 Bremen, für den es im Kampf um den Aufstieg noch um alles oder nichts geht, gewann das Barten-Team zuhause mit 2:1 (1:0) – dank eines überragenden Torhüters Florian Aschoff und des späten Siegtreffers von Tobias Klemptner.

Coach Mike Barten hatte nach der Pleite gegen Oberneuland klipp und klar Wiedergutmachung gefordert – und bekam eine Truppe zu sehen, die um jeden Zentimeter Rasen kämpfte. Und das, obwohl der TSV Melchiorshausen den Aufstieg längst ad acta gelegt hat. „Meine Herren, heute haben die Jungs richtig Eier gezeigt“, strahlte Spartenleiter Heiner Böttcher über beide Ohren.

Oliver Riekers hatte die Gastgeber nach einer Ecke von Niklas Katsis und einer Kopfballvorlage von Kolja Sterne mit 1:0 (16.) in Führung gebracht – per Volleyabnahme am kurzen Pfosten. Dann aber drehte der VfL richtig auf. „Da konnte einem Angst und Bange werden“, so Böttcher. Allerdings hatten die Bremer das Pech, dass das Gleiche für Melchiorshausens Torwart Florian Aschoff galt. „Ein Fels in der Brandung. Was der alles rausgeholt hat, Wahnsinn“, konnte es Böttcher kaum glauben. Erst klärte Aschoff gegen den alleine auf ihn zusteuernden Pascal Büssenschütt (23.), anschließend durfte Rudolf Schlegel bestaunen, wie eine klasse Fußabwehr auszusehen hat (30.).

Keine Chance hatte der Schlussmann der Gastgeber, als Charles Ehiogie in der 54. Minute per Kopf ins leere Tor traf. Eine abgefälschte Flanke hatte die gesamte TSV-Defensive plus Aschoff auf dem falschen Fuß erwischt. Während für Melchiorshausen nur noch Riekers eine Möglichkeit verzeichnete (58.), rollte ein Angriff nach dem anderen auf Aschoff zu. Doch der Keeper glänzte gegen Ehiogie (55.), lenkte einen Freistoß von Jan Oyen über die Latte (70.) und ließ Jannis Plietker verzweifeln (74.).

Der TSV hatte nur noch diese eine Chance durch Tobias Klemptner in der 88. Minute – und nutzte sie rigoros. Die Gäste bekamen einen Freistoß der Melchiorshauser nicht aus dem eigenen Strafraum, der eingewechselte Nils Ruscher legte zurück auf Klemptner – und der traf aus 15 Metern zum 2:1 ins lange Eck. Es war umjubelt, aber es war auch glücklich, wie Böttcher zugab: „Am Ende wäre ein Unentschieden gerecht gewesen.“

Nach dieser Leistung aber fährt der TSV mit stolz geschwellter Brust und ohne weitere Verletzte zum Auswärtsspiel bei der FT Geestemünde (Samstag, 15 Uhr), die sich mitten im Abstiegskampf befindet. „Durch diesen Sieg habe ich keine Bedenken“, sagte Böttcher: „Ich lehne mich jetzt schon mal weit aus dem Fenster und sage, dass wir drei Punkte mitbringen.“ · ahe

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